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	<title>Fließendes Geld Diskussionskreis Torgau &#187; Michael</title>
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		<title>Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2014 19:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In dieser überarbeiteten Variante meiner vormaligen Darstellung habe ich insbesondere gegenläufige Theorien eingebaut (und entkräftet) sowie umfassende Quellenangaben gemacht. &#160; „Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser überarbeiteten Variante meiner vormaligen Darstellung habe ich insbesondere gegenläufige Theorien eingebaut (und entkräftet) sowie umfassende Quellenangaben gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. Natürlich kann ein Taler nicht wandern, aber der Rubel kann doch zumindest rollen. Was ist die Botschaft hinter diesen Metaphern?</p>
<p>Geld muss in erster Linie zirkulieren, genau das ist sein eigentlicher Zweck. Alle anderen Funktionen müssen dieser primären untergeordnet werden. ((attacmarburg.de, Jens Böhling, <a href="http://www.attacmarburg.de/privatisierung/privatisierungswahn/_387.html">Geld Wachstum und Umverteilung des Reichtums</a>, 18.03.2014)) Warum das so ist?</p>
<p>Geld ist das universellste Tauschmittel einer Wirtschaft und damit dessen Schmiermittel. Sozusagen der „Möglichmacher“ von moderner Ökonomie und modern heißt in diesem Falle alles Wirtschaften, was über die Größe einer Dorfgemeinschaft hinausgeht.<br />
Ohne Geld keine komplexe Arbeitsteilung.</p>
<p>Soll heißen: Alles was über eine solidarische Gemeinschaftsversorgung hinausgeht benötigt ein allgemein anerkanntes Tauschmittel: Geld. Darüber hinaus stand gemäß aktueller anthropologischer Forschung ((vgl. David Graeber: <em>Schulden: Die ersten 5000 Jahre</em>, Klett-Cotta, 2012)) nicht die Tauschwirtschaft wie sie in jedem Wirtschaftslehrbuch vorgestellt wird, vor der differenzierten Arbeitsteilung. Diese ist vielmehr ein Idealtypus, der real nie vorkam.</p>
<p>Zurück zum roten Faden:<br />
Geld ist <strong>einer der wichtigsten Mechanismen</strong> der bisherigen Menschheitsgeschichte und hat unheimlich komplexe Auswirkungen. Dennoch nehmen wir es bisher weitestgehend in Kauf mit einem zutiefst instabilen und schlichtweg nicht funktionalen Geldsystem zu arbeiten.</p>
<p>Wie komme ich zu dieser Aussage?<br />
Beginnen wir mit einer Definition der Bundesbank:</p>
<p>„Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraumes, das von der Zentralbank ausgegeben wird.“ ((vgl. bundesbank.de, <a href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile">Geld und Geldpolitik</a>, S.22, 18.03.2014))</p>
<p>Nun ist alles klar.<br />
<em>Natürlich nicht!</em><br />
Aber eigentlich ist es nicht so schwer.<br />
Betrachten wir diesen Satz im Einzelnen.</p>
<p>Geld ist ein „gesetzliches Zahlungsmittel“ unterliegt also bestimmten Gesetzen und wird zur Bezahlung verwendet. Es besitzt einen besonderen Status, da ein Staat für dessen klar definierte und geregelte Eigenschaften garantiert. Innerhalb eines Währungsraumes meint dann, dass dieses Geld offiziell nur in einem begrenzten Umfeld, dem jeweiligen Währungsgebiet, eingesetzt werden kann. Dies ist unter anderem der Fall, da nur hier der „gesetzliche Annahmezwang“ zur Akzeptanz von Geld als Zahlungsmittel verpflichtet. Der letzte Teil des Satzes ist zur genauen Abgrenzung entscheidend: Einzig und allein die Zentralbank, auch Notenbank genannt, kann dieses Geld in Umlauf bringen.<br />
Dieser Punkt führt oftmals zu erheblicher Uneinigkeit. ((derstandard.at, Lukas Sustala, <a href="http://derstandard.at/1358304001125/Die-Schoepfung-und-Erschoepfung-des-Geldes">Die Schöpfung und Erschöpfung des Geldes</a>, 18.01.2013)) ((faz.net, Christian Siedenbiedel, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/geldschoepfung-wie-kommt-geld-in-die-welt-11637825.html">Geldschöpfung: Wie kommt Geld in die Welt</a>, 5.02.2012)) ((vollgeld-initiative.ch, Bernd Senf, <a href="http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente/Bernd_Senf_-_Bankgeheimnis_Geldschoepfung_4.pdf">Bankgeheimnis Geldschöpfung</a>, April 2009))<br />
Ich werde im Folgenden noch auf die Begründung meiner Sichtweise eingehen.</p>
<p>Aus der obigen Definition lässt sich klar ableiten, was Geld überhaupt ist und was nicht.</p>
<p>Alles Bargeld sowie die Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank sind gesetzliches Zahlungsmittel. Punkt. Nicht mehr. ((vgl. bundesbank.de, <a href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile">Geld und Geldpolitik</a>, S.69f., 18.03.2014)) ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_009.pdf">Zentralbankgeld &#8211; Geldeinlagen &#8211; Geldvermögen</a>, 18.03.2014))<br />
(Genauer könnte man Geld übrigens noch als Zentralbankgeld bezeichnen und damit den gängigen Verwirrungen entgegensteuern. Den Begriff &#8220;Zentralbankgeld&#8221; verwendet auch die Bundesbank, nur eben nebenher gleich noch drei alternative Bezeichnungen!)</p>
<p>Jetzt mag sich der eine oder die andere denken: „Wozu diese komplizierte Abgrenzung?“<br />
Einzig und allein dieses Bargeld kann zur ursächlichen Entstehung der Geldguthaben auf den Konten führen. Diese Geldguthaben werden heutzutage zur unbaren Zahlungsabwicklung verwendet. Sie sind aber kein <strong>gesetzliches</strong> Zahlungsmittel.</p>
<p>Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, da es an dieser Stelle sehr oft zu Uneinigkeit zwischen den Kritikern des Geldsystems (wie oben angedeutet) kommt. Bargeld kann unendlich oft für verschiedene Zahlungsvorgänge verwendet werden. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_162.pdf">Der Geldkreislauf und seine Möglichkeiten</a>, 18.03.2014)) Geldguthaben genau nur einmal. Geldguthaben stellen lediglich einen Anspruch auf Geld und Geldschulden eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Geld dar. Wird der Anspruch eingelöst oder die Verpflichtung erfüllt, dann verschwindet das entsprechende Guthaben oder die Schuld bei der betreffenden Person. Die Geschäftsbank dient an dieser Stelle als Mittler. Das ist ihre Dienstleistung.</p>
<p>Schnell wird klar, dass die Geschäftsbank im ungefähr gleichen Maß wie sie Geld zur Aufbewahrung von Sparern entgegen nimmt, dieses über Kredite an Schuldner zurück in den Wirtschaftskreislauf bringen muss. Das ist ihr Geschäftsmodell.</p>
<p>Exkurs zur Kritik:<br />
Auch an dieser Stelle gibt es gegenläufige Theorien, etwa von der „kreditären Geldschöpfung“ (s. oben), welche sowohl empirisch ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_130.pdf">Bankeinlagen und Bankkredite</a>, 18.03.2014)) als auch theoretisch ((humane-wirtschaft.de, <a href="http://www.humane-wirtschaft.de/dauerbrenner-geldschoepfung-helmut-creutz/">Dauerbrenner Geldschöpfung</a>, 18.03.2014)) falsifiziert werden kann.</p>
<p>Der Schuldner muss dann immer entweder seine Ausgaben reduzieren oder seine Einnahmen  erhöhen, damit er den Kredit zurückzahlen kann.<br />
Wir hatten eingangs festgestellt, dass die primäre Aufgabe des Geldes die Zirkulation, das „wandern, von der einen Hand zur andern“ ist.</p>
<p>Geld muss also im Gleichgewicht zu den Waren und Dienstleistungen eines Wirtschaftssystems vorhanden sein. Wird es übermäßig stark hinzu gegeben, dann steigen die Preise und man spricht von Geldentwertung. Der Fachbegriff lautet Inflation.<br />
Wird dem Kreislauf hingegen Geld entzogen, sinken die Preise, da die Unternehmen ihre Produkte loswerden wollen, aber schlichtweg nicht alles gekauft werden kann. Der Wert des Geldes steigt. Man spricht von Deflation.</p>
<p>Dieses letztgenannte Szenario tritt jedoch immer dann auf, wenn jemand sein Geld unter das Kopfkissen bzw. ins Sparschwein steckt oder im Garten vergräbt. Diesen Vorgang nennt man Geldhortung. Historische Beispiele dafür sind unter anderem die riesigen Goldschätze in entsprechenden Truhen, die immer wieder in der Geschichte angelegt wurden („Verschatzung“).</p>
