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	<title>Fließendes Geld Diskussionskreis Torgau &#187; Regionalgeld</title>
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	<description>Lust auf neues Geld</description>
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		<title>Lust auf neues Geld in Biberach</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2015 08:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für den 15.01.2015 lud der Arbeitskreis &#8220;Netzwerk für Nachhaltigkeit&#8221; aus Biberach Steffen Henke für einen Vortrag in die hübsche Stadt ein. &#8220;Der Arbeitskreis, unter dem Dach des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), fragt sich, warum die Krisen in &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/">Lust auf neues Geld in Biberach</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Für den 15.01.2015 lud der Arbeitskreis &#8220;Netzwerk für Nachhaltigkeit&#8221; aus Biberach Steffen Henke für einen Vortrag in die hübsche Stadt ein. &#8220;Der Arbeitskreis, unter dem Dach des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), fragt sich, warum die Krisen in der Welt immer mehr zunehmen, obwohl die Wirtschaftsleistung verfünfzigfacht wurde. Deutschland steht vor Problemen wie Zunahme von Staatsverschuldungen, verarmenden Kommunen, 40000 Firmenpleiten 2013, kollabierenden Ökosystemen, beschleunigtem Klimawandel und Artenschwund.&#8221; (1)</p>
<p>Hierfür wurde der Hans-Liebherr-Saal in der Stadthalle von Biberach angemietet. </p>
<p>Mit wundervollem Schwung wurde die Veranstaltung vorbereitet und über viele Wege bekanntgemacht. Den Infoflyer für den Vortrag &#8220;Lust auf neues Geld&#8221; fanden wir bei unserem Bummel durch Biberach in mehreren Geschäften. Die Schwäbische Zeitung informierte ihre Leser mit mehreren Artikel über die Veranstaltung.</p>

<a href='http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/attachment/biberach_5/' title='Biberach_5'><img width="150" height="150" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/01/Biberach_5-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Biberach_5" /></a>
<a href='http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/attachment/biberach_6/' title='Biberach_6'><img width="150" height="150" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/01/Biberach_6-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Biberach_6" /></a>
<a href='http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/attachment/biberach_1/' title='Biberach_1'><img width="150" height="150" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/01/Biberach_1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Biberach_1" /></a>
<a href='http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/attachment/biberach_2/' title='Biberach_2'><img width="150" height="150" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/01/Biberach_2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Biberach_2" /></a>
<a href='http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/attachment/biberach_3/' title='Biberach_3'><img width="150" height="150" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/01/Biberach_3-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Biberach_3" /></a>
<a href='http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/attachment/biberach_3-2/' title='Biberach_3'><img width="150" height="150" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/01/Biberach_31-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Biberach_3" /></a>
<a href='http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/attachment/biberach_8/' title='Lust auf neues Geld in Biberach'><img width="150" height="150" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/01/Biberach_8-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Lust auf neues Geld in Biberach" /></a>
<a href='http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/attachment/biberach_4/' title='Biberach_4'><img width="150" height="150" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/01/Biberach_4-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Biberach_4" /></a>

<p>Nachdem alle 166 Stühle vergeben waren, versuchten die Organisatoren weiteren Gästen die Teilnahme zu ermöglichen, in dem zusätzliche Sitzgelegenheiten beschafft wurden. Ohne die Fluchtwege zu blockieren, nahmen weitere Interessierte auch auf den Stufen des Hans-Liebherr-Saales Platz. Sehr bedauerlich war, dass trotz dieser kreativen Maßnahmen nicht alle Menschen, die gekommen waren, dabei sein konnten. Mit deutlich über 200 Gästen war das Fassungsvermögen vom Hans-Liebherr-Saal erreicht.</p>
<p>Steffen Henke: &#8220;Ich war natürlich sehr erfreut über das rege Interesse an alternativen Wegen im Vergleich zum aktuellen Geldsystem. Es war ein besonderes Publikum, ausgesprochen aufmerksam verfolgte man meine Argumentation und obwohl es sich bei diesen Inhalten eher um ernste Themen handelt, durfte zwischendurch zum Luftholen herzlich gelacht werden. Auffällig war, dass auch viele Biobauern gekommen waren, also Produzenten, die auf nachhaltige Weise die Region mit wertvollen Lebensmitteln versorgen. In räumlicher Nähe existiert eine Regiogeldinitiative, der Donau-Taler. Dieser konnte damit wundervoll als praktisches Beispiel für die Funktionsweise von fließendem Geld dienen. Die „Humane Wirtschaft“ war ebenfalls vor Ort.<br />
Als Dankeschön wurde mir am Ende der Veranstaltung ein Korb, gefühlt mit lauter Leckereien, aus ökologischer Herstellung, Vieles aus der Region, überreicht. Beim Genießen dieser Köstlichkeiten werde ich mit Freude an diesen Abend denken. Ich möchte mich ebenfalls ganz herzlich bei der aktiven Gruppe für diese brillant gelungene Aktion bedanken.&#8221; (2)</p>
<p>Nach dem Vortrag hatten die Gäste ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen. Unter anderem wurde die Frage nach den Unterschieden zwischen Vollgeld und fließendem Geld gestellt. Steffen konnte mit seiner Antwort sehr gut verdeutlichen, dass es sich nicht um zwei konkurrierende Systeme handelt. Die Vollgeld Initiative beschäftigt sich mit der Frage, wie das Geld in den Umlauf kommt. Fließendes Geld beantwortet die Frage, wie das Geld im Umlauf bleibt &#8211; neutral, ohne leistungslose Umverteilung und Wachstumszwang durch Zins und Zinseszins.</p>
<p>Quellen:<br />
(1) www.schwaebische.de<br />
(2) www.facebook.com/neuesgeld.ne</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-in-biberach/">Lust auf neues Geld in Biberach</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2014 19:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In dieser überarbeiteten Variante meiner vormaligen Darstellung habe ich insbesondere gegenläufige Theorien eingebaut (und entkräftet) sowie umfassende Quellenangaben gemacht. &#160; „Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser überarbeiteten Variante meiner vormaligen Darstellung habe ich insbesondere gegenläufige Theorien eingebaut (und entkräftet) sowie umfassende Quellenangaben gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. Natürlich kann ein Taler nicht wandern, aber der Rubel kann doch zumindest rollen. Was ist die Botschaft hinter diesen Metaphern?</p>
<p>Geld muss in erster Linie zirkulieren, genau das ist sein eigentlicher Zweck. Alle anderen Funktionen müssen dieser primären untergeordnet werden. ((attacmarburg.de, Jens Böhling, <a href="http://www.attacmarburg.de/privatisierung/privatisierungswahn/_387.html">Geld Wachstum und Umverteilung des Reichtums</a>, 18.03.2014)) Warum das so ist?</p>
<p>Geld ist das universellste Tauschmittel einer Wirtschaft und damit dessen Schmiermittel. Sozusagen der „Möglichmacher“ von moderner Ökonomie und modern heißt in diesem Falle alles Wirtschaften, was über die Größe einer Dorfgemeinschaft hinausgeht.<br />
Ohne Geld keine komplexe Arbeitsteilung.</p>
<p>Soll heißen: Alles was über eine solidarische Gemeinschaftsversorgung hinausgeht benötigt ein allgemein anerkanntes Tauschmittel: Geld. Darüber hinaus stand gemäß aktueller anthropologischer Forschung ((vgl. David Graeber: <em>Schulden: Die ersten 5000 Jahre</em>, Klett-Cotta, 2012)) nicht die Tauschwirtschaft wie sie in jedem Wirtschaftslehrbuch vorgestellt wird, vor der differenzierten Arbeitsteilung. Diese ist vielmehr ein Idealtypus, der real nie vorkam.</p>
<p>Zurück zum roten Faden:<br />
