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	<title>Fließendes Geld Diskussionskreis Torgau &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Lust auf neues Geld</description>
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		<title>Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie</title>
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		<pubDate>Wed, 21 May 2014 06:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Felber]]></category>
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		<category><![CDATA[neue Werte für die Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27. Mai 2014 veranstaltet die Friedrich-Ebert-Stiftung den 56. Wirtschaftspolitischen Dialog Sachsen-Anhalt. Referent des Abends ist Christian Felber vom Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie. Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie: Die gegenwärtigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Krisen fordern mutige und entschlossene Visionen &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-idee-der-gemeinwohl-okonomie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-idee-der-gemeinwohl-okonomie/">Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 27. Mai 2014 veranstaltet die Friedrich-Ebert-Stiftung den 56. Wirtschaftspolitischen Dialog Sachsen-Anhalt.</p>
<p>Referent des Abends ist Christian Felber vom Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie.</p>
<div id="attachment_3144" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/05/608px-Christian-Felber-Lit.Cologne-2012.jpg" rel="lightbox[3139]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/05/608px-Christian-Felber-Lit.Cologne-2012-300x296.jpg" alt="Christian Felber" width="300" height="296" class="size-medium wp-image-3144" /></a><p class="wp-caption-text">Christian Felber<br />© Perikles – Wikipedia, Lizenz CC-BY-SA</p></div>
<p>Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie:<br />
Die gegenwärtigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Krisen fordern mutige und entschlossene Visionen und Menschen, die sich an der Entwicklung einer nachhaltigen Zukunft beteiligen. Die Bewegung für eine Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich in diesem Sinne als Impulsgeber und Initiator für weitreichende Veränderungen.</p>
<p>Die Gemeinwohl-Ökonomie ist kein abstraktes Fernziel, sondern versteht sich als ein heute beginnender, partizipativer Prozess.</p>
<p>Die von Organisationen, PolitikerInnen, Privatpersonen und Unternehmen mitgetragene Initiative der Gemeinwohl-Ökonomie startete im Oktober 2010. Seither ist die Bewegung stetig angewachsen. Über 50 Pionierunternehmen erstellten 2011 erstmals freiwillig die „Gemeinwohl-Bilanz“, 2012 waren es bereits mehr als 100. In über 50 regionalen ”Energiefeldern” wird das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie vertieft, verbreitet und weiterentwickelt. So kann aus einer ergebnisoffenen Bewegung ein lokal wachsender Prozess mit globaler Ausstrahlung werden. Dabei werden Synergien mit ähnlichen Ansätzen angestrebt.</p>
<p>Vita Christian Felber:<br />
- geb. 1972 in Salzburg<br />
- studierte romanische Philologie, Spanisch, Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie (Wien und Madrid)<br />
- seit 1996 freier Publizist und Autor<br />
- Gründungsmitglied beim Attac Österreich (2000)<br />
- seit 2008 Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien</p>
<p>Zusammen mit mehreren Unternehmerinnen und Unternehmern entwickelte Christian Felber das Modell der „GemeinwohlÖkonomie“. Aktuell begleitet er aktuell den Aufbau der „Bank für Gemeinwohl“.</p>
<p><a href="https://www.fes.de/oas/portal/pls/portal/showvera.anmelden?Veranummer=180994" title="Link zur Anmeldung" target="_blank">Link zur Anmeldung</a></p>
<p>Quellen:<br />
<a href="http://www.gemeinwohl-oekonomie.org/de" title="Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie" target="_blank">Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie</a><br />
<a href="http://www.fes.de/sets/s_ver.htm" title="Friedrich-Ebert-Stiftung" target="_blank">Friedrich-Ebert-Stiftung</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-idee-der-gemeinwohl-okonomie/">Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Geld, Wachstum und Krieg</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2014 06:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Jedesmal, wenn wir das heutige Gleichgewicht durch vermehrte Investitionen sichern, verschärfen wir die Schwierigkeit der Sicherung des Gleichgewichtes von morgen. Das Bauen von Pyramiden und Kathedralen, Erdbeben, selbst Kriege, denn zwei Pyramiden, zwei Steinhaufen für Tote sind doppelt so gut &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/geld-wachstum-und-krieg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/geld-wachstum-und-krieg/">Geld, Wachstum und Krieg</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Jedesmal, wenn wir das heutige Gleichgewicht durch vermehrte Investitionen sichern, verschärfen wir die Schwierigkeit der Sicherung des Gleichgewichtes von morgen. Das Bauen von Pyramiden und Kathedralen, Erdbeben,  selbst Kriege, denn zwei Pyramiden, zwei Steinhaufen für Tote sind doppelt so gut wie einer, aber nicht zwei Eisenbahnen von London nach York.&#8221;</strong> John Maynard Keynes, Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes (The General Theory of Employment, Interest and Money &#8211; London 1936)</p>
<p>Der britische Ökonom, Politiker und Mathematiker John Maynard Keynes stellt in seinem Buch einen direkten Zusammenhang zwischen Geld, Wirtschaftswachstum und Krieg her.</p>
<p>Gibt es diesen Zusammenhang und welche Rolle spielt unser Geldsystem?</p>
<p>Auf Seite 18 der Bundesbankbroschüre &#8220;Geld und Geldpolitik&#8221;, Ausgabe 2010, lesen wir: &#8220;Heute wissen wir, dass nur die Knappheit des Geldes die Grundlage für seinen Wert sein kann. Deshalb muss eine mit Autorität ausgestattete Instanz für die Knappheit des Geldes sorgen. Zuständig dafür sind in modernen Volkswirtschaften die Zentralbanken.&#8221;</p>
<p>Das europäische Zentralbankensystem setzt sich also für die Knappheit des Geldes ein. Die Bundesbank meint hier wohlbemerkt nicht nur Geld, sondern auch andere Zahlungsmittel, wie z.B. die Sichtguthaben auf Girokonten.</p>
