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	<title>Fließendes Geld Diskussionskreis Torgau &#187; Selbstalimentation</title>
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	<description>Lust auf neues Geld</description>
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		<title>Geld, Wachstum und Krieg</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2014 06:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Jedesmal, wenn wir das heutige Gleichgewicht durch vermehrte Investitionen sichern, verschärfen wir die Schwierigkeit der Sicherung des Gleichgewichtes von morgen. Das Bauen von Pyramiden und Kathedralen, Erdbeben, selbst Kriege, denn zwei Pyramiden, zwei Steinhaufen für Tote sind doppelt so gut &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/geld-wachstum-und-krieg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/geld-wachstum-und-krieg/">Geld, Wachstum und Krieg</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Jedesmal, wenn wir das heutige Gleichgewicht durch vermehrte Investitionen sichern, verschärfen wir die Schwierigkeit der Sicherung des Gleichgewichtes von morgen. Das Bauen von Pyramiden und Kathedralen, Erdbeben,  selbst Kriege, denn zwei Pyramiden, zwei Steinhaufen für Tote sind doppelt so gut wie einer, aber nicht zwei Eisenbahnen von London nach York.&#8221;</strong> John Maynard Keynes, Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes (The General Theory of Employment, Interest and Money &#8211; London 1936)</p>
<p>Der britische Ökonom, Politiker und Mathematiker John Maynard Keynes stellt in seinem Buch einen direkten Zusammenhang zwischen Geld, Wirtschaftswachstum und Krieg her.</p>
<p>Gibt es diesen Zusammenhang und welche Rolle spielt unser Geldsystem?</p>
<p>Auf Seite 18 der Bundesbankbroschüre &#8220;Geld und Geldpolitik&#8221;, Ausgabe 2010, lesen wir: &#8220;Heute wissen wir, dass nur die Knappheit des Geldes die Grundlage für seinen Wert sein kann. Deshalb muss eine mit Autorität ausgestattete Instanz für die Knappheit des Geldes sorgen. Zuständig dafür sind in modernen Volkswirtschaften die Zentralbanken.&#8221;</p>
<p>Das europäische Zentralbankensystem setzt sich also für die Knappheit des Geldes ein. Die Bundesbank meint hier wohlbemerkt nicht nur Geld, sondern auch andere Zahlungsmittel, wie z.B. die Sichtguthaben auf Girokonten.</p>
<p>Die Bundesbank begründet die Notwendigkeit der Knappheit mit der Gefahr der Inflation, also steigender Preise. Einen weiteren wesentlichen Punkt thematisiert die Bundesbank in ihrer Broschüre nicht. Bei einem Kapitalüberangebot würden die Zinsen gegen Null sinken. Die Vermögensinhaber erhielten keine Verzinsung und würden ihr Kapital dem Markt entziehen. Die Folge wäre eine deflationäre Depression, das Schreckgespenst eines jeden Zentralbankers.</p>
<p>Vermögensinhaber sind stets bemüht, ihre Vermögen arbeiten zu lassen. Da Guthaben selbst nicht arbeiten können, suchen die Vermögensinhaber über die vermittelnden Banken Kreditnehmer, die dann tatsächlich arbeiten. Ein Kreditnehmer muss immer mehr zurückzahlen, als er erhalten hat. Ist der Kreditnehmer zugleich Unternehmer, wird er immer bestrebt sein, eine Mehrleistung zu erbringen und diese auf dem Markt abzusetzen. Tut er dies nicht, gefährdet er sein Unternehmen.</p>
<p>Einen Teil der vom Unternehmer gezahlten Darlehenszinsen erhält nun der Vermögensinhaber, also der Gläubiger, leistungslos als Guthabenzinsen von der Bank ausgezahlt. Will dieser nun auf die vereinnahmten Guthabenzinsen wieder Zinsen generieren, müssen diese Beträge ebenfalls über neue Darlehen ausgereicht werden, es greift der Zinseszinseffekt.</p>
<p>So einfach entsteht der Wachstumszwang.</p>