<p>Heutzutage werden zwei „Lockmittel“ angewandt, um das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzubringen. Zum einen ist das die eben erläuterte Inflation. Wenn das Geld tendenziell an Wert verliert, dann bin ich natürlich bemüht es schnell auszugeben. Doch es gibt auch einen anderen Weg: Ich bringe mein Geld zur Bank und erhalte dafür im derzeitigen Geldsystem Zinsen. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_016.pdf">Kredit- und Zinskreislauf</a>, 18.03.2014)) ((spiegel.de, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/sparen-in-der-krise-wie-anleger-trotz-inflation-rendite-machen-a-804731.html"> Sparen in der Krise: Wie Anleger trotz Inflation Rendite machen</a>, 28.12.2011))</p>
<p>Trotz all dieser Bemühungen stellt die Geldhortung auch heute noch ein gewaltiges Problem dar, sodass laut Bundesbankberichten nur noch circa 10% des Geldes in Deutschland ihrem eigentlichen Zweck nachkommen: dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. ((fu-berlin.de, <a href="http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/creutz/geldsyndrom/kap9.htm">Das Problem der Geldhortung</a>, 18.03.2014)) Der Rest verschwindet unter anderem zur Wertaufbewahrung im Ausland, also dort, wo die jeweilige Währung nicht gesetzliches Zahlungsmittel ist oder illegale Geschäfte (z.B. Drogenhandel) werden damit getätigt. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/artikel/creutz_geldhortung.pdf">Wer hortet denn heute noch Geld?</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Soweit zur Vorrede, bzw. Grundlegung des Themas. Das hat zwar bereits einiges an Anstrengung gekostet, ist aber absolut notwendig, um sich auf einem soliden Fundament dem Geldthema zu nähern.<br />
Du kennst jetzt die Ursachen warum es Geld gibt, wie es entsteht und warum es zirkulieren muss. Außerdem habe ich den Ist-Zustand der unzureichenden Geldzirkulation beschrieben.</p>
<p>Die Inflation wurde bereits ausreichend erklärt und ihr problematischer Charakter sollte deutlich geworden sein. Sie ist keine gute Lösung um das Geld in Umlauf zu halten, da sie es zugleich schleichend, aber stetig entwertet. Wenden wir uns nun dem Kern meiner Darstellung zu: dem Zins.<br />
Der Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes beschrieb den Zins unter anderem als „Belohnung für die Nichthortung von Geld“. ((vgl. John Maynard Keynes, <em>Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes</em>, Verlag Duncker &amp; Humblot, 2006)) Das entspricht meiner vorhin genannten Funktion des Zinses als „Lockmittel“. Warum ergeben sich aus dem Zins dramatische Konsequenzen?</p>
<p>Sobald man Geld bei einer Bank anlegt und darauf Zinsen erhält, müssen andere Menschen für dieses leistungslose Einkommen arbeiten. Dieser Umstand verschlimmert sich umso mehr, wenn wir unser Geldvermögen nicht mehr sukzessive (Schritt für Schritt) vom Konto abheben und ausgeben, sondern bei der Bank lassen und damit der Zinseszinseffekt einsetzt. Es kommt zu einem sich selbst beschleunigendem Wachstum, einer <strong>Selbstvermehrung</strong>.</p>
<p>Diese findet in der Natur einen passenden Vergleich: die Vermehrung von <strong>Krebs</strong>zellen.</p>
<p>Dieses sogenannte „exponentielle Wachstum der Geldvermögen“ führt automatisch dazu, dass auch die Verschuldung im gleichen Maß ansteigen muss, da jedem Anrecht auf Geld ein entsprechendes Versprechen zur Rückzahlung von Geld gegenüber stehen muss. Dieser Umstand ist der ureigentliche Grund warum es zwangsläufig zum Anstieg der Schulden, z.B. unseres Landes, kommen muss. Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag und sie nehmen immer stärker beschleunigt mit jedem weiteren Tag zu. Das System wächst wie Krebs, bis es sich schließlich selbst zerstört.</p>
<p>Wenden wir uns nun den konkreten Auswirkungen zu, die unser derzeitiges Geldsystem auf unser aller Leben hat:<br />
Stell dir bitte folgende Situation vor:<br />
Du möchtest eine Bäckerei eröffnen, um Brötchen zu backen.<br />
Was musst du dabei alles bedenken?<br />
Gehen wir davon aus, du besitzt bereits ein Gebäude. Ein Backofen muss hingegen erst noch angeschafft werden. Leider hast du dafür nicht ausreichend Geld zur Hand und musst bei der örtlichen Geschäftsbank einen Kredit aufnehmen.<br />
Weitere Kostenpunkte sind natürlich Materialkosten, z.B. für Mehl, Wasser und Energie, sowie Personalkosten.<br />
Wie zahlst du nun den Kredit zurück?<br />
Es gibt genau nur einen Weg.<br />
Du musst die Kosten in den Brötchenpreis einrechnen.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt exemplarisch, dass sich letztlich in allen Waren und Dienstleistungen ein bestimmter Zinsanteil befindet, da im Verlauf der Herstellung immer wieder Kredite aufgenommen werden mussten, um trotz fehlendem Eigenkapital eine Produktion zu ermöglichen.</p>
<p>Das Gleiche gilt für die Steuern, die der Staat erhebt, da auch er Schulden zurückzahlen muss.</p>
<p>Berechnet man den durchschnittlichen Zinsanteil aller Waren und Dienstleistungen, inklusive Steuern, so beträgt dieser je nach Berechnung 30-40%. ((fu-berlin.de, Ralf Becker, <a href="http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/becker/nebg.pdf">Nachhaltigkeit braucht Geldmarktreform</a>, S.3, 14.06.2003)) ((kennedy-bibliothek.info, Margrit Kennedy, <a href="http://kennedy-bibliothek.info/data/bibo/media/GeldbuchDeutsch2006.pdf">Nachhaltigkeit braucht Geldmarktreform</a>, S.30ff., 18.03.2014)) ((Helmut Creutz, <em>Das Geldsyndrom 2012: Wege zu einer krisenfreieren Wirtschaftsordnung</em>, Hochschulverlag, 2012, S.283))</p>
<p>Man könnte nun erwidern, dass dieser Zinsanteil doch eine faire Sache ist, da ihn jeder, gemessen an seinen Ausgaben, zahlen muss. Das ist natürlich richtig, nur haben wir bisher ja lediglich die Zinszahlerseite betrachtet. Irgendjemand muss diese Zinsen selbstverständlich auch erhalten.</p>
<p>In dieser Hinsicht ist die Vermögensverteilung in Deutschland sehr interessant. Gemeint ist also all jenes angelegte Geldvermögen bei Banken, auf das es Zinsen gibt. Natürlich ist das Beispiel der Bank stark vereinfacht, da mittlerweile die meisten Anlagen über Versicherungsfonds, Sachwerte, wie z.B. Aktien und Böden, oder über Spekulation an der Börse erfolgen.</p>
<p><a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/e/creutz_059.pdf"><img alt="Zinssalden nach Haushaltsgruppen" src="http://deinepolitik.de/wp-content/uploads/2014/03/creutz_059_ohneEinkommen.jpg" width="600" height="627" /></a></p>
<p>Aus dieser Vermögensverteilung ergibt sich ein bestimmtes Zinseinkommen, dem selbstverständlich die 30-40% Zinsausgaben gemessen am Konsum gegenüberstehen.<br />
Wenn man diese beiden Größen gegenüberstellt ergibt sich, dass circa die Hälfte der deutschen Haushalte auf Zinseinkommen verzichten müssen, da sie (nahezu) vermögensfrei oder sogar verschuldet sind.</p>
<p>Bei weiteren 30% reicht das Zinseinkommen nicht aus, um den Zinsanteil in den Ausgaben zu decken. Die 9. Haushaltsgruppe kann in etwa beide Größen ausgleichen.<br />
In der 10. und letzten Haushaltsgruppe geschieht etwas Unerwartetes. Hier übersteigen die Zinseinnahmen die Zinsausgaben um ein Vielfaches.<br />
Dabei sind die Superreichen („das oberste eine Prozent“; wenn man ins Detail geht, sogar nur die obersten 0,1%) ((vgl. Hans-Jürgen Krysmanski, <em>0,1 % Das Imperium der Milliardäre</em>, Westend, 2012)) noch nicht einmal erfasst, da sie ihren Reichtum lieber nicht den Behörden mitteilen wollen.</p>
<p>Was zeigt uns diese Statistik((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_59.pdf">Ausgaben, Zinslasten und Zinserträge</a>, 24.03.2014))?<br />
Wir haben einen Gewinner!<br />
Genau genommen nicht nur einen, sondern immerhin (noch) circa 10% der deutschen Haushalte.<br />
Wo es einen Gewinner gibt, da gibt es auch immer Verlierer.<br />
Das sind leider die restlichen circa 90% der Bevölkerung.<br />
Interessant ist ebenfalls die Aufteilung innerhalb der Gewinnergruppe. Auch dort gibt es nochmal gewaltige Unterscheide zwischen dem reichsten und dem (vermeintlich) „ärmsten“ Zehntel.<br />
Das reichste Hundertstel der Haushalte in Deutschland besitzt über ein Drittel des Gesamtvermögens. ((umfairteilen.de, <a href="http://umfairteilen.de/index.php?id=18&amp;type=98">Wer soll das zahlen? Ich von meinem Sparbuch?</a>, 18.03.2014)) ((diw.de, <a href="http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.378113.de">A Wealth Tax on the Rich to Bring down Public Debt?: Revenue and Distributional Effects of a Capital Levy </a>, 18.03.2014))</p>