Geld ist <strong>einer der wichtigsten Mechanismen</strong> der bisherigen Menschheitsgeschichte und hat unheimlich komplexe Auswirkungen. Dennoch nehmen wir es bisher weitestgehend in Kauf mit einem zutiefst instabilen und schlichtweg nicht funktionalen Geldsystem zu arbeiten.</p>
<p>Wie komme ich zu dieser Aussage?<br />
Beginnen wir mit einer Definition der Bundesbank:</p>
<p>„Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraumes, das von der Zentralbank ausgegeben wird.“ ((vgl. bundesbank.de, <a href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile">Geld und Geldpolitik</a>, S.22, 18.03.2014))</p>
<p>Nun ist alles klar.<br />
<em>Natürlich nicht!</em><br />
Aber eigentlich ist es nicht so schwer.<br />
Betrachten wir diesen Satz im Einzelnen.</p>
<p>Geld ist ein „gesetzliches Zahlungsmittel“ unterliegt also bestimmten Gesetzen und wird zur Bezahlung verwendet. Es besitzt einen besonderen Status, da ein Staat für dessen klar definierte und geregelte Eigenschaften garantiert. Innerhalb eines Währungsraumes meint dann, dass dieses Geld offiziell nur in einem begrenzten Umfeld, dem jeweiligen Währungsgebiet, eingesetzt werden kann. Dies ist unter anderem der Fall, da nur hier der „gesetzliche Annahmezwang“ zur Akzeptanz von Geld als Zahlungsmittel verpflichtet. Der letzte Teil des Satzes ist zur genauen Abgrenzung entscheidend: Einzig und allein die Zentralbank, auch Notenbank genannt, kann dieses Geld in Umlauf bringen.<br />
Dieser Punkt führt oftmals zu erheblicher Uneinigkeit. ((derstandard.at, Lukas Sustala, <a href="http://derstandard.at/1358304001125/Die-Schoepfung-und-Erschoepfung-des-Geldes">Die Schöpfung und Erschöpfung des Geldes</a>, 18.01.2013)) ((faz.net, Christian Siedenbiedel, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/geldschoepfung-wie-kommt-geld-in-die-welt-11637825.html">Geldschöpfung: Wie kommt Geld in die Welt</a>, 5.02.2012)) ((vollgeld-initiative.ch, Bernd Senf, <a href="http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente/Bernd_Senf_-_Bankgeheimnis_Geldschoepfung_4.pdf">Bankgeheimnis Geldschöpfung</a>, April 2009))<br />
Ich werde im Folgenden noch auf die Begründung meiner Sichtweise eingehen.</p>
<p>Aus der obigen Definition lässt sich klar ableiten, was Geld überhaupt ist und was nicht.</p>
<p>Alles Bargeld sowie die Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank sind gesetzliches Zahlungsmittel. Punkt. Nicht mehr. ((vgl. bundesbank.de, <a href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile">Geld und Geldpolitik</a>, S.69f., 18.03.2014)) ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_009.pdf">Zentralbankgeld &#8211; Geldeinlagen &#8211; Geldvermögen</a>, 18.03.2014))<br />
(Genauer könnte man Geld übrigens noch als Zentralbankgeld bezeichnen und damit den gängigen Verwirrungen entgegensteuern. Den Begriff &#8220;Zentralbankgeld&#8221; verwendet auch die Bundesbank, nur eben nebenher gleich noch drei alternative Bezeichnungen!)</p>
<p>Jetzt mag sich der eine oder die andere denken: „Wozu diese komplizierte Abgrenzung?“<br />
Einzig und allein dieses Bargeld kann zur ursächlichen Entstehung der Geldguthaben auf den Konten führen. Diese Geldguthaben werden heutzutage zur unbaren Zahlungsabwicklung verwendet. Sie sind aber kein <strong>gesetzliches</strong> Zahlungsmittel.</p>
<p>Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, da es an dieser Stelle sehr oft zu Uneinigkeit zwischen den Kritikern des Geldsystems (wie oben angedeutet) kommt. Bargeld kann unendlich oft für verschiedene Zahlungsvorgänge verwendet werden. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_162.pdf">Der Geldkreislauf und seine Möglichkeiten</a>, 18.03.2014)) Geldguthaben genau nur einmal. Geldguthaben stellen lediglich einen Anspruch auf Geld und Geldschulden eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Geld dar. Wird der Anspruch eingelöst oder die Verpflichtung erfüllt, dann verschwindet das entsprechende Guthaben oder die Schuld bei der betreffenden Person. Die Geschäftsbank dient an dieser Stelle als Mittler. Das ist ihre Dienstleistung.</p>
<p>Schnell wird klar, dass die Geschäftsbank im ungefähr gleichen Maß wie sie Geld zur Aufbewahrung von Sparern entgegen nimmt, dieses über Kredite an Schuldner zurück in den Wirtschaftskreislauf bringen muss. Das ist ihr Geschäftsmodell.</p>
<p>Exkurs zur Kritik:<br />
Auch an dieser Stelle gibt es gegenläufige Theorien, etwa von der „kreditären Geldschöpfung“ (s. oben), welche sowohl empirisch ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_130.pdf">Bankeinlagen und Bankkredite</a>, 18.03.2014)) als auch theoretisch ((humane-wirtschaft.de, <a href="http://www.humane-wirtschaft.de/dauerbrenner-geldschoepfung-helmut-creutz/">Dauerbrenner Geldschöpfung</a>, 18.03.2014)) falsifiziert werden kann.</p>
<p>Der Schuldner muss dann immer entweder seine Ausgaben reduzieren oder seine Einnahmen  erhöhen, damit er den Kredit zurückzahlen kann.<br />
Wir hatten eingangs festgestellt, dass die primäre Aufgabe des Geldes die Zirkulation, das „wandern, von der einen Hand zur andern“ ist.</p>
<p>Geld muss also im Gleichgewicht zu den Waren und Dienstleistungen eines Wirtschaftssystems vorhanden sein. Wird es übermäßig stark hinzu gegeben, dann steigen die Preise und man spricht von Geldentwertung. Der Fachbegriff lautet Inflation.<br />
Wird dem Kreislauf hingegen Geld entzogen, sinken die Preise, da die Unternehmen ihre Produkte loswerden wollen, aber schlichtweg nicht alles gekauft werden kann. Der Wert des Geldes steigt. Man spricht von Deflation.</p>
<p>Dieses letztgenannte Szenario tritt jedoch immer dann auf, wenn jemand sein Geld unter das Kopfkissen bzw. ins Sparschwein steckt oder im Garten vergräbt. Diesen Vorgang nennt man Geldhortung. Historische Beispiele dafür sind unter anderem die riesigen Goldschätze in entsprechenden Truhen, die immer wieder in der Geschichte angelegt wurden („Verschatzung“).</p>
<p>Heutzutage werden zwei „Lockmittel“ angewandt, um das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzubringen. Zum einen ist das die eben erläuterte Inflation. Wenn das Geld tendenziell an Wert verliert, dann bin ich natürlich bemüht es schnell auszugeben. Doch es gibt auch einen anderen Weg: Ich bringe mein Geld zur Bank und erhalte dafür im derzeitigen Geldsystem Zinsen. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_016.pdf">Kredit- und Zinskreislauf</a>, 18.03.2014)) ((spiegel.de, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/sparen-in-der-krise-wie-anleger-trotz-inflation-rendite-machen-a-804731.html"> Sparen in der Krise: Wie Anleger trotz Inflation Rendite machen</a>, 28.12.2011))</p>
<p>Trotz all dieser Bemühungen stellt die Geldhortung auch heute noch ein gewaltiges Problem dar, sodass laut Bundesbankberichten nur noch circa 10% des Geldes in Deutschland ihrem eigentlichen Zweck nachkommen: dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. ((fu-berlin.de, <a href="http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/creutz/geldsyndrom/kap9.htm">Das Problem der Geldhortung</a>, 18.03.2014)) Der Rest verschwindet unter anderem zur Wertaufbewahrung im Ausland, also dort, wo die jeweilige Währung nicht gesetzliches Zahlungsmittel ist oder illegale Geschäfte (z.B. Drogenhandel) werden damit getätigt. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/artikel/creutz_geldhortung.pdf">Wer hortet denn heute noch Geld?</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Soweit zur Vorrede, bzw. Grundlegung des Themas. Das hat zwar bereits einiges an Anstrengung gekostet, ist aber absolut notwendig, um sich auf einem soliden Fundament dem Geldthema zu nähern.<br />
Du kennst jetzt die Ursachen warum es Geld gibt, wie es entsteht und warum es zirkulieren muss. Außerdem habe ich den Ist-Zustand der unzureichenden Geldzirkulation beschrieben.</p>
<p>Die Inflation wurde bereits ausreichend erklärt und ihr problematischer Charakter sollte deutlich geworden sein. Sie ist keine gute Lösung um das Geld in Umlauf zu halten, da sie es zugleich schleichend, aber stetig entwertet. Wenden wir uns nun dem Kern meiner Darstellung zu: dem Zins.<br />
Der Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes beschrieb den Zins unter anderem als „Belohnung für die Nichthortung von Geld“. ((vgl. John Maynard Keynes, <em>Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes</em>, Verlag Duncker &amp; Humblot, 2006)) Das entspricht meiner vorhin genannten Funktion des Zinses als „Lockmittel“. Warum ergeben sich aus dem Zins dramatische Konsequenzen?</p>