<p>Die Bundesbank begründet die Notwendigkeit der Knappheit mit der Gefahr der Inflation, also steigender Preise. Einen weiteren wesentlichen Punkt thematisiert die Bundesbank in ihrer Broschüre nicht. Bei einem Kapitalüberangebot würden die Zinsen gegen Null sinken. Die Vermögensinhaber erhielten keine Verzinsung und würden ihr Kapital dem Markt entziehen. Die Folge wäre eine deflationäre Depression, das Schreckgespenst eines jeden Zentralbankers.</p>
<p>Vermögensinhaber sind stets bemüht, ihre Vermögen arbeiten zu lassen. Da Guthaben selbst nicht arbeiten können, suchen die Vermögensinhaber über die vermittelnden Banken Kreditnehmer, die dann tatsächlich arbeiten. Ein Kreditnehmer muss immer mehr zurückzahlen, als er erhalten hat. Ist der Kreditnehmer zugleich Unternehmer, wird er immer bestrebt sein, eine Mehrleistung zu erbringen und diese auf dem Markt abzusetzen. Tut er dies nicht, gefährdet er sein Unternehmen.</p>
<p>Einen Teil der vom Unternehmer gezahlten Darlehenszinsen erhält nun der Vermögensinhaber, also der Gläubiger, leistungslos als Guthabenzinsen von der Bank ausgezahlt. Will dieser nun auf die vereinnahmten Guthabenzinsen wieder Zinsen generieren, müssen diese Beträge ebenfalls über neue Darlehen ausgereicht werden, es greift der Zinseszinseffekt.</p>
<p>So einfach entsteht der Wachstumszwang.</p>
<p>Die Produktivität hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten, angetrieben durch Zins und Zinseszins, um ein Vielfaches erhöht. Seit Jahren wird diese Mehrleistung von den privaten Haushalten, von Unternehmen, von Institutionen und vom Staat in einem hohen Maße kreditfinanziert nachgefragt.</p>
<p>Mit diesem Wachstum kam es nicht nur zu einer dramatischen Entwicklung der Verschuldung, auch die Vermögensberge wuchsen ins unermessliche.</p>
<p>Jede Möglichkeit, diese überentwickelten Vermögen zu binden, wird genutzt &#8211; auch die Bindung des Kapitals in der Rüstungsindustrie. Würde das derzeitig dort gebundene Kapital auf den Markt strömen &#8211; wer sollte, wer kann es nachfragen? Ein Überangebot an Kapital würde, wie bereits oben beschrieben, die Gefahr einer deflationären Depression heraufbeschwören.</p>
<p>Die Duldung und Förderung des Rüstungswahnsinns und damit die Bindung des Kapitals dient der Erhaltung unseres derzeitigen Finanzsystems.</p>
<p>Nur durch Ausnahmezustände wie Depression, Hyperinflation, Währungsreform oder Krieg können die Schulden- und Vermögensberge heute noch abgebaut werden.</p>
<p>Der Krieg ist die letzte Instanz. Das letzte Mittel, wenn das Kapital nicht mehr gebunden werden kann, ist seine Zerstörung mit Waffengewalt.</p>
<p>Die Menschheit kann sich heute mehrere tausend Male auslöschen. Nicht nur sich selbst, sondern alles Leben auf unserem Planeten.</p>
<p>Die Pyramiden und Kathedralen der heutigen Zeit sind Großbaustellen wie die Hamburger Philharmonie oder der Berliner Flughafen. Rüstungsindustrie, Hamburger Philharmonie und Berliner Flughafen haben eine gemeinsame Aufgabe: sie binden Kapital und sorgen so für die angestrebte Knappheit.</p>
<p>Unser Geldsystem und der menschenverachtende Krieg sind untrennbar miteinander verbunden.</p>
<p>So gesehen sind Hamburger Philharmonie und Berliner Flughafen sogar friedenserhaltende Maßnahmen.</p>
<p>Ist der Mensch tatsächlich das intelligenteste Lebewesen auf unserem Planeten?</p>
<p>Ist unser wirtschaftspolitisches System alternativlos, wenn die Erhaltung und Mehrung des Kapitals das alleinige Ziel unserer politischen Ordnung ist?</p>
<p>1934 veröffentlichte der amerikanische Journalist und Pulitzer- Preisträger Hubert Renfro Knickerbocker sein Buch &#8220;WILL WAR COME IN EUROPE?&#8221; &#8211; &#8220;Kommt Krieg in Europa?&#8221;. Das Buch endet mit den Worten &#8220;Rüstungen aber haben der Welt noch niemals Sicherheit vor dem Krieg gewährt.&#8221;. Wie recht er hat.</p>
<p>Krieg und Frieden waren und sind keine Frage von Gut und Böse. Es geht nicht um NATO oder Putin bzw. Putin oder NATO.</p>
<p>Krieg und Frieden ist im Wesentlichen eine Frage des Geldsystems und sie geht uns alle an.</p>
<p>Die Lösungen für ein menschengerechtes Finanzsystem sind längst bekannt, z.B. Geldsysteme mit <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/" title="Fließendes Geld" target="_blank">Fließendem Geld</a>.</p>
<div id="attachment_3054" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/04/Frieden.jpg" rel="lightbox[3051]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/04/Frieden-300x300.jpg" alt="Friedenstaube" width="300" height="300" class="size-medium wp-image-3054" /></a><p class="wp-caption-text">dove of peace © just83in &#8211; Fotolia.com</p></div>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/04/Geld-Wachstum-Krieg-16.4.14.pdf" title="Geld, Wachstum und Krieg" target="_blank">Text als PDF-Dokument</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/geld-wachstum-und-krieg/">Geld, Wachstum und Krieg</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2014 19:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In dieser überarbeiteten Variante meiner vormaligen Darstellung habe ich insbesondere gegenläufige Theorien eingebaut (und entkräftet) sowie umfassende Quellenangaben gemacht. &#160; „Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser überarbeiteten Variante meiner vormaligen Darstellung habe ich insbesondere gegenläufige Theorien eingebaut (und entkräftet) sowie umfassende Quellenangaben gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. Natürlich kann ein Taler nicht wandern, aber der Rubel kann doch zumindest rollen. Was ist die Botschaft hinter diesen Metaphern?</p>
<p>Geld muss in erster Linie zirkulieren, genau das ist sein eigentlicher Zweck. Alle anderen Funktionen müssen dieser primären untergeordnet werden. ((attacmarburg.de, Jens Böhling, <a href="http://www.attacmarburg.de/privatisierung/privatisierungswahn/_387.html">Geld Wachstum und Umverteilung des Reichtums</a>, 18.03.2014)) Warum das so ist?</p>
<p>Geld ist das universellste Tauschmittel einer Wirtschaft und damit dessen Schmiermittel. Sozusagen der „Möglichmacher“ von moderner Ökonomie und modern heißt in diesem Falle alles Wirtschaften, was über die Größe einer Dorfgemeinschaft hinausgeht.<br />
Ohne Geld keine komplexe Arbeitsteilung.</p>
<p>Soll heißen: Alles was über eine solidarische Gemeinschaftsversorgung hinausgeht benötigt ein allgemein anerkanntes Tauschmittel: Geld. Darüber hinaus stand gemäß aktueller anthropologischer Forschung ((vgl. David Graeber: <em>Schulden: Die ersten 5000 Jahre</em>, Klett-Cotta, 2012)) nicht die Tauschwirtschaft wie sie in jedem Wirtschaftslehrbuch vorgestellt wird, vor der differenzierten Arbeitsteilung. Diese ist vielmehr ein Idealtypus, der real nie vorkam.</p>