<p>Was für Schlüsse lassen sich ziehen?<br />
Das „Lockmittel“ Zins hat einige &#8220;unschöne&#8221; Nebeneffekte:</p>
<ul>
<li>es verteilt den Wohlstand eines Landes von „vergeblich arbeitend“ nach „vermögend“,</li>
<li>es zwingt die Wirtschaft zu unendlichem Wachstum, um die immer größer werdenden Schuldenberge zurückzahlen zu können, wobei dies angesichts einer begrenzten (da endlichen) Welt nicht möglich, nicht wünschenswert und erst recht nicht auf exponentiellem Niveau dauerhaft zu realisieren ist,</li>
<li>es führt angesichts dieses Wachstumszwangs zu unglaublichen und unumkehrbaren Umweltzerstörungen,</li>
<li>und nicht zuletzt führt es uns durch seinen Umverteilungscharakter direkt auf soziale Krisen zu. Dies kann sich z.B. in Kriegen, gewaltsamen Aufständen, Hungersnöten oder Generationskonflikten äußern.</li>
</ul>
<p>Letztlich zerstört sich dieses System rein mathematisch bedingt selbst, da exponentielle und selbst noch lineare Funktionen ((wachstumsstudien.de, Kay Bourcarde und Torben Anschau, <a href="http://wachstumsstudien.de/Inhalt/Zeitschrift/Heft4/Unvereinbarkeit_Zinssystem_lineares_Wirtschaftswachstum.pdf">Zur Unvereinbarkeit<br />
des Zinssystems mit linearem Wirtschaftswachstum</a>, 18.03.2014)) ins Unendliche führen &#8211; auf einer endlichen Erde ein Ding der <strong>Unmöglichkeit</strong>.<br />
Am Ende stehen dann eine Währungsreform ((wikipedia.org, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise">Argentinien-Krise</a>, 18.03.2014)), ein Schuldenschnitt ((faz.net, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland-der-schuldenschnitt-11659846.html">Der Schuldenschnitt</a>, 18.03.2014)) oder eine Hyperinflation ((planet-wissen.de, <a href="http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/deutsche_politik/weimarer_republik/hyperinflation.jsp">Die Hyperinflation von 1923</a>, 18.03.2014)), wie schon etliche Male erlebt, an. Vorher sträubt sich jedoch der betroffene Währungsraum mit allen Mitteln: Man ruft mit trauriger aber entschlossener Miene zum humanitären Einsatz auf. ((sueddeutsche.de, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/luegen-im-irakkrieg-die-langen-nasen-von-powell-amp-co-1.264076">Lügen im Irakkrieg</a>, 18.03.2014)) ((zdf.de, <a href="http://www.zdf.de/Dokumentation/Es-begann-mit-einer-L%C3%BCge-27016478.html">Es begann mit einer Lüge</a>, 18.03.2014)) Die aktuelle Forschung beweist eindrücklich, dass es sich um Ressourcenkriege ((vgl. Daniele Ganser, <em>Europa im Erdölrausch</em>, Orell Füssli, 2012)) zur verzweifelten Erhaltung eines gescheiterten Geldsystems ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_088.pdf">Warum kommen wir unter die Räder?</a>, 18.03.2014))handelt.</p>
<p>Welcher Mensch mit gesunder geistiger Verfassung kann das schon wollen, egal zu welcher Zinseinkommenskategorie er gehört? Es gibt nur eine Erde und wenn diese unser (Über-)Leben nicht mehr ermöglicht, dann nutzt auch das größte Vermögen nichts mehr.</p>
<p>Deshalb sollten wir uns gemeinsam eine konstruktive Lösung überlegen, wie Geld ohne Zins und Inflation in der Wirtschaft fließt, statt gehortet zu werden.</p>
<p>Eine <strong>funktionierende Alternative</strong> ist fast schon trivial und zugleich Jahrhunderte alt.</p>
<p>Würde die Zentralbank eine geringe Nutzungsgebühr auf das Bargeld erheben, dann wären alle Menschen bemüht ihr Geld entweder auszugeben oder zur Bank zu schaffen. Das Geld würde innerhalb der Wirtschaft wieder ungehemmt fließen, weswegen man dieses Konzept „Fließendes Geld“ nennt. ((neuesgeld-torgau.de, Klaus Reddmann und Michael Grunow, <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/">Fließendes Geld</a>, 18.03.2014)) ((wissensmanufaktur.net, Wolfgang Berger, <a href="http://www.wissensmanufaktur.net/fliessendes-geld">Durch fließendes Geld raus aus der Zinsknechtschaft</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Was würde mit den Zinsen geschehen?<br />
Es würde sie zunächst einmal immer noch geben, nur würden sie drastisch absinken.<br />
Es ist gerechtfertigt, dass eine Geschäftsbank einen geringen Zinssatz von circa 3% vom Kreditnehmer verlangt. Erstens wird sie dadurch für ihre Dienstleistung entlohnt, kann ihre Mitarbeiter bezahlen sowie Rücklagen für den Ausfall von Krediten anlegen („Risikoprämie“) und zweitens besteht für den Kreditnehmer ein Anreiz, seinen Kredit zurückzuzahlen.</p>
<p>Ein leistungsloses Einkommen aus der Arbeit anderer hingegen ist nicht gerechtfertigt.</p>
<p>Deshalb würden die Zinsen auf Guthaben durch die sogenannte „Umlaufgebühr,“ die Gebühr auf das Bargeld, in den negativen Bereich absinken. Je längerfristiger man sein Geld jedoch bei der Bank anlegt umso geringer würde diese Gebühr ausfallen, bis sie schließlich bei langfristiger Anlage um 0% schwankt, je nach Marktlage. Dadurch wäre sparen, z.B. für die Rente oder eine größere Investition, wie bisher möglich, nur nicht mehr zu Lasten von anderen.</p>
<p>Diese Lösung ist so unheimlich clever und praktikabel, dass wir sie ganz einfach austesten sollten. Das kann am besten national, aber auch über Regionalgeldinitiativen funktionieren. ((chiemgauer.info, <a href="http://www.chiemgauer.info/">Chiemgauer</a>, 18.03.2014)) ((elbtaler.de, <a href="http://www.elbtaler.de/">Elbtaler</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Hoffentlich konnte ich die Grundlagen, Probleme und Zukunft unseres Geldsystems ansprechend, umfassend und korrekt erklären. ((tauschnetz.de, <a href="http://www.tauschnetz.ch/Bibliothek/geldohnezinsen.pdf">Geld ohne Zinsen und Inflation Zusammenfassung</a>, 18.03.2014)) ((neuesgeld.net, <a href="http://neuesgeld.net/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=119&amp;Itemid=356&amp;lang=de">Das Geld soll dem Menschen dienen &#8211; nicht der Mensch dem Geld!</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Zur vertiefenden Recherche:<br />
Das Geldsyndrom 2012: Wege zu einer krisenfreieren Wirtschaftsordnung<br />
Geld ohne Zinsen und Inflation<br />
Schulden: Die ersten 5000 Jahre<br />
Humane Wirtschaft (Zeitschrift)<br />
neuesgeld-torgau.de<br />
neuesgeld.net<br />
helmut-creutz.de</p>
<p>Viel Spaß und gutes Gelingen beim Weitererzählen sowie Umsetzen!</p>
<p>Aktivist ist, wer aktiv ist!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Verantwortung übernehmen</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Feb 2014 18:00:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Warum sollte man Verantwortung übernehmen? Der Mensch unterscheidet sich von anderen Tieren. Dieser Unterschied schrumpft mit forschreitender Erforschung in sich zusammen. Doch sicher gibt es einen Unterschied, wenngleich dieser nicht zur Dominanz des Menschen über andere Tiere berechtigt. Woher sollte &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/verantwortung-ubernehmen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/verantwortung-ubernehmen/">Verantwortung übernehmen</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Warum sollte man Verantwortung übernehmen?</p>
<p>Der Mensch unterscheidet sich von anderen Tieren. Dieser Unterschied schrumpft mit forschreitender Erforschung in sich zusammen. Doch sicher gibt es einen Unterschied, wenngleich dieser nicht zur Dominanz des Menschen über andere Tiere berechtigt. Woher sollte sich dieses Recht ableiten? Darum bitte ich jeden Leser. Über dieses vermeintliche Recht nachdenken.</p>
<p>Im Grunde ist dies alles, worum ich bitte. Nachdenken.</p>
<p>Denn in diesem reflexiven Denken könnte in der Tat der Unterschied zwischen Menschen und anderen Tieren liegen. Wir können über den Sinn unserer Existenz nachdenken. Sollten wir es denn auch tun?</p>