<p>Sobald man Geld bei einer Bank anlegt und darauf Zinsen erhält, müssen andere Menschen für dieses leistungslose Einkommen arbeiten. Dieser Umstand verschlimmert sich umso mehr, wenn wir unser Geldvermögen nicht mehr sukzessive (Schritt für Schritt) vom Konto abheben und ausgeben, sondern bei der Bank lassen und damit der Zinseszinseffekt einsetzt. Es kommt zu einem sich selbst beschleunigendem Wachstum, einer <strong>Selbstvermehrung</strong>.</p>
<p>Diese findet in der Natur einen passenden Vergleich: die Vermehrung von <strong>Krebs</strong>zellen.</p>
<p>Dieses sogenannte „exponentielle Wachstum der Geldvermögen“ führt automatisch dazu, dass auch die Verschuldung im gleichen Maß ansteigen muss, da jedem Anrecht auf Geld ein entsprechendes Versprechen zur Rückzahlung von Geld gegenüber stehen muss. Dieser Umstand ist der ureigentliche Grund warum es zwangsläufig zum Anstieg der Schulden, z.B. unseres Landes, kommen muss. Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag und sie nehmen immer stärker beschleunigt mit jedem weiteren Tag zu. Das System wächst wie Krebs, bis es sich schließlich selbst zerstört.</p>
<p>Wenden wir uns nun den konkreten Auswirkungen zu, die unser derzeitiges Geldsystem auf unser aller Leben hat:<br />
Stell dir bitte folgende Situation vor:<br />
Du möchtest eine Bäckerei eröffnen, um Brötchen zu backen.<br />
Was musst du dabei alles bedenken?<br />
Gehen wir davon aus, du besitzt bereits ein Gebäude. Ein Backofen muss hingegen erst noch angeschafft werden. Leider hast du dafür nicht ausreichend Geld zur Hand und musst bei der örtlichen Geschäftsbank einen Kredit aufnehmen.<br />
Weitere Kostenpunkte sind natürlich Materialkosten, z.B. für Mehl, Wasser und Energie, sowie Personalkosten.<br />
Wie zahlst du nun den Kredit zurück?<br />
Es gibt genau nur einen Weg.<br />
Du musst die Kosten in den Brötchenpreis einrechnen.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt exemplarisch, dass sich letztlich in allen Waren und Dienstleistungen ein bestimmter Zinsanteil befindet, da im Verlauf der Herstellung immer wieder Kredite aufgenommen werden mussten, um trotz fehlendem Eigenkapital eine Produktion zu ermöglichen.</p>
<p>Das Gleiche gilt für die Steuern, die der Staat erhebt, da auch er Schulden zurückzahlen muss.</p>
<p>Berechnet man den durchschnittlichen Zinsanteil aller Waren und Dienstleistungen, inklusive Steuern, so beträgt dieser je nach Berechnung 30-40%. ((fu-berlin.de, Ralf Becker, <a href="http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/becker/nebg.pdf">Nachhaltigkeit braucht Geldmarktreform</a>, S.3, 14.06.2003)) ((kennedy-bibliothek.info, Margrit Kennedy, <a href="http://kennedy-bibliothek.info/data/bibo/media/GeldbuchDeutsch2006.pdf">Nachhaltigkeit braucht Geldmarktreform</a>, S.30ff., 18.03.2014)) ((Helmut Creutz, <em>Das Geldsyndrom 2012: Wege zu einer krisenfreieren Wirtschaftsordnung</em>, Hochschulverlag, 2012, S.283))</p>
<p>Man könnte nun erwidern, dass dieser Zinsanteil doch eine faire Sache ist, da ihn jeder, gemessen an seinen Ausgaben, zahlen muss. Das ist natürlich richtig, nur haben wir bisher ja lediglich die Zinszahlerseite betrachtet. Irgendjemand muss diese Zinsen selbstverständlich auch erhalten.</p>
<p>In dieser Hinsicht ist die Vermögensverteilung in Deutschland sehr interessant. Gemeint ist also all jenes angelegte Geldvermögen bei Banken, auf das es Zinsen gibt. Natürlich ist das Beispiel der Bank stark vereinfacht, da mittlerweile die meisten Anlagen über Versicherungsfonds, Sachwerte, wie z.B. Aktien und Böden, oder über Spekulation an der Börse erfolgen.</p>
<p><a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/e/creutz_059.pdf"><img alt="Zinssalden nach Haushaltsgruppen" src="http://deinepolitik.de/wp-content/uploads/2014/03/creutz_059_ohneEinkommen.jpg" width="600" height="627" /></a></p>
<p>Aus dieser Vermögensverteilung ergibt sich ein bestimmtes Zinseinkommen, dem selbstverständlich die 30-40% Zinsausgaben gemessen am Konsum gegenüberstehen.<br />
Wenn man diese beiden Größen gegenüberstellt ergibt sich, dass circa die Hälfte der deutschen Haushalte auf Zinseinkommen verzichten müssen, da sie (nahezu) vermögensfrei oder sogar verschuldet sind.</p>
<p>Bei weiteren 30% reicht das Zinseinkommen nicht aus, um den Zinsanteil in den Ausgaben zu decken. Die 9. Haushaltsgruppe kann in etwa beide Größen ausgleichen.<br />
In der 10. und letzten Haushaltsgruppe geschieht etwas Unerwartetes. Hier übersteigen die Zinseinnahmen die Zinsausgaben um ein Vielfaches.<br />
Dabei sind die Superreichen („das oberste eine Prozent“; wenn man ins Detail geht, sogar nur die obersten 0,1%) ((vgl. Hans-Jürgen Krysmanski, <em>0,1 % Das Imperium der Milliardäre</em>, Westend, 2012)) noch nicht einmal erfasst, da sie ihren Reichtum lieber nicht den Behörden mitteilen wollen.</p>
<p>Was zeigt uns diese Statistik((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_59.pdf">Ausgaben, Zinslasten und Zinserträge</a>, 24.03.2014))?<br />
Wir haben einen Gewinner!<br />
Genau genommen nicht nur einen, sondern immerhin (noch) circa 10% der deutschen Haushalte.<br />
Wo es einen Gewinner gibt, da gibt es auch immer Verlierer.<br />
Das sind leider die restlichen circa 90% der Bevölkerung.<br />
Interessant ist ebenfalls die Aufteilung innerhalb der Gewinnergruppe. Auch dort gibt es nochmal gewaltige Unterscheide zwischen dem reichsten und dem (vermeintlich) „ärmsten“ Zehntel.<br />
Das reichste Hundertstel der Haushalte in Deutschland besitzt über ein Drittel des Gesamtvermögens. ((umfairteilen.de, <a href="http://umfairteilen.de/index.php?id=18&amp;type=98">Wer soll das zahlen? Ich von meinem Sparbuch?</a>, 18.03.2014)) ((diw.de, <a href="http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.378113.de">A Wealth Tax on the Rich to Bring down Public Debt?: Revenue and Distributional Effects of a Capital Levy </a>, 18.03.2014))</p>
<p>Was für Schlüsse lassen sich ziehen?<br />
Das „Lockmittel“ Zins hat einige &#8220;unschöne&#8221; Nebeneffekte:</p>
<ul>
<li>es verteilt den Wohlstand eines Landes von „vergeblich arbeitend“ nach „vermögend“,</li>
<li>es zwingt die Wirtschaft zu unendlichem Wachstum, um die immer größer werdenden Schuldenberge zurückzahlen zu können, wobei dies angesichts einer begrenzten (da endlichen) Welt nicht möglich, nicht wünschenswert und erst recht nicht auf exponentiellem Niveau dauerhaft zu realisieren ist,</li>
<li>es führt angesichts dieses Wachstumszwangs zu unglaublichen und unumkehrbaren Umweltzerstörungen,</li>
<li>und nicht zuletzt führt es uns durch seinen Umverteilungscharakter direkt auf soziale Krisen zu. Dies kann sich z.B. in Kriegen, gewaltsamen Aufständen, Hungersnöten oder Generationskonflikten äußern.</li>
</ul>
<p>Letztlich zerstört sich dieses System rein mathematisch bedingt selbst, da exponentielle und selbst noch lineare Funktionen ((wachstumsstudien.de, Kay Bourcarde und Torben Anschau, <a href="http://wachstumsstudien.de/Inhalt/Zeitschrift/Heft4/Unvereinbarkeit_Zinssystem_lineares_Wirtschaftswachstum.pdf">Zur Unvereinbarkeit<br />
des Zinssystems mit linearem Wirtschaftswachstum</a>, 18.03.2014)) ins Unendliche führen &#8211; auf einer endlichen Erde ein Ding der <strong>Unmöglichkeit</strong>.<br />
Am Ende stehen dann eine Währungsreform ((wikipedia.org, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise">Argentinien-Krise</a>, 18.03.2014)), ein Schuldenschnitt ((faz.net, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland-der-schuldenschnitt-11659846.html">Der Schuldenschnitt</a>, 18.03.2014)) oder eine Hyperinflation ((planet-wissen.de, <a href="http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/deutsche_politik/weimarer_republik/hyperinflation.jsp">Die Hyperinflation von 1923</a>, 18.03.2014)), wie schon etliche Male erlebt, an. Vorher sträubt sich jedoch der betroffene Währungsraum mit allen Mitteln: Man ruft mit trauriger aber entschlossener Miene zum humanitären Einsatz auf. ((sueddeutsche.de, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/luegen-im-irakkrieg-die-langen-nasen-von-powell-amp-co-1.264076">Lügen im Irakkrieg</a>, 18.03.2014)) ((zdf.de, <a href="http://www.zdf.de/Dokumentation/Es-begann-mit-einer-L%C3%BCge-27016478.html">Es begann mit einer Lüge</a>, 18.03.2014)) Die aktuelle Forschung beweist eindrücklich, dass es sich um Ressourcenkriege ((vgl. Daniele Ganser, <em>Europa im Erdölrausch</em>, Orell Füssli, 2012)) zur verzweifelten Erhaltung eines gescheiterten Geldsystems ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_088.pdf">Warum kommen wir unter die Räder?</a>, 18.03.2014))handelt.</p>