<p>Zurück zum roten Faden:<br />
Geld ist <strong>einer der wichtigsten Mechanismen</strong> der bisherigen Menschheitsgeschichte und hat unheimlich komplexe Auswirkungen. Dennoch nehmen wir es bisher weitestgehend in Kauf mit einem zutiefst instabilen und schlichtweg nicht funktionalen Geldsystem zu arbeiten.</p>
<p>Wie komme ich zu dieser Aussage?<br />
Beginnen wir mit einer Definition der Bundesbank:</p>
<p>„Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraumes, das von der Zentralbank ausgegeben wird.“ ((vgl. bundesbank.de, <a href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile">Geld und Geldpolitik</a>, S.22, 18.03.2014))</p>
<p>Nun ist alles klar.<br />
<em>Natürlich nicht!</em><br />
Aber eigentlich ist es nicht so schwer.<br />
Betrachten wir diesen Satz im Einzelnen.</p>
<p>Geld ist ein „gesetzliches Zahlungsmittel“ unterliegt also bestimmten Gesetzen und wird zur Bezahlung verwendet. Es besitzt einen besonderen Status, da ein Staat für dessen klar definierte und geregelte Eigenschaften garantiert. Innerhalb eines Währungsraumes meint dann, dass dieses Geld offiziell nur in einem begrenzten Umfeld, dem jeweiligen Währungsgebiet, eingesetzt werden kann. Dies ist unter anderem der Fall, da nur hier der „gesetzliche Annahmezwang“ zur Akzeptanz von Geld als Zahlungsmittel verpflichtet. Der letzte Teil des Satzes ist zur genauen Abgrenzung entscheidend: Einzig und allein die Zentralbank, auch Notenbank genannt, kann dieses Geld in Umlauf bringen.<br />
Dieser Punkt führt oftmals zu erheblicher Uneinigkeit. ((derstandard.at, Lukas Sustala, <a href="http://derstandard.at/1358304001125/Die-Schoepfung-und-Erschoepfung-des-Geldes">Die Schöpfung und Erschöpfung des Geldes</a>, 18.01.2013)) ((faz.net, Christian Siedenbiedel, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/geldschoepfung-wie-kommt-geld-in-die-welt-11637825.html">Geldschöpfung: Wie kommt Geld in die Welt</a>, 5.02.2012)) ((vollgeld-initiative.ch, Bernd Senf, <a href="http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente/Bernd_Senf_-_Bankgeheimnis_Geldschoepfung_4.pdf">Bankgeheimnis Geldschöpfung</a>, April 2009))<br />
Ich werde im Folgenden noch auf die Begründung meiner Sichtweise eingehen.</p>
<p>Aus der obigen Definition lässt sich klar ableiten, was Geld überhaupt ist und was nicht.</p>
<p>Alles Bargeld sowie die Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank sind gesetzliches Zahlungsmittel. Punkt. Nicht mehr. ((vgl. bundesbank.de, <a href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile">Geld und Geldpolitik</a>, S.69f., 18.03.2014)) ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_009.pdf">Zentralbankgeld &#8211; Geldeinlagen &#8211; Geldvermögen</a>, 18.03.2014))<br />
(Genauer könnte man Geld übrigens noch als Zentralbankgeld bezeichnen und damit den gängigen Verwirrungen entgegensteuern. Den Begriff &#8220;Zentralbankgeld&#8221; verwendet auch die Bundesbank, nur eben nebenher gleich noch drei alternative Bezeichnungen!)</p>
<p>Jetzt mag sich der eine oder die andere denken: „Wozu diese komplizierte Abgrenzung?“<br />
Einzig und allein dieses Bargeld kann zur ursächlichen Entstehung der Geldguthaben auf den Konten führen. Diese Geldguthaben werden heutzutage zur unbaren Zahlungsabwicklung verwendet. Sie sind aber kein <strong>gesetzliches</strong> Zahlungsmittel.</p>
<p>Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, da es an dieser Stelle sehr oft zu Uneinigkeit zwischen den Kritikern des Geldsystems (wie oben angedeutet) kommt. Bargeld kann unendlich oft für verschiedene Zahlungsvorgänge verwendet werden. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_162.pdf">Der Geldkreislauf und seine Möglichkeiten</a>, 18.03.2014)) Geldguthaben genau nur einmal. Geldguthaben stellen lediglich einen Anspruch auf Geld und Geldschulden eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Geld dar. Wird der Anspruch eingelöst oder die Verpflichtung erfüllt, dann verschwindet das entsprechende Guthaben oder die Schuld bei der betreffenden Person. Die Geschäftsbank dient an dieser Stelle als Mittler. Das ist ihre Dienstleistung.</p>
<p>Schnell wird klar, dass die Geschäftsbank im ungefähr gleichen Maß wie sie Geld zur Aufbewahrung von Sparern entgegen nimmt, dieses über Kredite an Schuldner zurück in den Wirtschaftskreislauf bringen muss. Das ist ihr Geschäftsmodell.</p>
<p>Exkurs zur Kritik:<br />
Auch an dieser Stelle gibt es gegenläufige Theorien, etwa von der „kreditären Geldschöpfung“ (s. oben), welche sowohl empirisch ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_130.pdf">Bankeinlagen und Bankkredite</a>, 18.03.2014)) als auch theoretisch ((humane-wirtschaft.de, <a href="http://www.humane-wirtschaft.de/dauerbrenner-geldschoepfung-helmut-creutz/">Dauerbrenner Geldschöpfung</a>, 18.03.2014)) falsifiziert werden kann.</p>
<p>Der Schuldner muss dann immer entweder seine Ausgaben reduzieren oder seine Einnahmen  erhöhen, damit er den Kredit zurückzahlen kann.<br />
Wir hatten eingangs festgestellt, dass die primäre Aufgabe des Geldes die Zirkulation, das „wandern, von der einen Hand zur andern“ ist.</p>
<p>Geld muss also im Gleichgewicht zu den Waren und Dienstleistungen eines Wirtschaftssystems vorhanden sein. Wird es übermäßig stark hinzu gegeben, dann steigen die Preise und man spricht von Geldentwertung. Der Fachbegriff lautet Inflation.<br />
Wird dem Kreislauf hingegen Geld entzogen, sinken die Preise, da die Unternehmen ihre Produkte loswerden wollen, aber schlichtweg nicht alles gekauft werden kann. Der Wert des Geldes steigt. Man spricht von Deflation.</p>
<p>Dieses letztgenannte Szenario tritt jedoch immer dann auf, wenn jemand sein Geld unter das Kopfkissen bzw. ins Sparschwein steckt oder im Garten vergräbt. Diesen Vorgang nennt man Geldhortung. Historische Beispiele dafür sind unter anderem die riesigen Goldschätze in entsprechenden Truhen, die immer wieder in der Geschichte angelegt wurden („Verschatzung“).</p>
<p>Heutzutage werden zwei „Lockmittel“ angewandt, um das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzubringen. Zum einen ist das die eben erläuterte Inflation. Wenn das Geld tendenziell an Wert verliert, dann bin ich natürlich bemüht es schnell auszugeben. Doch es gibt auch einen anderen Weg: Ich bringe mein Geld zur Bank und erhalte dafür im derzeitigen Geldsystem Zinsen. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_016.pdf">Kredit- und Zinskreislauf</a>, 18.03.2014)) ((spiegel.de, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/sparen-in-der-krise-wie-anleger-trotz-inflation-rendite-machen-a-804731.html"> Sparen in der Krise: Wie Anleger trotz Inflation Rendite machen</a>, 28.12.2011))</p>