<p>Wer denkt, der muss sich wandeln. Permanent. Wer denkt, der muss Verantwortung übernehmen, denn er wird Erkenntnisse erlangen. Wer Erkenntnisse erlangt, der haftet für dieses Wissen. Im Mindesten moralisch. Wer Wissen um Umstände hat, der übernimmt Verantwortung für dieses Wissen. Man kann fragen: Warum muss man Verantwortung für dieses Wissen übernehmen? Es ist schwierig diese Frage endgültig zu beantworten, da sie an den ursprünglichsten philosophischen Fragestellungen kratzt. Ich will es pragmatisch versuchen: Wer an Fortschritt glaubt; wer an Modernisierung glaubt; wer an die Menschheit glaubt; wer an Gott glaubt; kurz: Wer an die Sinnhaftigkeit der menschlichen Existenz glaubt, wer also nicht verabsolutierter Relativist ist, für den leitet sich aus diesem immanenten Sinn eine Verantwortung für die Etablierung und Bewahrung des Sinns ab.</p>
<p>Aus diesem Grund muss man Verantwortung für viele Dinge übernehmen, wobei man es in der Regel bisher nur marginal tut.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/verantwortung-ubernehmen/">Verantwortung übernehmen</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Stammtischtreffen vom 30.1.2014</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/termine/stammtischtreffen-vom-30-1-2014/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Feb 2014 15:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerung]]></category>
		<category><![CDATA[Lust auf neues Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Nordsachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Im folgenden Beitrag möchte ich für alle interessierten Außenstehenden das letzte Treffen zusammenfassen und damit für aktive Teilnahme werben. Donnerstag Abend, ab 19.30 Uhr, traf sich unser Stammtisch der Freunde einer Stärkung der Region Nordsachsen in der Wintergrüne 2 in &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/termine/stammtischtreffen-vom-30-1-2014/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/termine/stammtischtreffen-vom-30-1-2014/">Stammtischtreffen vom 30.1.2014</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Im folgenden Beitrag möchte ich für alle interessierten Außenstehenden das letzte Treffen zusammenfassen und damit für aktive Teilnahme werben.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/05/F_Stammtisch_542.png" rel="lightbox[2796]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/05/F_Stammtisch_542-300x78.png" alt="Fließendes Geld Stammtisch Torgau" width="300" height="78" class="aligncenter size-medium wp-image-1180" /></a><br />
Donnerstag Abend, ab 19.30 Uhr, traf sich unser Stammtisch der Freunde einer Stärkung der Region Nordsachsen in der Wintergrüne 2 in Torgau.</p>
<p>Klaus informierte die Anwesenden über den akutellen Stand unserer Initiative:<br />
Der Name für unser entstehendes Konzept zur Regionalentwicklung, mit dem wir eindeutig auf die individuellen Qualitäten und Leistungen der Menschen in unserer Region verweisen wollen, wurde vorgestellt und erläutert.</p>
<p>In den letzten Wochen kam es zu einigen wichtigen Gesprächen:<br />
So wurde mit unseren Dresdner Freunden die Entwicklung der Verwaltungssoftware, welche den elektronischen Teil unseres Regionalkonzeptes ermöglichen soll, weiter besprochen und geplant.<br />
Weiterhin gab es Gespräche mit Unternehmern und Vereinen, in dem ein Umsetzungsvorschlag der Idee vorgestellt wurde. Dabei ergab sich, dass wir unser Regionalkonzept gerne auf mehrere eigenständige Regionen aufbreiten würden, um so die Finanzierung besser stämmen zu können.<br />
Ebenso gab es ein Treffen mit dem Landratsamt, bei dem die Möglichkeit einer EU-Förderung besprochen wurde. Vor Ort lobte man die Idee, da sie einen optimalen Vorschlag für die &#8220;Daseinsfürsorge&#8221; (die zukünftige Gestaltung sowie Absicherung des Lebens der Menschen) und &#8220;Vernetzung&#8221; der Region darstelle. Es bleibt Ungewissheit bezüglich einer Förderung durch die EU bestehen, da diese noch keinen Förderungsplan für die kommenden Jahre aufgestellt hat.<br />
Aus diesem Grund verfolgt Klaus eine Förderungsausschreibung der Robert Bosch Stiftung, die regionale Projekte fördern möchte. Wir rechnen uns in diesem Punkt sehr hohe Chancen aus, da das Konzept äußerst ambitioniert ist und einen gewaltigen Fortschritt für unsere Region bedeuten kann.<br />
Das Hauptaugenmerk liegt demnach also im Moment hauptsächlich auf der Suche nach Förderungsmöglichkeiten, während wir uns parallel selbstverständlich bemühen, die Menschen, Vereine und Unternehmen der Region für die das Regionalkonzept zu begeistern.</p>
<p>Vor der abschließenden Diskussionsrunde wurden einige Termine genannt:<br />
Der Stammtisch wird ab März 2014 jeden ersten Donnerstag des Monats ab 19.30 Uhr in der Wintergrüne 2 stattfinden. Unser nächstes Stammtischtreffen ist demnach am 6. März.<br />
Beim Elbeday am 26. April wollen wir mit einem Informationsstand teilnehmen. Man kann uns zu diesem Ereignis also gerne mit Fragen, Vorschlägen und Kritik überhäufen.<br />
Der Tag der Sachsen findet dieses Jahr vom 5. bis zum 7. September in Großenhain statt. Selbstverständlich lassen wir uns dieses Ereignis nicht entgehen und werden frisch und fröhlich vor Ort sein.</p>
<p>Wir freuen uns auf eure Anwesenheit beim nächsten Stammtischtreffen!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/termine/stammtischtreffen-vom-30-1-2014/">Stammtischtreffen vom 30.1.2014</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Geldmachtelite: Das Imperium der Milliardäre</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jan 2014 17:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
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		<category><![CDATA[Machtkonzentration]]></category>
		<category><![CDATA[Superreichtum]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Start unseres Blogs thematisieren wir die verschiedenen Facetten unseres Geldsystems, einhergehend mit dem Angebot einer solide fundierten Alternative. Doch zumindest im Hintergrund schwingt in fast jedem Beitrag auch immer ein äußerst heikles Thema mit: die Frage nach der Macht. &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geldmachtelite-das-imperium-der-milliardare/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geldmachtelite-das-imperium-der-milliardare/">Geldmachtelite: Das Imperium der Milliardäre</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Start unseres Blogs thematisieren wir die verschiedenen Facetten unseres Geldsystems, einhergehend mit dem Angebot einer solide fundierten Alternative.<br />
Doch zumindest im Hintergrund schwingt in fast jedem Beitrag auch immer ein äußerst heikles Thema mit: die Frage nach der Macht.<br />
Hierbei will ich Macht gemäß dem Soziologen Max Weber kurz definieren: So sei Macht &#8220;die Chance, den eigenen Willen (gegen Widerstand) durchzusetzen&#8221;.</p>
<p>Im Zuge der letzten Finanz- und dadurch Realwirtschaftskrise 2008 ist es innerhalb einiger Medien, die überhaupt zum Thema berichten, populär gewurden, Banken als zentrale Verursacher zu bestimmen.</p>
<p>Mit dem folgenden Interview mit dem Autoren und Soziologen Hans Jürgen Krysmanski möchte ich einen Anreiz liefern, diese Position zu hinterfragen.<br />
Krysmanski postuliert in seinem letzten Buch &#8220;0,1% Das Imperium der Milliardäre&#8221;, dass Banken und andere Finanzdienstleister lediglich die zweithöchte Stufe der globalen Machtkonzentration darstellen.</p>
<p>Das, was selbst über ihnen steht, nennt Krysmanski die Geldmachtelite (oder in Anlehnung an Eisenhower: den Geldmachtkomplex): Diejenigen Kapitalbesitzer, welche ein investierbares (fluides) Vermögen von wenigstens 500 Millionen US-Dollar aufweisen und damit fast zwingend Milliardäre sind.</p>
<p>Im Interview mit KenFM werden zentrale Gedanken des Buches angerissen. Darüber hinaus sei für jeden, der sich für Elitenforschung oder auch eine Vertiefung des Wissens um die Notwendigkeit der Einführung von Fließendem Geld (um eben jene Machtkonzentrationen zu brechen) interessiert, das Werk von Krysmanski empfohlen.</p>
<p>Viel Spaß und gutes Lernen bei diesem zweiteiligen Interview!</p>