<p>Welcher Mensch mit gesunder geistiger Verfassung kann das schon wollen, egal zu welcher Zinseinkommenskategorie er gehört? Es gibt nur eine Erde und wenn diese unser (Über-)Leben nicht mehr ermöglicht, dann nutzt auch das größte Vermögen nichts mehr.</p>
<p>Deshalb sollten wir uns gemeinsam eine konstruktive Lösung überlegen, wie Geld ohne Zins und Inflation in der Wirtschaft fließt, statt gehortet zu werden.</p>
<p>Eine <strong>funktionierende Alternative</strong> ist fast schon trivial und zugleich Jahrhunderte alt.</p>
<p>Würde die Zentralbank eine geringe Nutzungsgebühr auf das Bargeld erheben, dann wären alle Menschen bemüht ihr Geld entweder auszugeben oder zur Bank zu schaffen. Das Geld würde innerhalb der Wirtschaft wieder ungehemmt fließen, weswegen man dieses Konzept „Fließendes Geld“ nennt. ((neuesgeld-torgau.de, Klaus Reddmann und Michael Grunow, <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/">Fließendes Geld</a>, 18.03.2014)) ((wissensmanufaktur.net, Wolfgang Berger, <a href="http://www.wissensmanufaktur.net/fliessendes-geld">Durch fließendes Geld raus aus der Zinsknechtschaft</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Was würde mit den Zinsen geschehen?<br />
Es würde sie zunächst einmal immer noch geben, nur würden sie drastisch absinken.<br />
Es ist gerechtfertigt, dass eine Geschäftsbank einen geringen Zinssatz von circa 3% vom Kreditnehmer verlangt. Erstens wird sie dadurch für ihre Dienstleistung entlohnt, kann ihre Mitarbeiter bezahlen sowie Rücklagen für den Ausfall von Krediten anlegen („Risikoprämie“) und zweitens besteht für den Kreditnehmer ein Anreiz, seinen Kredit zurückzuzahlen.</p>
<p>Ein leistungsloses Einkommen aus der Arbeit anderer hingegen ist nicht gerechtfertigt.</p>
<p>Deshalb würden die Zinsen auf Guthaben durch die sogenannte „Umlaufgebühr,“ die Gebühr auf das Bargeld, in den negativen Bereich absinken. Je längerfristiger man sein Geld jedoch bei der Bank anlegt umso geringer würde diese Gebühr ausfallen, bis sie schließlich bei langfristiger Anlage um 0% schwankt, je nach Marktlage. Dadurch wäre sparen, z.B. für die Rente oder eine größere Investition, wie bisher möglich, nur nicht mehr zu Lasten von anderen.</p>
<p>Diese Lösung ist so unheimlich clever und praktikabel, dass wir sie ganz einfach austesten sollten. Das kann am besten national, aber auch über Regionalgeldinitiativen funktionieren. ((chiemgauer.info, <a href="http://www.chiemgauer.info/">Chiemgauer</a>, 18.03.2014)) ((elbtaler.de, <a href="http://www.elbtaler.de/">Elbtaler</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Hoffentlich konnte ich die Grundlagen, Probleme und Zukunft unseres Geldsystems ansprechend, umfassend und korrekt erklären. ((tauschnetz.de, <a href="http://www.tauschnetz.ch/Bibliothek/geldohnezinsen.pdf">Geld ohne Zinsen und Inflation Zusammenfassung</a>, 18.03.2014)) ((neuesgeld.net, <a href="http://neuesgeld.net/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=119&amp;Itemid=356&amp;lang=de">Das Geld soll dem Menschen dienen &#8211; nicht der Mensch dem Geld!</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Zur vertiefenden Recherche:<br />
Das Geldsyndrom 2012: Wege zu einer krisenfreieren Wirtschaftsordnung<br />
Geld ohne Zinsen und Inflation<br />
Schulden: Die ersten 5000 Jahre<br />
Humane Wirtschaft (Zeitschrift)<br />
neuesgeld-torgau.de<br />
neuesgeld.net<br />
helmut-creutz.de</p>
<p>Viel Spaß und gutes Gelingen beim Weitererzählen sowie Umsetzen!</p>
<p>Aktivist ist, wer aktiv ist!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Stammtischtreffen vom 30.1.2014</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Feb 2014 15:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
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		<category><![CDATA[Nordsachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Im folgenden Beitrag möchte ich für alle interessierten Außenstehenden das letzte Treffen zusammenfassen und damit für aktive Teilnahme werben. Donnerstag Abend, ab 19.30 Uhr, traf sich unser Stammtisch der Freunde einer Stärkung der Region Nordsachsen in der Wintergrüne 2 in &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/termine/stammtischtreffen-vom-30-1-2014/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/termine/stammtischtreffen-vom-30-1-2014/">Stammtischtreffen vom 30.1.2014</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im folgenden Beitrag möchte ich für alle interessierten Außenstehenden das letzte Treffen zusammenfassen und damit für aktive Teilnahme werben.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/05/F_Stammtisch_542.png" rel="lightbox[2796]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/05/F_Stammtisch_542-300x78.png" alt="Fließendes Geld Stammtisch Torgau" width="300" height="78" class="aligncenter size-medium wp-image-1180" /></a><br />
Donnerstag Abend, ab 19.30 Uhr, traf sich unser Stammtisch der Freunde einer Stärkung der Region Nordsachsen in der Wintergrüne 2 in Torgau.</p>
<p>Klaus informierte die Anwesenden über den akutellen Stand unserer Initiative:<br />
Der Name für unser entstehendes Konzept zur Regionalentwicklung, mit dem wir eindeutig auf die individuellen Qualitäten und Leistungen der Menschen in unserer Region verweisen wollen, wurde vorgestellt und erläutert.</p>
<p>In den letzten Wochen kam es zu einigen wichtigen Gesprächen:<br />
So wurde mit unseren Dresdner Freunden die Entwicklung der Verwaltungssoftware, welche den elektronischen Teil unseres Regionalkonzeptes ermöglichen soll, weiter besprochen und geplant.<br />
Weiterhin gab es Gespräche mit Unternehmern und Vereinen, in dem ein Umsetzungsvorschlag der Idee vorgestellt wurde. Dabei ergab sich, dass wir unser Regionalkonzept gerne auf mehrere eigenständige Regionen aufbreiten würden, um so die Finanzierung besser stämmen zu können.<br />
Ebenso gab es ein Treffen mit dem Landratsamt, bei dem die Möglichkeit einer EU-Förderung besprochen wurde. Vor Ort lobte man die Idee, da sie einen optimalen Vorschlag für die &#8220;Daseinsfürsorge&#8221; (die zukünftige Gestaltung sowie Absicherung des Lebens der Menschen) und &#8220;Vernetzung&#8221; der Region darstelle. Es bleibt Ungewissheit bezüglich einer Förderung durch die EU bestehen, da diese noch keinen Förderungsplan für die kommenden Jahre aufgestellt hat.<br />
Aus diesem Grund verfolgt Klaus eine Förderungsausschreibung der Robert Bosch Stiftung, die regionale Projekte fördern möchte. Wir rechnen uns in diesem Punkt sehr hohe Chancen aus, da das Konzept äußerst ambitioniert ist und einen gewaltigen Fortschritt für unsere Region bedeuten kann.<br />
Das Hauptaugenmerk liegt demnach also im Moment hauptsächlich auf der Suche nach Förderungsmöglichkeiten, während wir uns parallel selbstverständlich bemühen, die Menschen, Vereine und Unternehmen der Region für die das Regionalkonzept zu begeistern.</p>
<p>Vor der abschließenden Diskussionsrunde wurden einige Termine genannt:<br />
Der Stammtisch wird ab März 2014 jeden ersten Donnerstag des Monats ab 19.30 Uhr in der Wintergrüne 2 stattfinden. Unser nächstes Stammtischtreffen ist demnach am 6. März.<br />
Beim Elbeday am 26. April wollen wir mit einem Informationsstand teilnehmen. Man kann uns zu diesem Ereignis also gerne mit Fragen, Vorschlägen und Kritik überhäufen.<br />
Der Tag der Sachsen findet dieses Jahr vom 5. bis zum 7. September in Großenhain statt. Selbstverständlich lassen wir uns dieses Ereignis nicht entgehen und werden frisch und fröhlich vor Ort sein.</p>
<p>Wir freuen uns auf eure Anwesenheit beim nächsten Stammtischtreffen!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/termine/stammtischtreffen-vom-30-1-2014/">Stammtischtreffen vom 30.1.2014</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Margrit Kennedy &#8211; Wir danken Dir</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jan 2014 22:23:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Geld ohne Zinsen und Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[Margrit Kennedy]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalwährungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Erkenntnisfähigkeit kennt &#8211; zum Glück &#8211; weder zeitliche noch räumliche Grenzen. Menschliche Weisheit kann nicht nur nicht im Nichts verschwinden. Menschliche Weisheit kann sogar, und das ist einzigartig, unbegrenzt wachsen. Menschliche Weisheit wächst durch einzigartige Menschen. Ihr Plus an &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/margrit-kennedy-wir-danken-dir/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/margrit-kennedy-wir-danken-dir/">Margrit Kennedy &#8211; Wir danken Dir</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Erkenntnisfähigkeit kennt &#8211; zum Glück &#8211; weder zeitliche noch räumliche Grenzen. Menschliche Weisheit kann nicht nur nicht im Nichts verschwinden. Menschliche Weisheit kann sogar, und das ist einzigartig, unbegrenzt wachsen.</p>