<p>Trotz all dieser Bemühungen stellt die Geldhortung auch heute noch ein gewaltiges Problem dar, sodass laut Bundesbankberichten nur noch circa 10% des Geldes in Deutschland ihrem eigentlichen Zweck nachkommen: dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. ((fu-berlin.de, <a href="http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/creutz/geldsyndrom/kap9.htm">Das Problem der Geldhortung</a>, 18.03.2014)) Der Rest verschwindet unter anderem zur Wertaufbewahrung im Ausland, also dort, wo die jeweilige Währung nicht gesetzliches Zahlungsmittel ist oder illegale Geschäfte (z.B. Drogenhandel) werden damit getätigt. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/artikel/creutz_geldhortung.pdf">Wer hortet denn heute noch Geld?</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Soweit zur Vorrede, bzw. Grundlegung des Themas. Das hat zwar bereits einiges an Anstrengung gekostet, ist aber absolut notwendig, um sich auf einem soliden Fundament dem Geldthema zu nähern.<br />
Du kennst jetzt die Ursachen warum es Geld gibt, wie es entsteht und warum es zirkulieren muss. Außerdem habe ich den Ist-Zustand der unzureichenden Geldzirkulation beschrieben.</p>
<p>Die Inflation wurde bereits ausreichend erklärt und ihr problematischer Charakter sollte deutlich geworden sein. Sie ist keine gute Lösung um das Geld in Umlauf zu halten, da sie es zugleich schleichend, aber stetig entwertet. Wenden wir uns nun dem Kern meiner Darstellung zu: dem Zins.<br />
Der Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes beschrieb den Zins unter anderem als „Belohnung für die Nichthortung von Geld“. ((vgl. John Maynard Keynes, <em>Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes</em>, Verlag Duncker &amp; Humblot, 2006)) Das entspricht meiner vorhin genannten Funktion des Zinses als „Lockmittel“. Warum ergeben sich aus dem Zins dramatische Konsequenzen?</p>
<p>Sobald man Geld bei einer Bank anlegt und darauf Zinsen erhält, müssen andere Menschen für dieses leistungslose Einkommen arbeiten. Dieser Umstand verschlimmert sich umso mehr, wenn wir unser Geldvermögen nicht mehr sukzessive (Schritt für Schritt) vom Konto abheben und ausgeben, sondern bei der Bank lassen und damit der Zinseszinseffekt einsetzt. Es kommt zu einem sich selbst beschleunigendem Wachstum, einer <strong>Selbstvermehrung</strong>.</p>
<p>Diese findet in der Natur einen passenden Vergleich: die Vermehrung von <strong>Krebs</strong>zellen.</p>
<p>Dieses sogenannte „exponentielle Wachstum der Geldvermögen“ führt automatisch dazu, dass auch die Verschuldung im gleichen Maß ansteigen muss, da jedem Anrecht auf Geld ein entsprechendes Versprechen zur Rückzahlung von Geld gegenüber stehen muss. Dieser Umstand ist der ureigentliche Grund warum es zwangsläufig zum Anstieg der Schulden, z.B. unseres Landes, kommen muss. Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag und sie nehmen immer stärker beschleunigt mit jedem weiteren Tag zu. Das System wächst wie Krebs, bis es sich schließlich selbst zerstört.</p>
<p>Wenden wir uns nun den konkreten Auswirkungen zu, die unser derzeitiges Geldsystem auf unser aller Leben hat:<br />
Stell dir bitte folgende Situation vor:<br />
Du möchtest eine Bäckerei eröffnen, um Brötchen zu backen.<br />
Was musst du dabei alles bedenken?<br />
Gehen wir davon aus, du besitzt bereits ein Gebäude. Ein Backofen muss hingegen erst noch angeschafft werden. Leider hast du dafür nicht ausreichend Geld zur Hand und musst bei der örtlichen Geschäftsbank einen Kredit aufnehmen.<br />
Weitere Kostenpunkte sind natürlich Materialkosten, z.B. für Mehl, Wasser und Energie, sowie Personalkosten.<br />
Wie zahlst du nun den Kredit zurück?<br />
Es gibt genau nur einen Weg.<br />
Du musst die Kosten in den Brötchenpreis einrechnen.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt exemplarisch, dass sich letztlich in allen Waren und Dienstleistungen ein bestimmter Zinsanteil befindet, da im Verlauf der Herstellung immer wieder Kredite aufgenommen werden mussten, um trotz fehlendem Eigenkapital eine Produktion zu ermöglichen.</p>
<p>Das Gleiche gilt für die Steuern, die der Staat erhebt, da auch er Schulden zurückzahlen muss.</p>
<p>Berechnet man den durchschnittlichen Zinsanteil aller Waren und Dienstleistungen, inklusive Steuern, so beträgt dieser je nach Berechnung 30-40%. ((fu-berlin.de, Ralf Becker, <a href="http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/becker/nebg.pdf">Nachhaltigkeit braucht Geldmarktreform</a>, S.3, 14.06.2003)) ((kennedy-bibliothek.info, Margrit Kennedy, <a href="http://kennedy-bibliothek.info/data/bibo/media/GeldbuchDeutsch2006.pdf">Nachhaltigkeit braucht Geldmarktreform</a>, S.30ff., 18.03.2014)) ((Helmut Creutz, <em>Das Geldsyndrom 2012: Wege zu einer krisenfreieren Wirtschaftsordnung</em>, Hochschulverlag, 2012, S.283))</p>
<p>Man könnte nun erwidern, dass dieser Zinsanteil doch eine faire Sache ist, da ihn jeder, gemessen an seinen Ausgaben, zahlen muss. Das ist natürlich richtig, nur haben wir bisher ja lediglich die Zinszahlerseite betrachtet. Irgendjemand muss diese Zinsen selbstverständlich auch erhalten.</p>
<p>In dieser Hinsicht ist die Vermögensverteilung in Deutschland sehr interessant. Gemeint ist also all jenes angelegte Geldvermögen bei Banken, auf das es Zinsen gibt. Natürlich ist das Beispiel der Bank stark vereinfacht, da mittlerweile die meisten Anlagen über Versicherungsfonds, Sachwerte, wie z.B. Aktien und Böden, oder über Spekulation an der Börse erfolgen.</p>
<p><a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/e/creutz_059.pdf"><img alt="Zinssalden nach Haushaltsgruppen" src="http://deinepolitik.de/wp-content/uploads/2014/03/creutz_059_ohneEinkommen.jpg" width="600" height="627" /></a></p>
<p>Aus dieser Vermögensverteilung ergibt sich ein bestimmtes Zinseinkommen, dem selbstverständlich die 30-40% Zinsausgaben gemessen am Konsum gegenüberstehen.<br />
Wenn man diese beiden Größen gegenüberstellt ergibt sich, dass circa die Hälfte der deutschen Haushalte auf Zinseinkommen verzichten müssen, da sie (nahezu) vermögensfrei oder sogar verschuldet sind.</p>
<p>Bei weiteren 30% reicht das Zinseinkommen nicht aus, um den Zinsanteil in den Ausgaben zu decken. Die 9. Haushaltsgruppe kann in etwa beide Größen ausgleichen.<br />