<p>Die Produktivität hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten, angetrieben durch Zins und Zinseszins, um ein Vielfaches erhöht. Seit Jahren wird diese Mehrleistung von den privaten Haushalten, von Unternehmen, von Institutionen und vom Staat in einem hohen Maße kreditfinanziert nachgefragt.</p>
<p>Mit diesem Wachstum kam es nicht nur zu einer dramatischen Entwicklung der Verschuldung, auch die Vermögensberge wuchsen ins unermessliche.</p>
<p>Jede Möglichkeit, diese überentwickelten Vermögen zu binden, wird genutzt &#8211; auch die Bindung des Kapitals in der Rüstungsindustrie. Würde das derzeitig dort gebundene Kapital auf den Markt strömen &#8211; wer sollte, wer kann es nachfragen? Ein Überangebot an Kapital würde, wie bereits oben beschrieben, die Gefahr einer deflationären Depression heraufbeschwören.</p>
<p>Die Duldung und Förderung des Rüstungswahnsinns und damit die Bindung des Kapitals dient der Erhaltung unseres derzeitigen Finanzsystems.</p>
<p>Nur durch Ausnahmezustände wie Depression, Hyperinflation, Währungsreform oder Krieg können die Schulden- und Vermögensberge heute noch abgebaut werden.</p>
<p>Der Krieg ist die letzte Instanz. Das letzte Mittel, wenn das Kapital nicht mehr gebunden werden kann, ist seine Zerstörung mit Waffengewalt.</p>
<p>Die Menschheit kann sich heute mehrere tausend Male auslöschen. Nicht nur sich selbst, sondern alles Leben auf unserem Planeten.</p>
<p>Die Pyramiden und Kathedralen der heutigen Zeit sind Großbaustellen wie die Hamburger Philharmonie oder der Berliner Flughafen. Rüstungsindustrie, Hamburger Philharmonie und Berliner Flughafen haben eine gemeinsame Aufgabe: sie binden Kapital und sorgen so für die angestrebte Knappheit.</p>
<p>Unser Geldsystem und der menschenverachtende Krieg sind untrennbar miteinander verbunden.</p>
<p>So gesehen sind Hamburger Philharmonie und Berliner Flughafen sogar friedenserhaltende Maßnahmen.</p>
<p>Ist der Mensch tatsächlich das intelligenteste Lebewesen auf unserem Planeten?</p>
<p>Ist unser wirtschaftspolitisches System alternativlos, wenn die Erhaltung und Mehrung des Kapitals das alleinige Ziel unserer politischen Ordnung ist?</p>
<p>1934 veröffentlichte der amerikanische Journalist und Pulitzer- Preisträger Hubert Renfro Knickerbocker sein Buch &#8220;WILL WAR COME IN EUROPE?&#8221; &#8211; &#8220;Kommt Krieg in Europa?&#8221;. Das Buch endet mit den Worten &#8220;Rüstungen aber haben der Welt noch niemals Sicherheit vor dem Krieg gewährt.&#8221;. Wie recht er hat.</p>
<p>Krieg und Frieden waren und sind keine Frage von Gut und Böse. Es geht nicht um NATO oder Putin bzw. Putin oder NATO.</p>
<p>Krieg und Frieden ist im Wesentlichen eine Frage des Geldsystems und sie geht uns alle an.</p>
<p>Die Lösungen für ein menschengerechtes Finanzsystem sind längst bekannt, z.B. Geldsysteme mit <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/" title="Fließendes Geld" target="_blank">Fließendem Geld</a>.</p>
<div id="attachment_3054" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/04/Frieden.jpg" rel="lightbox[3051]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/04/Frieden-300x300.jpg" alt="Friedenstaube" width="300" height="300" class="size-medium wp-image-3054" /></a><p class="wp-caption-text">dove of peace © just83in &#8211; Fotolia.com</p></div>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/04/Geld-Wachstum-Krieg-16.4.14.pdf" title="Geld, Wachstum und Krieg" target="_blank">Text als PDF-Dokument</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/geld-wachstum-und-krieg/">Geld, Wachstum und Krieg</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Die Kluft zwischen arm und reich</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Mar 2014 11:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Laut einer