<p>Menschliche Weisheit wächst durch einzigartige Menschen. Ihr Plus an Weisheit lässt das große Minus Stück für Stück kleiner werden. </p>
<p>Margrit Kennedy war so ein einzigartiger Mensch. </p>
<div id="attachment_2634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 325px"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/01/ProfMargritKennedy.jpg" alt="Prof. Margrit Kennedy" width="315" height="200" class="size-full wp-image-2634" /><p class="wp-caption-text">Prof. Margrit Kennedy <br />© http://www.margritkennedy.de</p></div>
<p>Mit Betroffenheit erfuhren wir, dass sie am 28.12.2013 im Alter von 74 Jahren verstorben ist. Ihrer Familie und ihren Freunden gilt unser aufrichtiges Beileid.</p>
<p>Als Architektin, Städteplanerin und Ökologin hörte sie einen Vortrag von Helmut Creutz. Fünf Jahre nach dieser Begegnung mit Helmut Creutz schrieb sie das Buch &#8220;Geld ohne Zinsen und Inflation &#8211; Ein Tauschmittel, dass jedem dient&#8221;. Dieses Buch wurde bisher in rund 20 Sprachen übersetzt. Von der deutschsprachigen Ausgabe erschienen seit 1988 schon zehn, zum Teil überarbeitete Auflagen. </p>
<p>Mit dem Buch &#8220;Regionalwährungen &#8211; Neue Wege zu nachhaltigem Wohlstand&#8221; veröffentlichte sie zusammen mit Bernard A. Lietaer 2004 ihre Vision von einem Geldsystem, dass den Menschen dient.</p>
<p>Mit ihren Büchern und Vorträgen inspirierte Margrit Kennedy viele engagierte Menschen. Über 50 Regionalgeldinitiativen, von denen einige schon Regionalwährungen herausgeben, sind in Deutschland entstanden.</p>
<p>Margrit Kennedy&#8217;s Idee von einem Geld, dass den Bedürfnissen der Menschen dient, wird weiterleben. Sie hat gezeigt, was jeder von uns dafür tun kann.</p>
<p>Nun ist sie gegangen. Ihre Seele bleibt.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/margrit-kennedy-wir-danken-dir/">Margrit Kennedy &#8211; Wir danken Dir</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>VHS Leipzig: Es geht auch ohne Banken &#8211; Wir schaffen unser eigenes Geld</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Dec 2013 10:06:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
				<category><![CDATA[Regionalgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Lust auf neues Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Regiogeld]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalwährung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute beginnt der Regionalgeldkurs mit Dirk Bokermann vom Stammtisch &#8220;Lust auf neues Geld Leipzig&#8221; an der Volkshochschule in Leipzig. VHS-Leipzig Kursnummer: I10155Z Kursleitung: Dirk Bokermann Wann: 02.12.2013 und 09.12.2013 Wo: Volkshochschule, Löhrstraße 3 &#8211; 7 Kursentgelt: 10,00 Euro Die Antwort &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/regionalgeld/vhs-leipzig-es-geht-auch-ohne-banken-wir-schaffen-unser-eigenes-geld/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/regionalgeld/vhs-leipzig-es-geht-auch-ohne-banken-wir-schaffen-unser-eigenes-geld/">VHS Leipzig: Es geht auch ohne Banken &#8211; Wir schaffen unser eigenes Geld</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute beginnt der Regionalgeldkurs mit Dirk Bokermann vom Stammtisch &#8220;Lust auf neues Geld Leipzig&#8221; an der Volkshochschule in Leipzig.</p>
<p>VHS-Leipzig Kursnummer: I10155Z</p>
<p>Kursleitung: Dirk Bokermann</p>
<div id="attachment_1676" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/09/TdS05.jpg" rel="lightbox[2317]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/09/TdS05-300x225.jpg" alt="Dirk Bokermann beim Tag der Sachsen 2013 in Schwarzenberg" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-1676" /></a><p class="wp-caption-text">Dirk Bokermann (links im Bild) beim Tag der Sachsen 2013 in Schwarzenberg</p></div>
<p>Wann: 02.12.2013 und 09.12.2013</p>
<p>Wo: Volkshochschule, Löhrstraße 3 &#8211; 7</p>
<p>Kursentgelt: 10,00 Euro</p>
<p>Die Antwort auf eine ausufernde Globalisierung heißt Regionalisierung. Lokale Wirtschaftskreisläufe schaffen ein Stück Unabhängigkeit und sorgen darüber hinaus für eine ethischere Wirtschaft. (Dirk Bokermann)</p>
<p>Kursinhalte:<br />
Wie sieht der Istzustand aus?<br />
Warum kann unser jetziges Geld- und Wirtschaftssystem auf Dauer nicht funktionieren?<br />
Welchen Vorteile bieten Regionalwährungen den Menschen?<br />
Wie nutzet man Regionalwährungen in der Praxis?<br />
Welche Regionalwährungen gibt es in Leipzig und wie unterscheiden sich diese?<br />
Welche Waren, Güter und Dienstleistungen werden in Leipzig zum Kauf mit Regionalgeld angeboten?<br />
Wie kann man mitmachen? </p>
<p><a href="http://www.vhs-leipzig.de/index.php?id=55&#038;kathaupt=11&#038;knr=I10155Z" title="Anmeldung VHS Kurs I10155Z" target="_blank">Anmeldung VHS Kurs I10155Z</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/regionalgeld/vhs-leipzig-es-geht-auch-ohne-banken-wir-schaffen-unser-eigenes-geld/">VHS Leipzig: Es geht auch ohne Banken &#8211; Wir schaffen unser eigenes Geld</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lust auf neues Geld Torgau zu Gast beim Torgauer Herzblatt</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-torgau-zu-gast-beim-torgauer-herzblatt/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Oct 2013 05:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Lust auf neues Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 17. Oktober 2013 sind wir zu Gast bei den Händlern und Unternehmern vom Torgauer Herzblatt. Zusammen mit den Händlern und Unternehmern werden wir über das derzeitige Geldsystem und regionale Ergänzungen dazu sprechen. Immer mehr Menschen spüren, dass mit unserem &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-torgau-zu-gast-beim-torgauer-herzblatt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-torgau-zu-gast-beim-torgauer-herzblatt/">Lust auf neues Geld Torgau zu Gast beim Torgauer Herzblatt</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 17. Oktober 2013 sind wir zu Gast bei den Händlern und Unternehmern vom Torgauer Herzblatt. </p>
<p><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/10/TorgauerHerzblatt.jpg" alt="Torgauer Herzblatt" width="468" height="140" class="aligncenter size-full wp-image-1986" /></p>
<p>Zusammen mit den Händlern und Unternehmern werden wir über das derzeitige Geldsystem und regionale Ergänzungen dazu sprechen.</p>
<p>Immer mehr Menschen spüren, dass mit unserem Wirtschafts- und Finanzsystem etwas nicht stimmt. Vor der Bundestagswahl war die als Eurokrise bezeichnete Geldsystemkrise lange Zeit ausgeblendet. Kennen Sie die Hintergünde für diese Krise(n)? Warum werden die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher? Können diese Krisen verhindert werden? Gibt es eine Lösung?</p>
<p>Wir werden in den nächsten Monaten Vereine und Gruppen in unserer Region besuchen und gemeinsam mit Mitgliedern und Gästen die Ursachen für die Probleme in unserem Geldsystem beleuchten und das alternative Geldsystem mit &#8220;Fließendem Geld&#8221; vorstellen.</p>
<p>Gern organisieren wir mit Ihnen gemeinsam Veranstaltungen in Ihrem Umfeld. Sprechen Sie uns an.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/lust-auf-neues-geld-torgau-zu-gast-beim-torgauer-herzblatt/">Lust auf neues Geld Torgau zu Gast beim Torgauer Herzblatt</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Oct 2013 17:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftswachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Zinseszins]]></category>

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		<description><![CDATA[„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. Natürlich kann ein Taler nicht wandern, aber der Rubel kann doch zumindest rollen. Was ist die Message hinter diesen Metaphern?</p>
<p>Geld muss in erster Linie zirkulieren, genau das ist sein eigentlicher Zweck. Alle anderen Funktionen müssen dieser primären untergeordnet werden. Warum das so ist?</p>