In der 10. und letzten Haushaltsgruppe geschieht etwas Unerwartetes. Hier übersteigen die Zinseinnahmen die Zinsausgaben um ein Vielfaches.<br />
Dabei sind die Superreichen („das oberste eine Prozent“; wenn man ins Detail geht, sogar nur die obersten 0,1%) ((vgl. Hans-Jürgen Krysmanski, <em>0,1 % Das Imperium der Milliardäre</em>, Westend, 2012)) noch nicht einmal erfasst, da sie ihren Reichtum lieber nicht den Behörden mitteilen wollen.</p>
<p>Was zeigt uns diese Statistik((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_59.pdf">Ausgaben, Zinslasten und Zinserträge</a>, 24.03.2014))?<br />
Wir haben einen Gewinner!<br />
Genau genommen nicht nur einen, sondern immerhin (noch) circa 10% der deutschen Haushalte.<br />
Wo es einen Gewinner gibt, da gibt es auch immer Verlierer.<br />
Das sind leider die restlichen circa 90% der Bevölkerung.<br />
Interessant ist ebenfalls die Aufteilung innerhalb der Gewinnergruppe. Auch dort gibt es nochmal gewaltige Unterscheide zwischen dem reichsten und dem (vermeintlich) „ärmsten“ Zehntel.<br />
Das reichste Hundertstel der Haushalte in Deutschland besitzt über ein Drittel des Gesamtvermögens. ((umfairteilen.de, <a href="http://umfairteilen.de/index.php?id=18&amp;type=98">Wer soll das zahlen? Ich von meinem Sparbuch?</a>, 18.03.2014)) ((diw.de, <a href="http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.378113.de">A Wealth Tax on the Rich to Bring down Public Debt?: Revenue and Distributional Effects of a Capital Levy </a>, 18.03.2014))</p>
<p>Was für Schlüsse lassen sich ziehen?<br />
Das „Lockmittel“ Zins hat einige &#8220;unschöne&#8221; Nebeneffekte:</p>
<ul>
<li>es verteilt den Wohlstand eines Landes von „vergeblich arbeitend“ nach „vermögend“,</li>
<li>es zwingt die Wirtschaft zu unendlichem Wachstum, um die immer größer werdenden Schuldenberge zurückzahlen zu können, wobei dies angesichts einer begrenzten (da endlichen) Welt nicht möglich, nicht wünschenswert und erst recht nicht auf exponentiellem Niveau dauerhaft zu realisieren ist,</li>
<li>es führt angesichts dieses Wachstumszwangs zu unglaublichen und unumkehrbaren Umweltzerstörungen,</li>
<li>und nicht zuletzt führt es uns durch seinen Umverteilungscharakter direkt auf soziale Krisen zu. Dies kann sich z.B. in Kriegen, gewaltsamen Aufständen, Hungersnöten oder Generationskonflikten äußern.</li>
</ul>
<p>Letztlich zerstört sich dieses System rein mathematisch bedingt selbst, da exponentielle und selbst noch lineare Funktionen ((wachstumsstudien.de, Kay Bourcarde und Torben Anschau, <a href="http://wachstumsstudien.de/Inhalt/Zeitschrift/Heft4/Unvereinbarkeit_Zinssystem_lineares_Wirtschaftswachstum.pdf">Zur Unvereinbarkeit<br />
des Zinssystems mit linearem Wirtschaftswachstum</a>, 18.03.2014)) ins Unendliche führen &#8211; auf einer endlichen Erde ein Ding der <strong>Unmöglichkeit</strong>.<br />
Am Ende stehen dann eine Währungsreform ((wikipedia.org, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise">Argentinien-Krise</a>, 18.03.2014)), ein Schuldenschnitt ((faz.net, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland-der-schuldenschnitt-11659846.html">Der Schuldenschnitt</a>, 18.03.2014)) oder eine Hyperinflation ((planet-wissen.de, <a href="http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/deutsche_politik/weimarer_republik/hyperinflation.jsp">Die Hyperinflation von 1923</a>, 18.03.2014)), wie schon etliche Male erlebt, an. Vorher sträubt sich jedoch der betroffene Währungsraum mit allen Mitteln: Man ruft mit trauriger aber entschlossener Miene zum humanitären Einsatz auf. ((sueddeutsche.de, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/luegen-im-irakkrieg-die-langen-nasen-von-powell-amp-co-1.264076">Lügen im Irakkrieg</a>, 18.03.2014)) ((zdf.de, <a href="http://www.zdf.de/Dokumentation/Es-begann-mit-einer-L%C3%BCge-27016478.html">Es begann mit einer Lüge</a>, 18.03.2014)) Die aktuelle Forschung beweist eindrücklich, dass es sich um Ressourcenkriege ((vgl. Daniele Ganser, <em>Europa im Erdölrausch</em>, Orell Füssli, 2012)) zur verzweifelten Erhaltung eines gescheiterten Geldsystems ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_088.pdf">Warum kommen wir unter die Räder?</a>, 18.03.2014))handelt.</p>
<p>Welcher Mensch mit gesunder geistiger Verfassung kann das schon wollen, egal zu welcher Zinseinkommenskategorie er gehört? Es gibt nur eine Erde und wenn diese unser (Über-)Leben nicht mehr ermöglicht, dann nutzt auch das größte Vermögen nichts mehr.</p>
<p>Deshalb sollten wir uns gemeinsam eine konstruktive Lösung überlegen, wie Geld ohne Zins und Inflation in der Wirtschaft fließt, statt gehortet zu werden.</p>
<p>Eine <strong>funktionierende Alternative</strong> ist fast schon trivial und zugleich Jahrhunderte alt.</p>
<p>Würde die Zentralbank eine geringe Nutzungsgebühr auf das Bargeld erheben, dann wären alle Menschen bemüht ihr Geld entweder auszugeben oder zur Bank zu schaffen. Das Geld würde innerhalb der Wirtschaft wieder ungehemmt fließen, weswegen man dieses Konzept „Fließendes Geld“ nennt. ((neuesgeld-torgau.de, Klaus Reddmann und Michael Grunow, <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/">Fließendes Geld</a>, 18.03.2014)) ((wissensmanufaktur.net, Wolfgang Berger, <a href="http://www.wissensmanufaktur.net/fliessendes-geld">Durch fließendes Geld raus aus der Zinsknechtschaft</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Was würde mit den Zinsen geschehen?<br />
Es würde sie zunächst einmal immer noch geben, nur würden sie drastisch absinken.<br />
Es ist gerechtfertigt, dass eine Geschäftsbank einen geringen Zinssatz von circa 3% vom Kreditnehmer verlangt. Erstens wird sie dadurch für ihre Dienstleistung entlohnt, kann ihre Mitarbeiter bezahlen sowie Rücklagen für den Ausfall von Krediten anlegen („Risikoprämie“) und zweitens besteht für den Kreditnehmer ein Anreiz, seinen Kredit zurückzuzahlen.</p>
<p>Ein leistungsloses Einkommen aus der Arbeit anderer hingegen ist nicht gerechtfertigt.</p>
<p>Deshalb würden die Zinsen auf Guthaben durch die sogenannte „Umlaufgebühr,“ die Gebühr auf das Bargeld, in den negativen Bereich absinken. Je längerfristiger man sein Geld jedoch bei der Bank anlegt umso geringer würde diese Gebühr ausfallen, bis sie schließlich bei langfristiger Anlage um 0% schwankt, je nach Marktlage. Dadurch wäre sparen, z.B. für die Rente oder eine größere Investition, wie bisher möglich, nur nicht mehr zu Lasten von anderen.</p>