<p><iframe src="//www.youtube-nocookie.com/embed/-7BQZHrHcEY?rel=0" height="360" width="640" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Teil 2:</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="//www.youtube.com/embed/GXN07ujNeME?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geldmachtelite-das-imperium-der-milliardare/">Geldmachtelite: Das Imperium der Milliardäre</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Essay: Was heißt Eigenverantwortlichkeit?</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/essay-was-heist-eigenverantwortlichkeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Nov 2013 21:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein zentraler Begriff: Eigenverantwortlichkeit. Was heißt Eigenverantwortlichkeit? Warum sollte dieses Wort wieder verstärkt Eingang in unsere Gehirne finden? Eigenverantwortlichkeit ist der erste Baustein, wenn es darum geht eine intakte Gesellschaft mit glücklichen, sozialen und vorallem moralischen Menschen aufzubauen. Der Treibstoff &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/essay-was-heist-eigenverantwortlichkeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/essay-was-heist-eigenverantwortlichkeit/">Essay: Was heißt Eigenverantwortlichkeit?</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein zentraler Begriff: Eigenverantwortlichkeit.</p>
<p>Was heißt Eigenverantwortlichkeit?</p>
<p>Warum sollte dieses Wort wieder verstärkt Eingang in unsere Gehirne finden?</p>
<p>Eigenverantwortlichkeit ist <span style="text-decoration: underline;">der</span> erste Baustein, wenn es darum geht eine intakte Gesellschaft mit glücklichen, sozialen und vorallem moralischen Menschen aufzubauen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Der</span> Treibstoff für Herrschaft ist Abhängigkeit. Herrschaft ist der große Feind einer freien Gesellschaft und freier Menschen.</p>
<p>Abhängigkeit entsteht auf vielfältigen Wegen, doch eine Hauptstraße, wenn man so will, liegt wiederum direkt in unseren Köpfen. Wir nisten uns ein in pseudo-bequemen Strukturen, werden bewegungsunfähig und unkritisch.</p>
<p>Eigenverantwortlichkeit heißt, sich überall einzumischen. Überall dort, wo das eigene Leben berührt oder Recht verletzt wird. Das betrifft so ziemlich jeden Bereich, außer vielleicht die Unterhose unseres Nachbars. Demnach gibt es natürliche Grenzen, doch die größte besteht darin, Eigenverantwortlichkeit zu praktizieren.</p>
<p>Es ist Pflicht, &#8220;unabhängig von eines anderen nötigender Willkür&#8221; (Kant), Entscheidungen zu treffen, Urteile aufgrund eigener Überlegungen und Recherchen zu fällen sowie permanente Reflexionen anzustellen. Diese Lebenseinstellung ist mit Sicherheit nicht die bequemste, doch sie ist objektiv richtig, da sie einem universell gültigen (d.h. vernünftigen) Gedankengang folgt.</p>
<p>Was heißt Eigenverantwortlichkeit konkret?</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Alles</span>, was das eigene Leben betrifft, hinterfragen, kritisch beleuchten und vorallem eigenhändig und eigenständig entscheiden.</p>
<p>Damit ist gelebte Eigenverantwortlichkeit realst-mögliche Politik. Sie sichert aktiv das Zusammenleben, die gesellschaftliche Ordnung.</p>
<p>Das beginnt bei allem was Konsum ist. Dabei ist wirklich alles betroffen, egal wie selbstverständlich oder wie selten es konsumiert wird. Absolute Eigenverantwortlichkeit kennt keine Ausnahmen. Mit sich selbst kann man keine Kompromisse machen, man lebt seinen Willen – konsequent.</p>
<p>Jedes Produkt wird unter bestimmten Arbeitsverhältnissen aus bestimmten Bestandteilen in einem bestimmten Land oder in verschiedenen Arbeitsschritten in verschiedenen Ländern hergestellt. Dies alles gilt es konsequenterweise nachzuvollziehen. Das macht enorme Arbeit. Jedes Produkt muss jedoch nur einmal flächendeckend untersucht werden. Nachfolgend sind nur noch Veränderungen zu recherchieren.</p>
<p>Das ist wahrhaft ein Berg an Arbeit. Doch es lohnt sich zu 100 Prozent. Für den einzelnen Menschen und mit ihm für den Planeten Erde und alles was sich um, auf und in ihm befindet.</p>
<p>Eigenverantwortlichkeit gilt auch für die Interaktion mit anderen Menschen, natürlich auch für den Umgang mit sich selbst. Deswegen sind eine humane Kommunikation, Solidarität, körperliche Fitness sowie eine respektvolle, leidfreie und gesunde Ernährung essenziell.</p>
<p>Ein angemessener Einstieg in die Rückgewinnung der Autonomie des eigenen Willens kann es sein, wieder beim lokalen (Bio-)Bauern zu kaufen, statt den Discountern die Basis für strukturelle Ausbeutung, also Gewalt, bereitzustellen.<br />
Nahrungssouveränität ist <span style="text-decoration: underline;">die</span> Grundkomponente eines autonomen Lebens.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/essay-was-heist-eigenverantwortlichkeit/">Essay: Was heißt Eigenverantwortlichkeit?</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<item>
		<title>Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Oct 2013 17:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zinseszins]]></category>

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		<description><![CDATA[„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. Natürlich kann ein Taler nicht wandern, aber der Rubel kann doch zumindest rollen. Was ist die Message hinter diesen Metaphern?</p>
<p>Geld muss in erster Linie zirkulieren, genau das ist sein eigentlicher Zweck. Alle anderen Funktionen müssen dieser primären untergeordnet werden. Warum das so ist?</p>
<p>Geld ist das universelle Tauschmittel einer Wirtschaft und damit dessen Schmiermittel. Sozusagen der Möglichmacher von moderner Ökonomie und modern heißt in diesem Falle alles Wirtschaften, was über die Größe einer Dorfgemeinschaft hinausgeht.</p>
<p>Ohne Geld keine komplexe Arbeitsteilung.<br />
Soll heißen: Tauschwirtschaft funktioniert nur innerhalb eines kleinen Gebietes und sollte dort dann aber auch definitiv in unsere heutige globalisierte Wirtschaft reintegriert werden, weil es die Solidarität stärkt und ressourcenschonend funktioniert.</p>
<p><a name="_GoBack"></a>Doch darüber hinaus brauchen wir diese menschliche Erfindung namens Geld.<br />
Geld ist eine <span style="text-decoration: underline;">der wichtigsten Erfindungen</span> der bisherigen Menschheitsgeschichte und hat unheimlich komplexe Auswirkungen. Dennoch nehmen wir es bisher weitestgehend in Kauf mit einem zutiefst instabilen und schlichtweg nicht funktionalen Geldsystem zu arbeiten.</p>
<p>Eine Sache sollte euch jetzt auf der Zunge brennen: „Wenn dieser Typ aus dem Internet es schon wagt unser schönes Geld in Frage zu stellen, dann sollte er doch an erster Stelle erklären können, was Geld überhaupt ist!“</p>
<p>Alles klar, überredet, ihr habt ja Recht. Wenn ich mich gepflegt über einen allgemein akzeptierten Umstand aufregen will, dann sollte ich zunächst einmal klären, wovon ich überhaupt spreche. Danach kann man ja immer noch angewidert beanstanden, verteufeln oder einfach nur kritisieren.</p>
<p>„Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraumes, das von der Zentralbank ausgegeben wird.“</p>
<p>Wow, jetzt ist alles klar, oder?<br />
Natürlich nicht!<br />
Aber eigentlich ist es nicht so schwer.<br />
Nehmen wir diesen Satz doch ganz einfach Stück für Stück auseinander.</p>
<p>Geld ist ein „gesetzliches Zahlungsmittel“, unterliegt also bestimmten Gesetzen und wird zur Bezahlung verwendet. „Innerhalb eines Währungsraumes“ meint dann, dass dieses Geld nur in einem begrenzten Umfeld, dem jeweiligen Währungsgebiet eingesetzt werden kann. Der letzte Teil ist zur genauen Abgrenzung entscheidend. Einzig und allein die Zentralbank, auch Notenbank genannt, kann dieses Geld in Umlauf bringen.</p>
<p>Aus dieser Definition lässt sich klar ableiten, was Geld überhaupt ist und was nicht.<br />
Alles Bargeld sowie die Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank sind gesetzliches Zahlungsmittel. Punkt. Nicht mehr. Genauer könnte man Geld übrigens noch als Zentralbankgeld bezeichnen.</p>
<p>Jetzt mag sich der eine oder die andere denken: „Wozu diese komplizierte Abgrenzung?“<br />
Einzig und allein dieses Bargeld kann zur Entstehung der Geldguthaben auf den Konten führen. Diese Geldguthaben werden heutzutage zur unbaren Zahlungsabwicklung verwendet. Sie sind aber kein <span style="text-decoration: underline;">gesetzliches</span> Zahlungsmittel.</p>