<p>Geld ist das universelle Tauschmittel einer Wirtschaft und damit dessen Schmiermittel. Sozusagen der Möglichmacher von moderner Ökonomie und modern heißt in diesem Falle alles Wirtschaften, was über die Größe einer Dorfgemeinschaft hinausgeht.</p>
<p>Ohne Geld keine komplexe Arbeitsteilung.<br />
Soll heißen: Tauschwirtschaft funktioniert nur innerhalb eines kleinen Gebietes und sollte dort dann aber auch definitiv in unsere heutige globalisierte Wirtschaft reintegriert werden, weil es die Solidarität stärkt und ressourcenschonend funktioniert.</p>
<p><a name="_GoBack"></a>Doch darüber hinaus brauchen wir diese menschliche Erfindung namens Geld.<br />
Geld ist eine <span style="text-decoration: underline;">der wichtigsten Erfindungen</span> der bisherigen Menschheitsgeschichte und hat unheimlich komplexe Auswirkungen. Dennoch nehmen wir es bisher weitestgehend in Kauf mit einem zutiefst instabilen und schlichtweg nicht funktionalen Geldsystem zu arbeiten.</p>
<p>Eine Sache sollte euch jetzt auf der Zunge brennen: „Wenn dieser Typ aus dem Internet es schon wagt unser schönes Geld in Frage zu stellen, dann sollte er doch an erster Stelle erklären können, was Geld überhaupt ist!“</p>
<p>Alles klar, überredet, ihr habt ja Recht. Wenn ich mich gepflegt über einen allgemein akzeptierten Umstand aufregen will, dann sollte ich zunächst einmal klären, wovon ich überhaupt spreche. Danach kann man ja immer noch angewidert beanstanden, verteufeln oder einfach nur kritisieren.</p>
<p>„Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraumes, das von der Zentralbank ausgegeben wird.“</p>
<p>Wow, jetzt ist alles klar, oder?<br />
Natürlich nicht!<br />
Aber eigentlich ist es nicht so schwer.<br />
Nehmen wir diesen Satz doch ganz einfach Stück für Stück auseinander.</p>
<p>Geld ist ein „gesetzliches Zahlungsmittel“, unterliegt also bestimmten Gesetzen und wird zur Bezahlung verwendet. „Innerhalb eines Währungsraumes“ meint dann, dass dieses Geld nur in einem begrenzten Umfeld, dem jeweiligen Währungsgebiet eingesetzt werden kann. Der letzte Teil ist zur genauen Abgrenzung entscheidend. Einzig und allein die Zentralbank, auch Notenbank genannt, kann dieses Geld in Umlauf bringen.</p>
<p>Aus dieser Definition lässt sich klar ableiten, was Geld überhaupt ist und was nicht.<br />
Alles Bargeld sowie die Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank sind gesetzliches Zahlungsmittel. Punkt. Nicht mehr. Genauer könnte man Geld übrigens noch als Zentralbankgeld bezeichnen.</p>
<p>Jetzt mag sich der eine oder die andere denken: „Wozu diese komplizierte Abgrenzung?“<br />
Einzig und allein dieses Bargeld kann zur Entstehung der Geldguthaben auf den Konten führen. Diese Geldguthaben werden heutzutage zur unbaren Zahlungsabwicklung verwendet. Sie sind aber kein <span style="text-decoration: underline;">gesetzliches</span> Zahlungsmittel.</p>
<p>Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, da es an dieser Stelle sehr oft zu Verwirrungen kommt. Nur Bargeld kann verwendet werden, um Guthaben aufzubauen oder Schulden abzubauen. Demnach stellen Guthaben einen Anspruch auf Geld und Schulden eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Geld dar. Die Geschäftsbank dient an dieser Stelle als Mittler. Das ist ihre Dienstleistung.</p>
<p>Schnell wird klar, dass die Geschäftsbank im gleichen Maß wie sie Geld zur Aufbewahrung von Sparern entgegen nimmt, dieses über Kredite an Schuldner zurück in den Wirtschaftskreislauf bringen muss. Das ist ihr Geschäftsmodell.</p>
<p>Der Schuldner muss dann immer entweder seine Ausgaben reduzieren oder seine Einnahmen durch Arbeit erhöhen, damit er den Kredit zurückzahlen kann.</p>
<p>Wir hatten eingangs festgestellt, dass die primäre Aufgabe des Geldes die Zirkulation, das „wandern, von der einen Hand zur andern“, ist.</p>
<p>Geld muss also im Gleichgewicht zu den Waren und Dienstleistungen eines Wirtschaftssystems vorhanden sein. Wird es übermäßig stark hinzugegeben, dann steigen die Preise und man spricht von Geldentwertung. Der Fachbegriff lautet Inflation.<br />
Wird dem Kreislauf hingegen Geld entzogen, sinken die Preise, da die Unternehmen ihre Produkte loswerden wollen, aber schlichtweg nicht alles gekauft werden kann. Der Wert des Geldes steigt. Man spricht von Deflation.</p>
<p>Dieses letztgenannte Szenario tritt jedoch immer dann auf, wenn jemand sein Geld unter das Kopfkissen bzw. ins Sparschwein steckt oder im Garten vergräbt. Diesen Vorgang nennt man Geldhortung. Historische Beispiele dafür sind unter anderem die riesigen Goldschätze in entsprechenden Truhen, die immer wieder angelegt wurden.</p>
<p>Heutzutage werden zwei „Lockmittel“ angewandt, um das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzubringen. Zum einen ist das die eben erklärte Inflation. Wenn das Geld tendenziell an Wert verliert, dann bin ich natürlich bemüht es schnell auszugeben. Doch es gibt auch einen anderen Weg: Ich bringe mein Geld zur Bank und erhalte dafür im derzeitigen Geldsystem Zinsen.</p>
<p>Trotz all dieser Bemühungen stellt die Geldhortung auch heute noch ein gewaltiges Problem dar, sodass laut Bundesbankberichten nur noch circa 10% des Geldes in Deutschland ihrem eigentlichen Zweck nachkommen: dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. Der Rest verschwindet unter anderem zur Wertaufbewahrung im Ausland, also dort, wo die jeweilige Währung nicht akzeptiertes Zahlungsmittel ist oder illegale Geschäfte werden damit getätigt.</p>
<p>Soweit zur Vorrede. Das hat zwar bereits einiges an Anstrengung gekostet, ist aber absolut notwendig, um sich auf einem soliden Fundament dem Geldthema zu nähern.<br />
Du kennst jetzt die Ursachen warum es Geld gibt, wie es entsteht und warum es zirkulieren muss. Außerdem habe ich den Ist-Zustand der unzureichenden Geldzirkulation beschrieben.<br />
Die Inflation wurde bereits ausreichend erklärt und ihr problematischer Charakter sollte deutlich geworden sein. Sie ist keine gute Lösung um das Geld in Umlauf zu halten, da sie es zugleich schleichend, aber stetig entwertet. Wenden wir uns nun dem Kern meiner Überlegungen zu: dem Zins.</p>
<p>Der Wirtschaftswissenschafter John Maynard Keynes beschrieb den Zins unter anderem als „Belohnung für die Nichthortung von Geld“. Das entspricht meiner vorhin genannten Funktion des Zinses als „Lockmittel“. Warum ergeben sich aus dem Zins dramatische Konsequenzen?</p>
<p>Sobald man Geld bei einer Bank anlegt und darauf Zinsen erhält, müssen andere Menschen für dieses leistungslose Einkommen arbeiten. Dieser Umstand verschlimmert sich umso sehr, wenn wir unser Geldvermögen nicht mehr ausgeben, sondern bei der Bank lassen und damit der Zinseszinseffekt einsetzt. Es kommt zu einem sich selbst beschleunigendem Wachstum, einer Selbstvermehrung.<br />
Diese findet in der Natur einen passenden Vergleich: die Vermehrung von Krebszellen.</p>
<p>Dieses sogenannte „exponentielle Wachstum“ der Geldvermögen führt automatisch dazu, dass auch die Verschuldung im gleichen Maße ansteigen muss, da jedem Anrecht auf Geld ein entsprechendes Versprechen zur Rückzahlung von Geld gegenüber stehen muss. Dieser Umstand ist der ureigentliche Grund warum es zwangsläufig zum Anstieg der Schulden, z.B. unseres Landes, kommen muss. Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag und sie nehmen immer stärker beschleunigt mit jedem weiteren Tag zu. Das System wächst wie Krebs, bis es sich schließlich selbst zerstört.</p>
<p>Wenden wir uns nun den konkreten Auswirkungen zu, die unser derzeitiges Geldsystem auf unser aller Leben hat.</p>
<p>Stell dir bitte folgende Situation vor:<br />
Du möchtest eine Bäckerei aufmachen, um Brötchen zu backen.<br />
Was musst du dabei alles bedenken?<br />
Gehen wir davon aus, du besitzt bereits ein Gebäude. Ein Backofen muss hingegen erst noch angeschafft werden. Leider hast du dafür nicht ausreichend Geld zur Hand und musst bei der örtlichen Bank einen Kredit aufnehmen.<br />
Weitere Kostenpunkte sind natürlich Materialkosten, z.B. für Mehl, Wasser und Energie, sowie Personalkosten.<br />
Wie zahlst du nun den Kredit zurück?<br />
Es gibt nur einen Weg.<br />
Du musst die Kosten mit in den Brötchenpreis einrechnen.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt exemplarisch, dass sich letztlich in allen Waren und Dienstleistungen ein bestimmter Zinsanteil befindet, da im Verlauf der Herstellung immer wieder Kredite aufgenommen werden mussten, um trotz fehlendem Eigenkapital eine Produktion zu ermöglichen.<br />