aktuellen DIW-Analyse von Markus M. Grabka und Christian Westermeier auf der Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) sind die Vermögen in keinem Euro-Land so ungleich verteilt wie in Deutschland. Nicht nur zwischen arm und reich, auch zwischen Ost und &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-kluft-zwischen-arm-und-reich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-kluft-zwischen-arm-und-reich/">Die Kluft zwischen arm und reich</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Laut einer aktuellen DIW-Analyse von Markus M. Grabka und Christian Westermeier auf der Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) sind die Vermögen in keinem Euro-Land so ungleich verteilt wie in Deutschland. Nicht nur zwischen arm und reich, auch zwischen Ost und West klafft die Schere weit auseinander.</p>
<p>Die Studie vermittelt den Eindruck, dass es in den letzten Jahren keinen signifikanten Veränderungen gab, weder bei den individuellen Nettovermögen in Deutschland, noch beim Gini-Koeffizient, der die Vermögensverteilung in einem Land misst. Grabka und Westermeier betrachten in ausgewählten Perzentilen die Nettovermögen von Bundesbürgern ab dem 17. Lebensjahr. Ein Perzentil, also ein 1%-Segment, gibt das geschätzte Nettovermögen von rund 700.000 Bundesbürgern wieder.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/03/DIW9-2014-Vermoegensverteilung-600x928.jpg" rel="lightbox[2933]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2937" alt="DIW Wochenbericht 9-2014 Vermögensverteilung" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/03/DIW9-2014-Vermoegensverteilung-600x928-300x193.jpg" width="300" height="193" /></a></p>
<p>&#8220;Bei der Interpretation dieser Ergebnisse muss beachtet werden, dass eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobe (Anm.: Erfassung von Vermögen durch Befragung) wie das SOEP den Bereich sehr hoher Vermögen tendenziell untererfasst und damit das Ausmaß an Vermögensungleichheit unterschätzt. Es kann vermutet werden, dass es in den vergangenen zehn Jahren zu einem Anstieg der Vermögensungleichheit gekommen ist, da nach der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung die Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen im Vergleich zu den Arbeitnehmerentgelten überdurchschnittlich gestiegen sind.&#8221;</p>
<p>Ein Vergleich mit der <a title="PHF-Studie Deutsche Bundesbank" href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Presse/Publikationen/2013_03_21_phf_praesentation.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank">PHF-Studie der Bundesbank</a> zeigt, dass die Pro-Kopf-Nettovermögen in der aktuellen DIW-Analyse unterschätzt werden.</p>
<p>Eine zentrale Funktion von Vermögen ist die Stabilisierung des Konsums bei Einkommensausfällen, z.B. durch Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Rentenalter. Das Vermögen ausschließlich durch körperliche und geistige Arbeit entstehen, ist ein weit verbreiteter Mythos.</p>
<p>Wie sieht es in der Realität aus? Die Vermögen wachsen zu größten Teil nicht durch Fleiß und Sparsamkeit, sondern leistungslos durch Zins und Zinseszins. Die Bundesbank spricht in mehreren Monatsberichten über die &#8220;Selbstalimentation der Geldvermögensbildung&#8221;. 1993 schätzte die Bundesbank diese zinsbedingte Zunahme der Geldvermögen auf 80% der Neuersparnisse.</p>
<p>Vermögen alimentieren sich also selbst, und zwar zu Lasten Dritter!</p>