<p>Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, da es an dieser Stelle sehr oft zu Verwirrungen kommt. Nur Bargeld kann verwendet werden, um Guthaben aufzubauen oder Schulden abzubauen. Demnach stellen Guthaben einen Anspruch auf Geld und Schulden eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Geld dar. Die Geschäftsbank dient an dieser Stelle als Mittler. Das ist ihre Dienstleistung.</p>
<p>Schnell wird klar, dass die Geschäftsbank im gleichen Maß wie sie Geld zur Aufbewahrung von Sparern entgegen nimmt, dieses über Kredite an Schuldner zurück in den Wirtschaftskreislauf bringen muss. Das ist ihr Geschäftsmodell.</p>
<p>Der Schuldner muss dann immer entweder seine Ausgaben reduzieren oder seine Einnahmen durch Arbeit erhöhen, damit er den Kredit zurückzahlen kann.</p>
<p>Wir hatten eingangs festgestellt, dass die primäre Aufgabe des Geldes die Zirkulation, das „wandern, von der einen Hand zur andern“, ist.</p>
<p>Geld muss also im Gleichgewicht zu den Waren und Dienstleistungen eines Wirtschaftssystems vorhanden sein. Wird es übermäßig stark hinzugegeben, dann steigen die Preise und man spricht von Geldentwertung. Der Fachbegriff lautet Inflation.<br />
Wird dem Kreislauf hingegen Geld entzogen, sinken die Preise, da die Unternehmen ihre Produkte loswerden wollen, aber schlichtweg nicht alles gekauft werden kann. Der Wert des Geldes steigt. Man spricht von Deflation.</p>
<p>Dieses letztgenannte Szenario tritt jedoch immer dann auf, wenn jemand sein Geld unter das Kopfkissen bzw. ins Sparschwein steckt oder im Garten vergräbt. Diesen Vorgang nennt man Geldhortung. Historische Beispiele dafür sind unter anderem die riesigen Goldschätze in entsprechenden Truhen, die immer wieder angelegt wurden.</p>
<p>Heutzutage werden zwei „Lockmittel“ angewandt, um das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzubringen. Zum einen ist das die eben erklärte Inflation. Wenn das Geld tendenziell an Wert verliert, dann bin ich natürlich bemüht es schnell auszugeben. Doch es gibt auch einen anderen Weg: Ich bringe mein Geld zur Bank und erhalte dafür im derzeitigen Geldsystem Zinsen.</p>
<p>Trotz all dieser Bemühungen stellt die Geldhortung auch heute noch ein gewaltiges Problem dar, sodass laut Bundesbankberichten nur noch circa 10% des Geldes in Deutschland ihrem eigentlichen Zweck nachkommen: dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. Der Rest verschwindet unter anderem zur Wertaufbewahrung im Ausland, also dort, wo die jeweilige Währung nicht akzeptiertes Zahlungsmittel ist oder illegale Geschäfte werden damit getätigt.</p>
<p>Soweit zur Vorrede. Das hat zwar bereits einiges an Anstrengung gekostet, ist aber absolut notwendig, um sich auf einem soliden Fundament dem Geldthema zu nähern.<br />
Du kennst jetzt die Ursachen warum es Geld gibt, wie es entsteht und warum es zirkulieren muss. Außerdem habe ich den Ist-Zustand der unzureichenden Geldzirkulation beschrieben.<br />
Die Inflation wurde bereits ausreichend erklärt und ihr problematischer Charakter sollte deutlich geworden sein. Sie ist keine gute Lösung um das Geld in Umlauf zu halten, da sie es zugleich schleichend, aber stetig entwertet. Wenden wir uns nun dem Kern meiner Überlegungen zu: dem Zins.</p>
<p>Der Wirtschaftswissenschafter John Maynard Keynes beschrieb den Zins unter anderem als „Belohnung für die Nichthortung von Geld“. Das entspricht meiner vorhin genannten Funktion des Zinses als „Lockmittel“. Warum ergeben sich aus dem Zins dramatische Konsequenzen?</p>
<p>Sobald man Geld bei einer Bank anlegt und darauf Zinsen erhält, müssen andere Menschen für dieses leistungslose Einkommen arbeiten. Dieser Umstand verschlimmert sich umso sehr, wenn wir unser Geldvermögen nicht mehr ausgeben, sondern bei der Bank lassen und damit der Zinseszinseffekt einsetzt. Es kommt zu einem sich selbst beschleunigendem Wachstum, einer Selbstvermehrung.<br />
Diese findet in der Natur einen passenden Vergleich: die Vermehrung von Krebszellen.</p>
<p>Dieses sogenannte „exponentielle Wachstum“ der Geldvermögen führt automatisch dazu, dass auch die Verschuldung im gleichen Maße ansteigen muss, da jedem Anrecht auf Geld ein entsprechendes Versprechen zur Rückzahlung von Geld gegenüber stehen muss. Dieser Umstand ist der ureigentliche Grund warum es zwangsläufig zum Anstieg der Schulden, z.B. unseres Landes, kommen muss. Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag und sie nehmen immer stärker beschleunigt mit jedem weiteren Tag zu. Das System wächst wie Krebs, bis es sich schließlich selbst zerstört.</p>
<p>Wenden wir uns nun den konkreten Auswirkungen zu, die unser derzeitiges Geldsystem auf unser aller Leben hat.</p>
<p>Stell dir bitte folgende Situation vor:<br />
Du möchtest eine Bäckerei aufmachen, um Brötchen zu backen.<br />
Was musst du dabei alles bedenken?<br />
Gehen wir davon aus, du besitzt bereits ein Gebäude. Ein Backofen muss hingegen erst noch angeschafft werden. Leider hast du dafür nicht ausreichend Geld zur Hand und musst bei der örtlichen Bank einen Kredit aufnehmen.<br />
Weitere Kostenpunkte sind natürlich Materialkosten, z.B. für Mehl, Wasser und Energie, sowie Personalkosten.<br />
Wie zahlst du nun den Kredit zurück?<br />
Es gibt nur einen Weg.<br />
Du musst die Kosten mit in den Brötchenpreis einrechnen.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt exemplarisch, dass sich letztlich in allen Waren und Dienstleistungen ein bestimmter Zinsanteil befindet, da im Verlauf der Herstellung immer wieder Kredite aufgenommen werden mussten, um trotz fehlendem Eigenkapital eine Produktion zu ermöglichen.<br />
Das Gleiche gilt für die Steuern, die der Staat erhebt, da auch er Schulden zurückzahlen muss.</p>
<p>Berechnet man den durchschnittlichen Zinsanteil aller Waren und Dienstleistungen, inklusive Steuern, so beträgt dieser 30-40%.</p>
<p>Du könntest nun erwidern, dass dieser Zinsanteil doch eine faire Sache ist, da ihn jeder, gemessen an seinen Ausgaben, zahlen muss. Das ist natürlich richtig, nur haben wir bisher ja lediglich die Zinszahlerseite betrachtet. Irgendjemand muss diese Zinsen natürlich auch erhalten.</p>
<p>In dieser Hinsicht ist die Vermögensverteilung in Deutschland sehr interessant. Gemeint ist also all jenes angelegte Geldvermögen bei Banken, auf das es Zinsen gibt. Natürlich ist das Beispiel der Bank stark vereinfacht, da mittlerweile die meisten Anlagen über Versicherungsfonds, Sachwerte, wie z.B. Aktien und Böden, oder über Spekulation an der Börse erfolgen.</p>
<p>Aus dieser Vermögensverteilung ergibt sich ein bestimmtes Zinseinkommen, dem selbstverständlich die 30-40% Zinsausgaben gemessen am Konsum gegenüberstehen.<br />
Wenn man diese beiden Größen gegenüberstellt ergibt sich, dass schon einmal circa die Hälfte der deutschen Haushalte auf Zinseinkommen verzichten müssen, da sie vermögensfrei oder sogar verschuldet sind.</p>
<p>Bei weiteren 30% reicht das Zinseinkommen nicht aus, um den Zinsanteil in den Ausgaben zu decken. Die 9. Haushaltsgruppe kann in etwa beide Größen ausgleichen.<br />
In der 10. und letzten Haushaltsgruppe geschieht fast schon ein Wunder. Hier übersteigen die Zinseinnahmen die –ausgaben um ein Vielfaches und dabei sind die Superreichen noch nicht einmal erfasst, da sie ihren Reichtum lieber nicht den Behörden mitteilen wollen.<br />
Nähere Informationen entnimmst du bitte der beigefügten Quelle.</p>
<p>Was zeigt uns diese Statistik?<br />
Wir haben einen Gewinner!<br />
Genau genommen nicht nur einen, sondern immerhin circa 10% der deutschen Haushalte.<br />
Wo es einen Gewinner gibt, da gibt es auch immer Verlierer.<br />
Das sind leider die restlichen circa 90% der Bevölkerung.<br />
Interessant ist auch die Aufteilung innerhalb der Gewinnergruppe. Auch dort gibt es nochmal gewaltige Unterscheide zwischen dem reichsten und dem vermeintlich ärmsten Zehntel.</p>
<p>Was für Schlüsse lassen sich ziehen?<br />
Das Lockmittel Zins hat einige unschöne Nebeneffekte:<br />
es verteilt den Wohlstand eines Landes von vergeblich arbeitend nach vermögend,<br />
es zwingt die Wirtschaft zu unendlichem Wachstum, um die immer größer werdenden Schuldenberge zurückzahlen zu können, wobei dies angesichts einer begrenzten Welt nicht möglich, nicht wünschenswert und erst recht nicht auf exponentiellem Niveau dauerhaft zu halten ist,<br />