<p>Diese Lösung ist so unheimlich clever und praktikabel, dass wir sie ganz einfach austesten sollten. Das kann am besten national, aber auch über Regionalgeldinitiativen funktionieren. ((chiemgauer.info, <a href="http://www.chiemgauer.info/">Chiemgauer</a>, 18.03.2014)) ((elbtaler.de, <a href="http://www.elbtaler.de/">Elbtaler</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Hoffentlich konnte ich die Grundlagen, Probleme und Zukunft unseres Geldsystems ansprechend, umfassend und korrekt erklären. ((tauschnetz.de, <a href="http://www.tauschnetz.ch/Bibliothek/geldohnezinsen.pdf">Geld ohne Zinsen und Inflation Zusammenfassung</a>, 18.03.2014)) ((neuesgeld.net, <a href="http://neuesgeld.net/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=119&amp;Itemid=356&amp;lang=de">Das Geld soll dem Menschen dienen &#8211; nicht der Mensch dem Geld!</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Zur vertiefenden Recherche:<br />
Das Geldsyndrom 2012: Wege zu einer krisenfreieren Wirtschaftsordnung<br />
Geld ohne Zinsen und Inflation<br />
Schulden: Die ersten 5000 Jahre<br />
Humane Wirtschaft (Zeitschrift)<br />
neuesgeld-torgau.de<br />
neuesgeld.net<br />
helmut-creutz.de</p>
<p>Viel Spaß und gutes Gelingen beim Weitererzählen sowie Umsetzen!</p>
<p>Aktivist ist, wer aktiv ist!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Die Kluft zwischen arm und reich</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Mar 2014 11:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geldsystem]]></category>
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		<description><![CDATA[Laut einer aktuellen DIW-Analyse von Markus M. Grabka und Christian Westermeier auf der Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) sind die Vermögen in keinem Euro-Land so ungleich verteilt wie in Deutschland. Nicht nur zwischen arm und reich, auch zwischen Ost und &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-kluft-zwischen-arm-und-reich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-kluft-zwischen-arm-und-reich/">Die Kluft zwischen arm und reich</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Laut einer aktuellen DIW-Analyse von Markus M. Grabka und Christian Westermeier auf der Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) sind die Vermögen in keinem Euro-Land so ungleich verteilt wie in Deutschland. Nicht nur zwischen arm und reich, auch zwischen Ost und West klafft die Schere weit auseinander.</p>
<p>Die Studie vermittelt den Eindruck, dass es in den letzten Jahren keinen signifikanten Veränderungen gab, weder bei den individuellen Nettovermögen in Deutschland, noch beim Gini-Koeffizient, der die Vermögensverteilung in einem Land misst. Grabka und Westermeier betrachten in ausgewählten Perzentilen die Nettovermögen von Bundesbürgern ab dem 17. Lebensjahr. Ein Perzentil, also ein 1%-Segment, gibt das geschätzte Nettovermögen von rund 700.000 Bundesbürgern wieder.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/03/DIW9-2014-Vermoegensverteilung-600x928.jpg" rel="lightbox[2933]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2937" alt="DIW Wochenbericht 9-2014 Vermögensverteilung" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/03/DIW9-2014-Vermoegensverteilung-600x928-300x193.jpg" width="300" height="193" /></a></p>
<p>&#8220;Bei der Interpretation dieser Ergebnisse muss beachtet werden, dass eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobe (Anm.: Erfassung von Vermögen durch Befragung) wie das SOEP den Bereich sehr hoher Vermögen tendenziell untererfasst und damit das Ausmaß an Vermögensungleichheit unterschätzt. Es kann vermutet werden, dass es in den vergangenen zehn Jahren zu einem Anstieg der Vermögensungleichheit gekommen ist, da nach der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung die Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen im Vergleich zu den Arbeitnehmerentgelten überdurchschnittlich gestiegen sind.&#8221;</p>
<p>Ein Vergleich mit der <a title="PHF-Studie Deutsche Bundesbank" href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Presse/Publikationen/2013_03_21_phf_praesentation.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank">PHF-Studie der Bundesbank</a> zeigt, dass die Pro-Kopf-Nettovermögen in der aktuellen DIW-Analyse unterschätzt werden.</p>
<p>Eine zentrale Funktion von Vermögen ist die Stabilisierung des Konsums bei Einkommensausfällen, z.B. durch Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Rentenalter. Das Vermögen ausschließlich durch körperliche und geistige Arbeit entstehen, ist ein weit verbreiteter Mythos.</p>
<p>Wie sieht es in der Realität aus? Die Vermögen wachsen zu größten Teil nicht durch Fleiß und Sparsamkeit, sondern leistungslos durch Zins und Zinseszins. Die Bundesbank spricht in mehreren Monatsberichten über die &#8220;Selbstalimentation der Geldvermögensbildung&#8221;. 1993 schätzte die Bundesbank diese zinsbedingte Zunahme der Geldvermögen auf 80% der Neuersparnisse.</p>
<p>Vermögen alimentieren sich also selbst, und zwar zu Lasten Dritter!</p>
<p>Diese Entwicklung wird auch bei einer genaueren Betrachtung des Volkseinkommens deutlich. In Deutschland konnte das Volkseinkommen, vereinfacht betrachtet die Summe aus Arbeits- und Kapitaleinkommen, in den letzten 20 Jahren um mehr als 65% gesteigert werden. Die Arbeitseinkommen blieben weit hinter dem Anstieg des Volkseinkommens zurück und erreichten nur rund die Hälfte des Anstieges des Volkseinkommens. Der Anstieg der Kapitaleinkommen fiel dem entsprechend deutlich höher aus. Damit reduziert sich zwangsläufig die Möglichkeit für Bezieher von Arbeitseinkommen, die vermehrt geschaffenen Produkte zu erwerben, selbst wenn der Bedarf vorhanden wäre. Die Kapitaleinkommen werden zum größten Teil nicht für den Konsum verwendet.</p>
<p>Wie groß ist die Kluft zwischen arm und reich tatsächlich?</p>
<p>Erst ein Vergleich mit dem Vermögen des Aldi-Gründers Karl Albrecht verdeutlicht, wie groß der Abstand zwischen arm und reich wirklich ist. Selbst das 99-Prozent-Perzentil der DIW-Studie verschwindet im &#8220;Nichts&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/03/DIW9-2014-Vermoegensverteilung-Vergleich-mit-Karl-Albrecht-600x928.jpg" rel="lightbox[2933]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2940" alt="DIW 9-2014 Vermögensverteilung Vergleich mit dem Vermögen von Karl Albrecht" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/03/DIW9-2014-Vermoegensverteilung-Vergleich-mit-Karl-Albrecht-600x928-300x193.jpg" width="300" height="193" /></a></p>