<p>Diese Entwicklung wird auch bei einer genaueren Betrachtung des Volkseinkommens deutlich. In Deutschland konnte das Volkseinkommen, vereinfacht betrachtet die Summe aus Arbeits- und Kapitaleinkommen, in den letzten 20 Jahren um mehr als 65% gesteigert werden. Die Arbeitseinkommen blieben weit hinter dem Anstieg des Volkseinkommens zurück und erreichten nur rund die Hälfte des Anstieges des Volkseinkommens. Der Anstieg der Kapitaleinkommen fiel dem entsprechend deutlich höher aus. Damit reduziert sich zwangsläufig die Möglichkeit für Bezieher von Arbeitseinkommen, die vermehrt geschaffenen Produkte zu erwerben, selbst wenn der Bedarf vorhanden wäre. Die Kapitaleinkommen werden zum größten Teil nicht für den Konsum verwendet.</p>
<p>Wie groß ist die Kluft zwischen arm und reich tatsächlich?</p>
<p>Erst ein Vergleich mit dem Vermögen des Aldi-Gründers Karl Albrecht verdeutlicht, wie groß der Abstand zwischen arm und reich wirklich ist. Selbst das 99-Prozent-Perzentil der DIW-Studie verschwindet im &#8220;Nichts&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/03/DIW9-2014-Vermoegensverteilung-Vergleich-mit-Karl-Albrecht-600x928.jpg" rel="lightbox[2933]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2940" alt="DIW 9-2014 Vermögensverteilung Vergleich mit dem Vermögen von Karl Albrecht" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/03/DIW9-2014-Vermoegensverteilung-Vergleich-mit-Karl-Albrecht-600x928-300x193.jpg" width="300" height="193" /></a></p>
<p>Es ist unvorstellbar, dass Vermögen dieser Größenordnung ausschließlich durch körperliche und geistige Arbeit in einem Arbeitsleben entstehen können. Das aktuelle Gesamtvermögen von Karl Albrecht wurde vom US-Wirtschaftsmagazin Forbes im März 2014 auf ca. 18,2 Mrd. Euro geschätzt.</p>
<p>Den meisten Systemgewinnern sind die mit Zins und Zinseszins einhergehenden Probleme nicht bewusst. Die leistungslose Umverteilung durch Zins und Zinseszins wird auch von einem Großteil der Bevölkerung nicht hinterfragt. Selbst nicht von denen, die auf der Verliererseite stehen. Auch die beiden Aldi-Gründer haben von Menschen gemachte Gesetze nur vorgefunden und nicht erlassen. Nur sind die Gesetze der Wirtschaftswissenschaften keine Naturgesetze und mitnichten alternativlos.</p>
<p>Eine Wirtschaftssystem, dass in erster Linie dem Kapital dient, kann nur zeitlich begrenzt dem Gemeinwohl dienen. Die Dramatik exponentieller Geldsysteme wird in ihren Spätzeiten deutlich, wenn sie Menschen und Natur irreparable Schäden zufügen. Nur in einer Marktwirtschaft ohne Kapitalismus können diese Schäden vermieden werden. Fließendes Geld ist eine Antwort auf die Fragen unserer Zeit.</p>
<p>Quellen:<br />
<a title="DIW Wochenbericht 9-2014 Vermögensverteilung" href="http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.438708.de/14-9.pdf" target="_blank">DIW Wochenbericht 9-2014 Vermögensverteilung</a><br />
<a title="Wikipedia Karl Albrecht" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Albrecht" target="_blank">Wikipedia Karl Albrecht</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-kluft-zwischen-arm-und-reich/">Die Kluft zwischen arm und reich</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Sep 2013 07:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe des Magazins Neon 09/2013 stellt sich Angela Merkel den Fragen von Patrick Bauer und Sascha Chaimowicz. Titel des Artikels: &#8220;Frau Merkel, wissen sie, was ein Browser ist? &#8211; Wie gut kennt Angela Merkel das Leben junger &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/interview-mit-bundeskanzlerin-angela-merkel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/interview-mit-bundeskanzlerin-angela-merkel/">Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In der aktuellen Ausgabe des Magazins Neon 09/2013 stellt sich Angela Merkel den Fragen von Patrick Bauer und Sascha Chaimowicz.</p>
<p>Titel des Artikels: &#8220;Frau Merkel, wissen sie, was ein Browser ist? &#8211; Wie gut kennt Angela Merkel das Leben junger Menschen?&#8221;</p>