es führt angesichts dieses Wachstumszwangs zu unglaublichen und unumkehrbaren Umweltzerstörungen,<br />
und nicht zuletzt führt es uns durch den Umverteilungscharakter direkt auf soziale Krisen zu. Das kann sich z.B. in Kriegen, gewaltsamen Aufständen, Hungersnöten oder Generationskonflikten äußern.</p>
<p>Letztlich zerstört sich das System aber auch mathematisch selbst, da exponentielle Funktionen ins Unendliche führen.<br />
Am Ende gibt es dann immer eine Währungsreform, einen Schuldenschnitt oder eine Hyperinflation, wie schon etliche Male erlebt.</p>
<p>Wer kann das schon wollen, egal zu welcher Zinseinkommenskategorie er gehört? Es gibt nur eine Erde und wenn diese unser Leben nicht mehr ermöglicht, dann nutzt auch das größte Vermögen rein gar nichts mehr.</p>
<p>Deshalb sollten wir uns gemeinsam eine konstruktive Lösung überlegen, wie Geld ohne Zins und Inflation in der Wirtschaft fließt, statt gehortet zu werden.</p>
<p>Eine funktionierende Alternative ist fast schon lächerlich einfach und zugleich jahrhundertealt.<br />
Würde die Zentralbank eine geringe Gebühr auf das Bargeld erheben, dann wären alle Menschen bemüht ihr Geld entweder auszugeben oder zur Bank zu schaffen. Das Geld würde innerhalb der Wirtschaft wieder ungehemmt fließen, weswegen dieses Konzept „Fließendes Geld“ heißt.</p>
<p>Was würde mit den Zinsen geschehen?<br />
Es würde sie natürlich zunächst einmal immer noch geben, nur würden sie drastisch absinken.<br />
So ist es selbstverständlich gerechtfertigt, dass eine Geschäftsbank einen geringen Zinssatz von circa 3% vom Kreditnehmer verlangt. Erstens wird sie dadurch für ihre Dienstleistung entlohnt und zweitens besteht für den Kreditnehmer ein Anreiz, seinen Kredit zurückzuzahlen.</p>
<p>Ein leistungsloses Einkommen aus der Arbeit anderer hingegen ist nicht gerechtfertigt.<br />
Deshalb würden die Zinsen auf Guthaben durch die sogenannte Umlaufgebühr, die Gebühr auf das Bargeld, in den negativen Bereich absinken. Je längerfristiger man sein Geld jedoch bei der Bank anlegt umso geringer würde diese Gebühr ausfallen, bis sie schließlich bei langfristen Anlage um 0% schwankt, je nach Marktlage. Dadurch wäre sparen, z.B. für die Rente oder ein Haus, wie bisher möglich, nur nicht mehr zu Lasten von anderen.</p>
<p>Diese Lösung ist so unheimlich clever und praktikabel, dass wir sie ganz einfach austesten sollten. Das kann am besten national, aber auch über Regionalgeldinitiativen funktionieren.</p>
<p>Hoffentlich konnte ich dir die Grundlagen, Probleme und Zukunft unseres Geldsystems gut erklären.</p>
<p>Falls dich das Thema näher interessiert, dann empfehle ich dir das Buch „Geldsyndrom“ von Helmut Creutz oder seine Website.</p>
<p>Viel Spaß beim Weitererzählen und Umsetzen!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Mein fiktives Bundestagsmandat</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Sep 2013 17:36:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich Abgeordneter des Deutschen Bundestages für Nordsachsen wäre und mir damit die hier ansässige Mehrheit der Wähler ihr Vertrauen ausgesprochen hätte, würde ich mich um die folgenden Reformen bemühen: Als erstes möchte ich mehr direkte Demokratie, also Volksentscheide auf &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/mein-fiktives-bundestagsmandat/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/mein-fiktives-bundestagsmandat/">Mein fiktives Bundestagsmandat</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a name="_GoBack"></a>Wenn ich Abgeordneter des Deutschen Bundestages für Nordsachsen wäre und mir damit die hier ansässige Mehrheit der Wähler ihr Vertrauen ausgesprochen hätte, würde ich mich um die folgenden Reformen bemühen:<br />
Als erstes möchte ich mehr direkte Demokratie, also Volksentscheide auf Bundesebene sowie eine bestmögliche und zugleich sinnvolle Verlagerung der Politik zurück in die Kommune, zu den Menschen, die mit den Ergebnissen leben müssen. Damit könnte man vielleicht den Teufelskreis aus Lobbyismus und Politikverdrossenheit durchbrechen.<br />
Mindestens genauso wichtig sind für mich sozial-ökonomische Reformen. An erster Stelle steht da die Einführung von Fließendem Geld, also eine Geldreform, die eine humane Wirtschaft möglich macht, da Vermögen und Schulden nicht mehr automatisch wachsen und eine schuftende Mehrheit nicht mehr für eine vermögende Minderheit arbeiten muss, mit der Konsequenz, dass beide Gruppen auseinanderdriften und obendrein die Umwelt zerstört wird.<br />
Genauso sehe ich die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens als längst überfällig an. Ein existenzsicherndes Einkommen sollte nicht mehr an Arbeit gebunden sein. Außerdem könnte man damit das Problem der erzwungenen Arbeitslosigkeit beseitigen und Bürokratie massiv abbauen.<br />
In aller Kürze wären weiterhin ein soziales Bodenrecht und eine freiere Presse erstrebenswert. Deutschland muss sich aus dem Waffenhandel zurückziehen und sämtliche Kriege beenden.<br />
Das alles und vieles mehr würde ich im Besonderen zugeschnitten auf unsere Region versuchen zur Anwendung zu bringen. Gerne kann sich die/ der nächste Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises für ausführliche Beratung und weitere Vorschläge an mich wenden.</p>
<p>Das Beste zum Schluss: Ich verlange kein Honorar!</p>
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		<title>Wahlen sind maximal 1%</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Sep 2013 22:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wahlen können maximal 1% des politischen Engagements eines Menschen ausmachen. Viele unserer alltäglichen Entscheidungen sind politische. Konsum ist Politik. Fakt ist also, dass wir jeden Tag die Wahl haben, jeden Tag Politik machen müssen. Politik ist dabei lediglich die Gestaltung &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/wahlen-sind-maximal-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/wahlen-sind-maximal-1/">Wahlen sind maximal 1%</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wahlen können maximal 1% des politischen Engagements eines Menschen ausmachen.</p>
<p>Viele unserer alltäglichen Entscheidungen sind politische. Konsum ist Politik.</p>
<p>Fakt ist also, dass wir jeden Tag die Wahl haben, jeden Tag Politik machen müssen. Politik ist dabei lediglich die Gestaltung unserer Umwelt und Mitwelt.</p>
<p>Es wird oft behauptet, dass wir mit zunehmender Politikverdrossenheit konfrontiert sind. Die Erklärung dafür ist sehr einfach:<br />
Viele Menschen verwechseln Politik mit Politikern.</p>
<p>Lassen wir uns nicht für dumm verkaufen, wenn man uns sagt, dass ein &#8220;echter Demokrat&#8221; zur Bundestagswahl gehen muss und die Bundestagswahl Politik sei. Das ist sie vielleicht zu 1%. Der Rest ist Machterhalt, also Konservierung des Status Quo.</p>
<p>Ein &#8220;echter Demokrat&#8221; trifft demokratische Entscheidungen.<br />
Ein &#8220;echter Demokrat&#8221; lebt Demokratie, die <em>richtig übersetzt</em> nichts anderes als &#8220;<strong>Regierung</strong> durch das Volk&#8221; heißt.<br />
Ein &#8220;echter Demokrat&#8221; erkennt an, dass er Teil <em>des</em> Volkes ist und damit jeden Tag regieren <em>muss</em>. Regieren heißt <em>eigene</em> Entscheidungen treffen.</p>
<p>Ein &#8220;echter Demokrat&#8221; hat also jeden Tag die Wahl.</p>
<p>Natürlich kann ein &#8220;echter Demokrat&#8221; auch am 22. September zur Bundestagswahl gehen und eine Partei bzw. einen Direktkandidaten wählen, nur darf er dabei <em>auf keinen Fall</em> seine Stimme für die nächsten vier Jahre verlieren. Er <em>muss</em> seine Stimme jeden Tag, mit jeder Konsumentscheidung erheben, wenn er ein &#8220;echter Demokrat&#8221; bleiben will.</p>
<p><strong>Wahlen können maximal 1% des politischen Engagements eines Menschen ausmachen.</strong></p>
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		<title>Geld-Irrtümer (2)</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Aug 2013 19:23:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