<p>Es ist unvorstellbar, dass Vermögen dieser Größenordnung ausschließlich durch körperliche und geistige Arbeit in einem Arbeitsleben entstehen können. Das aktuelle Gesamtvermögen von Karl Albrecht wurde vom US-Wirtschaftsmagazin Forbes im März 2014 auf ca. 18,2 Mrd. Euro geschätzt.</p>
<p>Den meisten Systemgewinnern sind die mit Zins und Zinseszins einhergehenden Probleme nicht bewusst. Die leistungslose Umverteilung durch Zins und Zinseszins wird auch von einem Großteil der Bevölkerung nicht hinterfragt. Selbst nicht von denen, die auf der Verliererseite stehen. Auch die beiden Aldi-Gründer haben von Menschen gemachte Gesetze nur vorgefunden und nicht erlassen. Nur sind die Gesetze der Wirtschaftswissenschaften keine Naturgesetze und mitnichten alternativlos.</p>
<p>Eine Wirtschaftssystem, dass in erster Linie dem Kapital dient, kann nur zeitlich begrenzt dem Gemeinwohl dienen. Die Dramatik exponentieller Geldsysteme wird in ihren Spätzeiten deutlich, wenn sie Menschen und Natur irreparable Schäden zufügen. Nur in einer Marktwirtschaft ohne Kapitalismus können diese Schäden vermieden werden. Fließendes Geld ist eine Antwort auf die Fragen unserer Zeit.</p>
<p>Quellen:<br />
<a title="DIW Wochenbericht 9-2014 Vermögensverteilung" href="http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.438708.de/14-9.pdf" target="_blank">DIW Wochenbericht 9-2014 Vermögensverteilung</a><br />
<a title="Wikipedia Karl Albrecht" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Albrecht" target="_blank">Wikipedia Karl Albrecht</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-kluft-zwischen-arm-und-reich/">Die Kluft zwischen arm und reich</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Blühende Landschaften</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jan 2014 06:15:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Abwanderung]]></category>
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		<description><![CDATA[Helmut Kohl prophezeite am 1. Juli 1990 in seiner Fernsehansprache anlässlich des Inkrafttretens der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion: &#8220;Durch eine gemeinsame Anstrengung wird es uns gelingen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen schon bald wieder in blühende Landschaften zu &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/bluhende-landschaften/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/bluhende-landschaften/">Blühende Landschaften</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Helmut Kohl prophezeite am 1. Juli 1990 in seiner Fernsehansprache anlässlich des Inkrafttretens der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion: &#8220;Durch eine gemeinsame Anstrengung wird es uns gelingen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen schon bald wieder in blühende Landschaften zu verwandeln, in denen es sich zu leben und zu arbeiten lohnt.&#8221;</p>
<p>In den folgenden Jahren wiederholte Kohl diese Prophezeiung mehrfach.</p>
<p>1990: &#8220;Ich sage Ihnen, meine lieben Mitbürger, voraus, dass die neuen Bundesländer in drei, vier Jahren, oder vielleicht fünf Jahren, aber bestimmt nicht später, blühende Landschaften sein werden.&#8221;</p>
<p>1990: &#8220;Wir werden vermutlich in einem Jahr die Talsohle durchschritten haben. In vier, fünf Jahren wird es dort in den neuen Bundesländern blühende Landschaften geben.&#8221;</p>
<p>1991: &#8220;Und ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass wir in den nächsten drei bis vier Jahren in den neuen Bundesländern blühende Landschaften gestalten werden.&#8221;</p>
<p>1992: &#8220;&#8230; bald schon blühende Landschaften, in denen zu leben und zu arbeiten lohnt&#8230;&#8221;</p>
<p>1994: &#8220;Die blühenden Landschaften sind doch unterwegs, vier, fünf Jahre wird es noch dauern.&#8221;</p>
<p>1994: &#8220;Die blühenden Landschaften sind doch unterwegs, nur der Faktor Zeit hat sich verschoben.&#8221;</p>
<p>1994: &#8220;Ich bleibe bei den blühenden Landschaften, ich habe früher vier bis fünf Jahre gesagt, jetzt verdoppele ich die Zahl.&#8221;</p>
<p>1998 tauchten die blühenden Landschaften noch einmal im Bundestagswahlkampf auf. Die CDU verwendete den Begriff auf ihren Wahlplakaten und warb darauf u.a. mit sanierten und restaurierten Gebäuden aus den neuen Bundesländern.</p>
<p>Habe ich Kohl vielleicht falsch verstanden? Ging es ihm nur um die Sanierung maroder Immobilien und Straßen in der ehemaligen DDR? Wartet Helmut Kohl heute immer noch auf die blühenden Landschaften, &#8220;in denen es sich zu leben und zu arbeiten lohnt&#8221;?</p>
<p>Viele Menschen in den neuen Bundesländern warten nicht mehr.</p>
<p>Die Aussichten in unserem Landkreis sind schlecht. Nordsachsen verliert pro Jahr etwa 1 % seiner Einwohner &#8211; nicht durch den demografischen Wandel, sondern durch Abwanderung. Besonders schmerzlich ist dabei die Abwanderung qualifizierter junger Menschen.</p>
<p>Der Landkreis ist wirtschaftlich schwach. Neuansiedlungen von größeren Unternehmen in unserer Region sind eher selten. Die von Politik und Wirtschaft angestrebte Steigerung der Produktivität wird in hochindustrialisierten Ländern, wie in Deutschland, durch Industrialisierung, also Spezialisierung, Mechanisierung, Automatisierung und Rationalisierung erzielt. Die Arbeitsproduktivität hat sich in Deutschland dadurch in den letzten 50 Jahren mehr als vervierfacht. Maschinenarbeit ersetzt Menschenarbeit. Durch die voranschreitende Industrialisierung sinkt der Anteil menschlicher Arbeit. In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl atypischer Beschäftigungsverhältnisse gestiegen, jedoch ist die Anzahl von Beschäftigungsverhältnissen in Vollzeit mit mindestens 21 Arbeitsstunden pro Woche um über 5,0 Mio. Vollzeitstellen gesunken. Die Gewinne des technischen Fortschritts werden privatisiert. Maschinen zahlen keine Einkommensteuer, konsumieren nichts und gründen keine Firmen. Dem Landkreis fehlen die Einnahmen. Nordsachsen ist mit über 100 Mio. Euro verschuldet. In den kommenden Jahren wird sich die Verschuldung des Landkreises rapide erhöhen. Der Fehlbetrag wird auf rund 20 Mio. Euro pro Jahr geschätzt. Das wird der Landkreis auch mit Steuererhöhungen niemals wieder tilgen können.</p>
<p>Wo sind die blühenden Landschaften? In den Karten des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und der Gesellschaft für Konsumforschung sind heute noch die Grenzen der ehemaligen DDR erkennbar.  </p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/01/armutsatlas-gfk-ddr.jpg" rel="lightbox[2658]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/01/armutsatlas-gfk-ddr-300x240.jpg" alt="Armutsatlas GfK-Kaufkraftindex DDR" width="300" height="240" class="aligncenter size-medium wp-image-2754" /></a></p>