<p>Patrick Bauer und Sascha Chaimowicz stellten im Interview auch Fragen zu den Themen Vermögen und Einkommen.</p>
<p><em>Neon: Was spricht gegen eine Vermögenssteuer?<br />
<strong>Angela Merkel: Dass man Menschen, die schon Steuern gezahlt haben, dadurch noch mal besteuert, weil sie erfolgreich waren.</strong></em></p>
<p>Auf den ersten Blick ist diese Antwort für viele Menschen schlüssig. Angela Merkel begründet ihre Position mit den Worten &#8220;weil sie erfolgreich waren&#8221;. Nicht weil sie fleißig oder besonders sparsam waren. Dabei kann Vermögen durchaus durch Fleiß und Sparsamkeit entstehen.<br />
Doch wie sieht die Realität aus? Die Vermögen wachsen zu größten Teil nicht durch Fleiß und Sparsamkeit, sondern leistungslos durch Zins und Zinseszins. Die Bundesbank spricht in mehreren Monatsberichten über die &#8220;Selbstalimentation der Geldvermögensbildung&#8221;. Im Monatsbericht vom Oktober 1993 schätzt die Bundesbank diese zinsbedingte Zunahme der Geldvermögen auf 80% der Neuersparnis.</p>
<p>Durch die Diskussion in den Medien fühlen sich viele Menschen von dieser Steuer bedroht. Von 1950 bis 2010 sind in Deutschland die Geldvermögen von Privathaushalten, Unternehmen und Staat von rund 60 Mrd. DM auf rund 8.000 Mrd. Euro angewachsen. Doch wem gehören diese Vermögen und wie sind sie verteilt? Rund 60% des Geldvermögens befindet sich in privater Hand, rund 30% gehören den Unternehmen und rund 10% gehören dem Staat. Die privaten Haushalte besitzen also den größten Teil des Kuchens.<br />
Wer ist eigentlich wir? Eine Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.) gibt Aufschluss über die Geldvermögensverteilung im Jahr 2007:</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/08/Verteilung-der-Nettogesamtvermögen-aller-Bundesbürger-über-17-Jahre-20071.jpg" rel="lightbox[1499]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1516" alt="Verteilung der Nettogesamtvermögen aller Bundesbürger über 17 Jahre DIW 2007" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/08/Verteilung-der-Nettogesamtvermögen-aller-Bundesbürger-über-17-Jahre-20071-300x211.jpg" width="300" height="211" /></a></p>
<p>Die unteren 50% besitzen im Mittel nichts. Die oberen 10% besitzen 61,1% der privaten Geldvermögen. Die reichsten Bundesbürger über 17 Jahre verfügen über ein durchschnittliches Nettovermögen von 602.690 Euro. Das niedrigste Vermögen am linken Rand der &#8220;Reichensäule&#8221; betrug laut Studie 222.000 Euro. Das höchste Vermögen am rechten Rand der &#8220;Reichensäule&#8221; gehört einem der beiden Aldi-Gründer und betrug 2007 rund 20 Mrd. Euro.</p>
<p>Insbesondere die Vermögen der reichsten Bundesbürger stehen dem Wirtschaftskreislauf nicht mehr zur Verfügung. Dabei wachsen sie leistungslos durch Zinsen und damit nur durch die Wertschöpfung und Arbeit anderer. Diese Vermögen sind die wahre Ursache für stetiges Wirtschaftswachstum, Über-/Massenproduktion, geplante Obsoleszenz, Spekulation, sinkende Löhne, fortschreitenden Sozialabbau und die Zerstörung unserer Umwelt. Steigende Massenproduktion bei sinkendem Masseneinkommen &#8211; das kann nicht funktionieren. Der Geldstrom fließt geräuschlos und mit exponentieller Beschleunigung über den Zinsanteil in Preisen, Mieten, Gebühren und Steuern vom Bedarf weg hin zum Überfluss.</p>
<p>Dr. Alexander Dibelius, ehemaliger Assistenzarzt für Herzchirurgie, heute Chef von Goldman Sachs Deutschland und Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel kennt die Problematik: <em>&#8220;Dass lineare oder in diesem Fall exponentielle Entwicklungen auf Dauer nicht durchzuhalten sind, lehrt schon die Biologie: Eine Bakterienkultur kann für eine gewisse Zeit exponentiell wachsen, aber irgendwann reicht der Nährstoff nicht mehr und sie bricht plötzlich zusammen. Man tut sich jedoch schwer zu erkennen, wann solch eine Entwicklung endet, wenn man selbst mitten drin steckt.&#8221;</em></p>