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		<description><![CDATA[2. Heute hortet doch niemand mehr Geld! Geldhortung gehört mit zu den größten Problemen, denen wir geldtechnisch heutzutage gegenüberstehen! Zins und Inflation, die beiden Geldrückführungsinstrumente im derzeitigen Geldsystem, sind überhaupt nur notwendig, da man sich bisher noch nicht für eine &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-2/">Geld-Irrtümer (2)</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>2. Heute hortet doch niemand mehr Geld!</p>
<p>Geldhortung gehört mit zu den größten Problemen, denen wir geldtechnisch heutzutage gegenüberstehen!<br />
Zins und Inflation, die beiden Geldrückführungsinstrumente im derzeitigen Geldsystem, sind überhaupt nur notwendig, da man sich bisher noch nicht für eine ausgeklügeltere Umlaufsicherung entscheiden konnte: den Umlaufimpuls.<br />
Gleichzeitig führen sie zu massiven Verwerfungen und letztlich zum mathematisch vorprogrammiertem Zusammenbruch unseres Geldsystems &#8211; und das alle paar Jahrzehnte!</p>
<p>Dennoch steht fest, dass eine Umlaufsicherung, wie auch immer sie geartet ist (funktional oder destruktiv), absolut notwendig ist, gerade weil es sonst mehr oder weniger stark zur Geldhortung kommt.</p>
<p>Bei Edelmetallwährungen, so unter anderem im Mittelalter, kam es bekanntermaßen recht häufig zur Verschatzung, wenn die Leute ihren Reichtum in Sicherheit wissen wollten, im derzeitigen Geldsystem horten Menschen ihr Geld, wenn das Vertrauen in die Banken schwindet.</p>
<p>In einem Geldsystem mit Fließendem Geld hingegen, könnte man wirkungsvoll das Problem der Geldhortung beseitigen und damit die Wirtschaft befreit aufatmen lassen, da auf gehortetes Geld (und nur auf gehortetes Geld!) eine Umlaufgebühr erhoben werden würde.</p>
<p>Dass Geldhortung eine reale Gefahr ist, belegen die Berichte der Bundesbank: So sind heutzutage nur noch circa 10% des gesamten Bargeldes &#8220;nachfragewirksam&#8221;, d.h. als Tauschmittel im Wirtschaftskreislauf unterwegs.</p>
<p>Da tendenziell immer mehr Geld gehortet wird, z.B. als Sicherheit, für illegale Geschäfte (z.B. Drogen- und Waffenhandel) oder als Bargeldreserven für Spekulation (was nicht minder illegal sein sollte!), ist es von Seiten der Zentralbank offenkundig notwendig, immer mehr Bargeld in Umlauf zu bringen. Dabei entsteht ein enormes Inflationspotenzial.</p>
<p>Man sollte sich demzufolge Gedanken machen, wie man eines <em>der</em> Kernprobleme unserer heutigen Wirtschaft nachhaltig in den Griff bekommt.</p>
<p>Auch für diese Problemstellung bietet das Fließende Geld eine wunderbare Lösung an!<br />
Gehortetes Geld wird durch die Umlaufsicherung in den Wirtschafskreislauf zurückgelockt oder durch die selbige langsam abgebaut und damit der Allgemeinheit wieder zugänglich gemacht.</p>
<p>Das Geld &#8220;fließt&#8221; wieder und erfüllt somit seinen eigentlichen Zweck.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-2/">Geld-Irrtümer (2)</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Geld-Irrtümer (1)</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-1/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Jul 2013 19:39:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Humane Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Schulden]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dieser Artikelreihe möchte ich dem Leser begleitend zu meinem eigenen Lesen die Kerngedanken von Helmut Creutz aus seinem Buch &#8220;29 Irrtümer rund ums Geld&#8221; näher bringen. 1. Alles, was als Geld bezeichnet wird, ist auch solches! Eines der großen &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-1/">Geld-Irrtümer (1)</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dieser Artikelreihe möchte ich dem Leser begleitend zu meinem eigenen Lesen die Kerngedanken von Helmut Creutz aus seinem Buch &#8220;29 Irrtümer rund ums Geld&#8221; näher bringen.</p>
<p>1. Alles, was als Geld bezeichnet wird, ist auch solches!</p>
<p>Eines der großen Probleme rund um die Verbreitung der Idee des Fließenden Geldes ist der Umstand, dass allerlei Begriffe, die mit dem Geld zu tun haben, wahllos durcheinander geworfen werden. Kein Wunder also, dass sehr schnell nur noch Verwirrung und rauchende Köpfe die Diskussion dominieren.</p>
<p>Deshalb ist es an erster Stelle, noch vor jeder Beschäftigung mit dem Geld, von entscheidender Bedeutung nur inhaltlich völlig geklärte Begrifflichkeiten zu verwenden und diese bei Missverständnissen kurz zu definieren. Dies ist übrigens der Grundbaustein für jede wissenschaftliche Arbeit. Wenn es schon an der Sprache hapert, scheitert in der Regel auch das Denken und erst recht die erfolgreiche Kommunikation.</p>
<p>Kommen wir nun zu unserem Ausgangspunkt: Selbstverständlich ist nicht alles, was als Geld bezeichnet wird, auch solches.<br />
An dieser Stelle lässt sich wunderbar mein Lieblingszitat aus dem Bereich der Geldschöpfung anführen, da es prägnant alles Wichtige zusammenfest.<br />
<strong>&#8220;Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraumes, das von der Zentralbank ausgegeben wird.&#8221;</strong></p>
<p>Daraus lassen sich <strong>als Geld</strong> lediglich zwei Mengen ableiten:<br />
1. das Bargeld<br />
und 2. die Guthaben, welche sich auf den Konten der Geschäftsbanken bei der Zentralbank befinden.<br />
Beide Kontingente bezeichnet man genauer auch als <strong>Zentralbankgeld</strong>.</p>
<p>Das Bargeld ist das universelle Tauschmittel innerhalb eines Wirtschaftssystems. Primär soll es für den Kauf einer Ware oder Dienstleistung eingesetzt werden. Außerdem kann man es verleihen (z.B. an Banken, was dann &#8220;anlegen&#8221; genannt wird) oder vererben und eben leider auch horten, was sich negativ auf die Gesamtwirtschaft auswirkt, da die gesamte Geldmenge im Verhältnis zu Waren und Dienstleistungen reduziert wird (Deflation).</p>
<p>Die Guthaben der Geschäftsbanken dienen als Mindestreserve, für den Interbankenhandel, also wenn Banken untereinander Zahlungen tätigen und als Liquidität, also Absicherung gegen die Zahlungsunfähigkeit.</p>
<p>Sämtliche andere sogenannte Geldmengen sind faktisch <strong>kein Geld</strong>.</p>
<p>Sichtguthaben, z.B. auf Girokonten, können allenfalls noch als &#8220;Zahlungsmittel&#8221; mit dem Bargeld zusammengefasst werden, da sie in Zeiten der elektronischen Bezahlung diesen Zweck erfüllen.</p>
<p>Alle Guthaben und Schulden bei Banken sind jedoch lediglich Verleihvorgänge <strong>mit Geld</strong>.</p>
<p>Die folgende Grafik mit der dazugehörigen Erklärung von Helmut Creutz sollte die Problematik abschließend transparent darstellen:</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/07/creutz_162.jpg" rel="lightbox[954]"><img class="aligncenter size-full wp-image-1400" alt="Helmut Creutz Grafik 162" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/07/creutz_162.jpg" width="640" height="541" /></a></p>
<p><em>Die Schemadarstellung kreisenden Geldes soll vor allem verdeutlichen, dass eine gleich bleibend große Geldmenge immer wieder erneut für die verschiedensten Zahlungsvorgänge genutzt werden kann. Dabei vermehren sich zwar ständig die Zahlungsvorgänge und deren addierbare Ergebnisse, jedoch nicht das bei diesen Vorgängen genutzte Geld. Dessen Vermehrung wird nur bei einer wachsenden Wirtschaft erforderlich um den Preisstand zu halten.<br />
Auch wenn man Geld auf ein Giroguthaben einzahlt und statt der Barzahlung eine Guthaben-Übertragung vornimmt, bedeutet das keine Geldvermehrung, sondern nur einen anderen Zahlungsweg, bei dem die Bargeldnutzung zurückgeht. Denn wie jeder weiß, kann man sein Monatseinkommen immer nur einmal ausgeben, gleichgültig ob bar oder unbar. Problematisch ist es jedoch, wenn man mehr Bargeld hält als normalerweise benötigt wird, denn in Höhe dieser Zurückhaltung muss dann an anderen Stellen in der Volkswirtschaft Geld fehlen. Dieses Problem ergibt sich jedoch nur beim Bargeld, denn bei Einzahlungen von Geld auf einem Bankkonto kann die angesammelte Kaufkraft über Kredite wieder in den Kreislauf zurückgeschleust werden. (Helmut Creutz &#8211; 2011)</em></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-1/">Geld-Irrtümer (1)</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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