Das Gleiche gilt für die Steuern, die der Staat erhebt, da auch er Schulden zurückzahlen muss.</p>
<p>Berechnet man den durchschnittlichen Zinsanteil aller Waren und Dienstleistungen, inklusive Steuern, so beträgt dieser 30-40%.</p>
<p>Du könntest nun erwidern, dass dieser Zinsanteil doch eine faire Sache ist, da ihn jeder, gemessen an seinen Ausgaben, zahlen muss. Das ist natürlich richtig, nur haben wir bisher ja lediglich die Zinszahlerseite betrachtet. Irgendjemand muss diese Zinsen natürlich auch erhalten.</p>
<p>In dieser Hinsicht ist die Vermögensverteilung in Deutschland sehr interessant. Gemeint ist also all jenes angelegte Geldvermögen bei Banken, auf das es Zinsen gibt. Natürlich ist das Beispiel der Bank stark vereinfacht, da mittlerweile die meisten Anlagen über Versicherungsfonds, Sachwerte, wie z.B. Aktien und Böden, oder über Spekulation an der Börse erfolgen.</p>
<p>Aus dieser Vermögensverteilung ergibt sich ein bestimmtes Zinseinkommen, dem selbstverständlich die 30-40% Zinsausgaben gemessen am Konsum gegenüberstehen.<br />
Wenn man diese beiden Größen gegenüberstellt ergibt sich, dass schon einmal circa die Hälfte der deutschen Haushalte auf Zinseinkommen verzichten müssen, da sie vermögensfrei oder sogar verschuldet sind.</p>
<p>Bei weiteren 30% reicht das Zinseinkommen nicht aus, um den Zinsanteil in den Ausgaben zu decken. Die 9. Haushaltsgruppe kann in etwa beide Größen ausgleichen.<br />
In der 10. und letzten Haushaltsgruppe geschieht fast schon ein Wunder. Hier übersteigen die Zinseinnahmen die –ausgaben um ein Vielfaches und dabei sind die Superreichen noch nicht einmal erfasst, da sie ihren Reichtum lieber nicht den Behörden mitteilen wollen.<br />
Nähere Informationen entnimmst du bitte der beigefügten Quelle.</p>
<p>Was zeigt uns diese Statistik?<br />
Wir haben einen Gewinner!<br />
Genau genommen nicht nur einen, sondern immerhin circa 10% der deutschen Haushalte.<br />
Wo es einen Gewinner gibt, da gibt es auch immer Verlierer.<br />
Das sind leider die restlichen circa 90% der Bevölkerung.<br />
Interessant ist auch die Aufteilung innerhalb der Gewinnergruppe. Auch dort gibt es nochmal gewaltige Unterscheide zwischen dem reichsten und dem vermeintlich ärmsten Zehntel.</p>
<p>Was für Schlüsse lassen sich ziehen?<br />
Das Lockmittel Zins hat einige unschöne Nebeneffekte:<br />
es verteilt den Wohlstand eines Landes von vergeblich arbeitend nach vermögend,<br />
es zwingt die Wirtschaft zu unendlichem Wachstum, um die immer größer werdenden Schuldenberge zurückzahlen zu können, wobei dies angesichts einer begrenzten Welt nicht möglich, nicht wünschenswert und erst recht nicht auf exponentiellem Niveau dauerhaft zu halten ist,<br />
es führt angesichts dieses Wachstumszwangs zu unglaublichen und unumkehrbaren Umweltzerstörungen,<br />
und nicht zuletzt führt es uns durch den Umverteilungscharakter direkt auf soziale Krisen zu. Das kann sich z.B. in Kriegen, gewaltsamen Aufständen, Hungersnöten oder Generationskonflikten äußern.</p>
<p>Letztlich zerstört sich das System aber auch mathematisch selbst, da exponentielle Funktionen ins Unendliche führen.<br />
Am Ende gibt es dann immer eine Währungsreform, einen Schuldenschnitt oder eine Hyperinflation, wie schon etliche Male erlebt.</p>
<p>Wer kann das schon wollen, egal zu welcher Zinseinkommenskategorie er gehört? Es gibt nur eine Erde und wenn diese unser Leben nicht mehr ermöglicht, dann nutzt auch das größte Vermögen rein gar nichts mehr.</p>
<p>Deshalb sollten wir uns gemeinsam eine konstruktive Lösung überlegen, wie Geld ohne Zins und Inflation in der Wirtschaft fließt, statt gehortet zu werden.</p>
<p>Eine funktionierende Alternative ist fast schon lächerlich einfach und zugleich jahrhundertealt.<br />
Würde die Zentralbank eine geringe Gebühr auf das Bargeld erheben, dann wären alle Menschen bemüht ihr Geld entweder auszugeben oder zur Bank zu schaffen. Das Geld würde innerhalb der Wirtschaft wieder ungehemmt fließen, weswegen dieses Konzept „Fließendes Geld“ heißt.</p>
<p>Was würde mit den Zinsen geschehen?<br />
Es würde sie natürlich zunächst einmal immer noch geben, nur würden sie drastisch absinken.<br />
So ist es selbstverständlich gerechtfertigt, dass eine Geschäftsbank einen geringen Zinssatz von circa 3% vom Kreditnehmer verlangt. Erstens wird sie dadurch für ihre Dienstleistung entlohnt und zweitens besteht für den Kreditnehmer ein Anreiz, seinen Kredit zurückzuzahlen.</p>
<p>Ein leistungsloses Einkommen aus der Arbeit anderer hingegen ist nicht gerechtfertigt.<br />
Deshalb würden die Zinsen auf Guthaben durch die sogenannte Umlaufgebühr, die Gebühr auf das Bargeld, in den negativen Bereich absinken. Je längerfristiger man sein Geld jedoch bei der Bank anlegt umso geringer würde diese Gebühr ausfallen, bis sie schließlich bei langfristen Anlage um 0% schwankt, je nach Marktlage. Dadurch wäre sparen, z.B. für die Rente oder ein Haus, wie bisher möglich, nur nicht mehr zu Lasten von anderen.</p>
<p>Diese Lösung ist so unheimlich clever und praktikabel, dass wir sie ganz einfach austesten sollten. Das kann am besten national, aber auch über Regionalgeldinitiativen funktionieren.</p>
<p>Hoffentlich konnte ich dir die Grundlagen, Probleme und Zukunft unseres Geldsystems gut erklären.</p>
<p>Falls dich das Thema näher interessiert, dann empfehle ich dir das Buch „Geldsyndrom“ von Helmut Creutz oder seine Website.</p>
<p>Viel Spaß beim Weitererzählen und Umsetzen!</p>
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		<title>Interview mit dem Sonntagswochenblatt</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jul 2013 14:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Interview mit regionalen Bezügen findet sich in der heutigen Ausgabe des Sonntagswochenblattes. Darin gehe ich kurz auf meine Motivation zur Beschäftigung mit dem Geldsystem ein und gebe kurze Ausblicke auf die Ziele unseres Stammtisches in der Region Torgau. Vielleicht &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/interview-mit-dem-sonntagswochenblatt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/interview-mit-dem-sonntagswochenblatt/">Interview mit dem Sonntagswochenblatt</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Interview mit regionalen Bezügen findet sich in der heutigen Ausgabe des Sonntagswochenblattes. Darin gehe ich kurz auf meine Motivation zur Beschäftigung mit dem Geldsystem ein und gebe kurze Ausblicke auf die Ziele unseres Stammtisches in der Region Torgau.</p>
<p>Vielleicht finden sich ja einige neue Leser auf dieser Seite ein, die durch das Interview angespornt wurden, sich weiter mit der Thematik auseinanderzusetzen.</p>
<p>Viel Spaß bei der Entdeckung der Idee des Fließenden Geldes, insbesondere in Bezug auf eine mögliche Umsetzung in unserer Region!</p>
<p>Einen schönen Sonntag wünscht der &#8220;Lust auf neues Geld&#8221; Stammtisch Torgau!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/07/20130707_SWB_Interview.pdf" target="_blank">Interview mit dem Sonntagswochenblatt 7. Juli 2013</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/interview-mit-dem-sonntagswochenblatt/">Interview mit dem Sonntagswochenblatt</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Viele gute Gründe (3)</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/viele-gute-grunde-3/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Jun 2013 06:54:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
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		<description><![CDATA[Trotz eines nie dagewesenen Reichtums, trotz Wirtschaftswachstum und permanenten technischen Fortschritt verarmen selbst in hochentwickelten Ländern immer breitere Bevölkerungsschichten. Eigentlich müsste es unserer Gesellschaft doch immer besser gehen. Deutschlands Wirtschaftsleistung hat sich seit den 1950er Jahren verachtfacht. Vermögen und Schulden &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/viele-gute-grunde-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/viele-gute-grunde-3/">Viele gute Gründe (3)</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz eines nie dagewesenen Reichtums, trotz Wirtschaftswachstum und permanenten technischen Fortschritt verarmen selbst in hochentwickelten Ländern immer breitere Bevölkerungsschichten. Eigentlich müsste es unserer Gesellschaft doch immer besser gehen.</p>