<p><em>Neon: Warum darf es keine Obergrenze für Managergehälter geben?<br />
<strong>Angela Merkel: Diejenigen, die ein Unternehmen besitzen oder in ihm Verantwortung tragen, also der Aufsichtsrat und die Aktionäre, sollen entscheiden, wie hoch die Entlohnung der Manager sein soll. Fest steht aber, dass manche Gehälter für niemanden mehr nachvollziehbar sind.</strong></em></p>
<p>Das Gehalt von VW-Konzernchef Martin Winterkorn belief sich im Jahre 2011 auf 17,2 Mio. Euro. Winterkorn sicherte sich mit diesem Einkommen den ersten Platz in einer Studie der Unternehmensberatung Hostettler, Kramarsch &amp; Partner (hkp). Ohne Abgaben, Steuern und Ausgaben müsste Martin Winterkorn über 1000 Jahre arbeiten, um das Vermögen von Karl Albrecht anhäufen zu können. Ein Elektriker müsste, um das Jahreseinkommen von VW-Konzernchef Martin Winterkorn einmal zu verdienen, rund 900 Jahr arbeiten, eine Friseurin rund 1800 Jahre.</p>
<p>Fazit:<br />
Eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über Mindestlohn und Spitzengehalt ist sicher richtig. Der Albrecht-Winterkorn-Vergleich zeigt, dass nur durch den Abbau der Vermögensberge die Schuldensümpfe trockengelegt werden können. Wenn die Spitzenverdiener bei der Überentwicklung ihrer Vermögen nicht politisch unterstützt worden wären, hätten solche riesigen Privatvermögen nicht in so kurzer Zeit entstehen können. Eine Vermögenssteuer ist richtig und wichtig, besonders für die Vermögen der Milliardäre. In einer Vermögenssteuer steckt wesentlich mehr Potential für Steuerung und Steuereinnahmen als in einer Besteuerung der Einkommen.<br />
In einem Geldsystem mit &#8220;Fließendem Geld&#8221; kann man wirkungsvoll dem Problem der Vermögensüberentwicklung entgegenwirken und damit die Wirtschaft befreit aufatmen lassen, da auf gehortetes Geld (und auch nur auf gehortetes Geld!) eine Umlaufgebühr erhoben werden würde.</p>
<p>Quellen:
<ul>
<li>Neon Ausgabe 09/2013 <a href="http://blog.neon.de/2013/08/ich-bin-ein-einfach-zu-beobachtendes-kind/" title="Interview mit Angela Merkel" target="_blank">Interview mit Angela Merkel</a></li>
<li>Bundesbank <a title="Bundesbank Monatsbericht Oktober 1993" href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichte/1993/1993_10_monatsbericht.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank">Monatsbericht Oktober 1993</a></li>
<li>Manager Magazin <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/a-820905.html" title="17 Millionen Gehalt: VW-Chef avanciert zum ewigen Krösus" target="_blank">&#8220;17 Millionen Gehalt: VW-Chef avanciert zum ewigen Krösus&#8221;</a></li>
<li>Süddeutsche 17. Mai 2010 <a title="Interview mit Dr. Alexander Dibelius" href="http://www.sueddeutsche.de/geld/goldman-sachs-chef-dibelius-wir-stecken-nicht-in-einer-weltweiten-depression-1.279754" target="_blank">&#8220;Goldman Sachs-Chef Dibelius: Wir stecken nicht in einer weltweiten Depression&#8221;</a></li>
<li>DIW Berlin <a href="http://www.diw.de/documents/publikationen/73/93785/09-4-1.pdf" title="Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 4-2009" target="_blank">Wochenbericht Nr. 4/2009</a></li>
<li>Prof. Günther Moewes &#8220;Arbeitswende &#8211; Die Überwindung des Beschäftigungsstaates&#8221; ISBN 978-3-88515-256-9</li>
<li>Prof. Günther Moewes &#8220;Geld oder Leben &#8211; Umdenken und unsere Zukunft nachhaltig sichern&#8221; ISBN 3-8543-363-X</li>
<ul>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/interview-mit-bundeskanzlerin-angela-merkel/">Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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