<p>Deutschlands Wirtschaftsleistung hat sich seit den 1950er Jahren verachtfacht. Vermögen und Schulden haben sich versechsundvierzigfacht.</p>
<p>In Deutschland waren im Februar 2013 3,14 Mio Menschen &#8220;registrierte Arbeitslose&#8221; und 5,41 Mio. Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III (Arbeitslosengeld) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) erhalten. Nicht enthalten in den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind z.B. Arbeitssuchende über 58 Jahre, Kranke, 1-Euro-Jobber, Arbeitssuchende bei privaten Trägern und diverse andere Sondergruppen. Nur mit den offiziellen Zahlen sind das rund 11 Prozent alle Menschen im erwerbsfähigen Alter und rund 7 Prozent der Gesamtbevölkerung.</p>
<p>Immer mehr Menschen müssen den Gürtel enger schnallen. Auch der Staat schränkt immer mehr Leistungen ein und kommt seinen Aufgaben gegenüber der Gesellschaft nicht mehr nach, so auch im Schulwesen.<br />
Die Mindestschülerzahl für Grundschulen, auch im ländlichen Raum, beträgt für die erste einzurichtende Klasse je Klassenstufe 15 Schüler. Wird die Mindestschülerzahl unterschritten, erhält die Schule nicht nur keine Fördergelder, es droht ihr langfristig das aus. In unsere Region wackeln durch diese Regelung die Grundschulen in Arzberg, Weßnig und Weidenhain. Die Torgauer Stadträte setzen sich parteiübergreifend für den Erhalt und die Sanierung der Grundschule in Weßnig ein. &#8220;Für Grundschüler plädiere ich grundsätzlich für kurze Schulwege und eine große Nähe zur Natur.&#8221; sagte Matthias Grimm-Over (CDU) gegenüber dem Sonntagswochenblatt.</p>
<p>Das herrschende Geldsystem lässt Geld nur dorthin fließen, wo ein höherer Rückfluss gewährleistet ist. Es hat keine regionale Bindung und kennt keine soziale Verantwortung. Das kurze Beine kurze Wege brauchen, ist diesem Geldsystem egal.</p>
<p>Man kann dieser Entwicklung tatenlos zusehen, dagegen demonstrieren und/oder konstruktiv aktiv werden. Im September 2002 starten sechs Schülerinnen der Waldorfschule Chiemgau mit ihrem Lehrer Christian Gelleri das Regionalwährungprojekt CHIEMGAUER. Die Schule brauchte Geld für einen neue Turnhalle. Entstanden ist ein Projekt für die gesamte Region.<br />
<a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/06/Stempel_10_Jahre_Chiemgauer_600.jpg" rel="lightbox[1130]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/06/Stempel_10_Jahre_Chiemgauer_600-300x300.jpg" alt="10 Jahre Chiemgauer" width="300" height="300" class="aligncenter size-medium wp-image-1159" /></a>Am 30. Januar 2003 erfolgt die Erstausgabe der Regionalwährung mit ca. 2.000 CHIEMGAUER, die bei der ersten Informationsveranstaltung sofort vergriffen waren.<br />
Aus einem Schülerprojekt ist Deutschlands erfolgreichste Regionalwährung mit einem Netzwerk von über 3.000 Menschen entstanden. 657 Unternehmen und 250 Vereine machen mit. Schulen, Kindergärten und Sozialwerke wurden seit Gründung 2003 bis heute mit über 282.000 CHIEMGAUER/Euro gefördert. So kamen allein für die neue Turnhalle der Waldorfschule Chiemgau mehr als 18.000 Euro zusammen.<br />
Regionalgeld dient den Bedürfnissen der Menschen vor Ort und unterstützt den regionalen Wirtschaftskreislauf.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/viele-gute-grunde-3/">Viele gute Gründe (3)</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rückbesinnung bei den Volks- und Raiffeisenbanken?</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/ruckbesinnung-bei-den-volks-und-raiffeisenbank/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 May 2013 07:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Spekulation]]></category>

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		<description><![CDATA[Erinnert sich die DZ Bank, Dachorganisation von mehr als 900 Volks-, Raiffeisen-, Sparda- und PSD-Banken, an ihre Wurzeln? Wie am 27. Mai 2013 auf Foodwatch berichtet, ziehen sich die genossenschaftliche DZ Bank und ihr Tochterunternehmen, die Fondsgesellschaft Union Investment, vollständig &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/ruckbesinnung-bei-den-volks-und-raiffeisenbank/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/ruckbesinnung-bei-den-volks-und-raiffeisenbank/">Rückbesinnung bei den Volks- und Raiffeisenbanken?</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnert sich die DZ Bank, Dachorganisation von mehr als 900 Volks-, Raiffeisen-, Sparda- und PSD-Banken, an ihre Wurzeln?</p>
<p>Wie am 27. Mai 2013 auf <a title="Spekulation mit Nahrungsmitteln: DZ Bank und Union Investment steigen aus" href="http://www.foodwatch.org/de/informieren/agrarspekulation/aktuelle-nachrichten/dz-bank-und-union-investment-ausstieg-aus-der-nahrungsmittelspekulation/" target="_blank">Foodwatch</a> berichtet, ziehen sich die genossenschaftliche DZ Bank und ihr Tochterunternehmen, die Fondsgesellschaft Union Investment, vollständig aus der Spekulation mit Agrarrohstoffen zurück. Das bestätigte die DZ Bank als Zentralinstitut in einem Brief vom 13. Mai 2013 an Foodwatch.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/05/foodwatch-logo600px.jpg" rel="lightbox[975]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-977" alt="Foodwatch" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/05/foodwatch-logo600px-300x86.jpg" width="300" height="86" /></a></p>
<p>DZ-Bank-Vorstands Lars Hille erklärt in diesem Schreiben, warum sich die genossenschaftliche Finanzgruppe aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln zurückzieht: &#8220;Dass wir derzeit keine Nachfrage nach solchen Produkten verzeichnen, ist dabei in unsere Entscheidung eingeflossen.&#8221;. Von einer Einsicht, dass die DZ Bank die Meinung vieler Kritiker teilt, dass Spekulationen mit Nahrungsmitteln die Lebensmittelpreise künstlich in die Höhe treiben und damit den Hunger in der Welt verschärfen, steht in diesem Brief nichts. Begrüßenswert ist, dass sich DZ-Bank-Vorstand Lars Hille für eine wirksame Regulierung der gesamten Rohstoff-Terminbörsen einsetzt.</p>
<p>Auch andere Banken haben sich aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln zurückgezogen, wie z.B. die Geldhäuser Commerzbank, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Landesbank Berlin (LBB) und die DekaBank der Sparkassen. Wir sollten bei der Freude über diese Entscheidungen nicht übersehen, dass die o. g. Geldhäuser Spekulationen in anderen Bereichen fortsetzen und dass die Spekulation mit Nahrungsmitteln für diese Geldhäuser vor dem &#8220;selbstlosen&#8221; Ausstieg nicht sonderlich lukrativ war.</p>
<p>Dabei wäre eine von inhaltlichen Argumenten geprägte Entscheidung bei der DZ Bank, wenn sie sich bei der Entscheidungsfindung mit ihrer eigenen Geschichte auseinander gesetzt hätte, durchaus logisch:<br />
Auf Vorschlag des Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888) entstanden in vielen Dörfern Deutschlands örtlich verwaltete Spar- und Darlehenskassen und landwirtschaftliche Einkaufsgenossenschaften. Unter dem Leitspruch &#8220;Einer für alle, alle für einen&#8221; schuf Friedrich Wilhelm Raiffeisen Modelle zur Unterstützung unbemittelter Landwirte.<br />
Im gleichen Zeitraum gründete Hermann Schulze-Delitzsch (1808-1883) unabhängig von Raiffeisen in Städten genossenschaftliche Spar- und Konsumvereine, aus denen sich später die Volksbank entwickelte. Die Grundsätze dieser Genossenschaftsbanken waren Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Sie verwalteten die Ersparnisse der kleinen Leute und vermittelten diese in Form von Krediten an kleine und mittlere regionale Unternehmen weiter.<br />
Das Kerngeschäft der genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenbanken (und auch der Sparkassen) lag in den regionalen Märkten. Das ökonomische Schicksal regional agierender Banken ist unmittelbar mit dem der Menschen und Unternehmen innerhalb dieser Regionen verknüpft.<br />
&#8220;Deshalb müssen gerade die kleinen und mittleren Volksbanken und Sparkassen unter Berücksichtigung ihres geschäftlichen Erfolges nicht nur an den Kundenpotenzialen selbst interessiert sein, sondern vielmehr auch an deren Erhaltung, Entwicklung und nachhaltigen Stärkung. Die Einführung einer Komplementärwährung, die unter anderem regionale Wirtschaftskreisläufe belebt, kann in diesem Sinne zu einer mittel- bis langfristig nachhaltigen Stabilisierung der Ertragslage der regionalen Kreditinstitute führen.&#8221; (Gernot Schmidt, ehemals Sparkasse Delitzsch)</p>
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