<p>Die Zukunftsaussichten für unseren Landkreis sind nicht gut. Im <a href="http://www.prognos.com/zukunftsatlas/13/" title="Prognos-Zukunftsatlas 2013" target="_blank">Prognos-Zukunftsatlas 2013</a> finden wir Nordsachsen auf Platz 388. </p>
<p>Den neuen Bundesländern fehlen regionale Wirtschaftskreisläufe. Die ehemals vorhandenen Strukturen sind mit der Wiedervereinigung zusammengebrochen. Die meisten Menschen in den neuen Bundesländern decken ihren täglichen Bedarf mit den Dingen aus anderen Regionen bzw. Ländern. Die Kaufkraft unserer Region fließt über diese Waren und Dienstleistungen aus anderen Regionen und Ländern über die einzelnen Glieder immer länger werdender Wertschöpfungsketten ab. Der Abstand zwischen Produktion und Konsum wird immer größer. Zusätzlich fließt die Kaufkraft durch Interneteinkäufe und Einkaufstourismus aus der Region ab.</p>
<p>Was kann man tun? Kann man überhaupt etwas tun? </p>
<p>Die wichtigste und greifbarste Aufgabe, der wir uns stellen können, ist der Aufbau regionaler Wirtschaftkreisläufe. Die Kaufkraft im Landkreis ist gering. Mit 81,3 Prozent des Bundesdurchschnitts befindet sich Nordsachsen im Ranking der 402 Landkreise auf Platz 372. Es hilft uns nicht, hier neidvoll auf andere Regionen zu blicken.</p>
<p>Wesentlich interessanter sind Informationen über die Kaufkraftbindungsquote, denn aus ihr kann abgeleitet werden, ob die regional vorhandene Kaufkraft lokal genutzt wird oder abfließt. Vor allem im ländlichen Raum liegt die Kaufkraftbindungsquote in Deutschland teilweise unter 25 Prozent. In Nordsachsen liegt sie bei ca. 45 Prozent. Mit jedem Prozent zurückgewonnener Kaufkraftbindung stärken wir unseren Landkreis. Neben den vielen kommunalen Bemühungen, die Infrastruktur zu erhalten bzw. auszubauen und die vorhandenen wirtschaftlichen Potentiale zu fördern, um Menschen und Unternehmen in der Region zu halten und zu gewinnen, kann also jeder Einzelne mit seinem Kaufverhalten zur Stärkung der Region beitragen. </p>
<p>Holger Reinboth, Vorsitzender vom &#8220;Verein zur Bewahrung und Förderung des ländlichen Raumes Ostelbien e.V.&#8221;, beschreibt diesen Gedanken einer positiven regionalen Identität in einem Interview mit der Torgauer Zeitung mit den Worten &#8220;&#8230; dass die Region ihr wunderbares Potenzial begreift und auch von außen als erfrischend wahrgenommen wird – trotz der vielen Probleme, die wir zweifellos haben&#8221;.</p>
<p>Quellen:<br />
Fünf Jahre sind genug! &#8211; Neue DDR-Witze, Ernst Röhl, Eulenspiegel-Verlag<br />
Arbeitswende, Prof. Günther Moewes, pad-Verlag<br />
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband <a href="http://www.forschung.paritaet.org/index.php?id=1428" title="Armutsquoten 2007" target="_blank">Armutsquoten 2007</a><br />
GfK GeoMarketing GmbH <a href="www.gfk.com/geomarketing-de" title="GfK GeoMarketing GmbH" target="_blank">www.gfk.com/geomarketing-de</a><br />
GfK GeoMarketing GmbH <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/01/GfK_Kaufkraftindex_2014_A5.tif" title="GfK Kaufkraftindex 2014" target="_blank">GfK Kaufkraftindex 2014</a><br />
Prognos <a href="http://www.prognos.com/zukunftsatlas/13/" title="Zukunftsatlas 2013" target="_blank">Zukunftsatlas 2013</a><br />
Torgauer Zeitung 2.2.2013 <a href="http://www.torgauerzeitung.com/default.aspx?t=newsdetailmodus%2867947%29" title="Geringe Kaufkraft in Nordsachsen" target="_blank">Geringe Kaufkraft in Nordsachsen</a><br />
Torgauer Zeitung 21.12.2013 <a href="http://www.torgauerzeitung.com/Default.aspx?t=NewsDetailModus%2873367%29" title="Ostelbiens Leckerschmecker" target="_blank">Ostelbiens Leckerschmecker</a><br />
Wikipedia <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%BChende_Landschaften" title="Blühende Landschaften" target="_blank">Blühende Landschaften</a><br />
Wikipedia <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufkraft_%28Konsum%29" title="Kaufkraft (Konsum)" target="_blank">Kaufkraft (Konsum)</a><br />
Wikipedia <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufkraftbindungsquote" title="Kaufkraftbindungsquote" target="_blank">Kaufkraftbindungsquote</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/bluhende-landschaften/">Blühende Landschaften</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		</item>
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		<title>Papst Franziskus: Diese Wirtschaft tötet.</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/papst-franziskus-diese-wirtschaft-totet/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Dec 2013 09:48:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Adventszeit ist die Zeit der Besinnung. Zeit sich zu besinnen. Was macht Sinn? Macht unser Finanz- und Wirtschaftssystem Sinn? Papst Franziskus hinterfragt diese in seinem jüngsten apostolischen Schreiben und kritisiert den Kapitalismus und die wachsende soziale Ungerechtigkeit mit den &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/papst-franziskus-diese-wirtschaft-totet/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/papst-franziskus-diese-wirtschaft-totet/">Papst Franziskus: Diese Wirtschaft tötet.</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Adventszeit ist die Zeit der Besinnung. Zeit sich zu besinnen. </p>
<p>Was macht Sinn? </p>
<p>Macht unser Finanz- und Wirtschaftssystem Sinn?</p>
<p>Papst Franziskus hinterfragt diese in seinem jüngsten apostolischen Schreiben und kritisiert den Kapitalismus und die wachsende soziale Ungerechtigkeit mit den Worten &#8220;Diese Wirtschaft tötet.&#8221; oder &#8220;Nein zu einem Geld, das regiert statt zu dienen&#8221;.</p>
<div id="attachment_2388" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/12/600px-Pope_Francis_in_March_2013.jpg" rel="lightbox[2357]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/12/600px-Pope_Francis_in_March_2013-300x300.jpg" alt="Papst Franziskus" width="300" height="300" class="size-medium wp-image-2388" /></a><p class="wp-caption-text">Papst Franziskus © Casa Rosada &#8211; Wikipedia, Lizenz CC-BY-SA</p></div>
<p>Besinnt sich die katholische Kirche mit Papst Franziskus an der Spitze zurück auf ihre Wurzeln und auf in Vergessenheit geratene christliche Werte? </p>
<p>Wenige Christen erinnern sich heute noch an die biblischen Regeln über Zins, Schuldenerlass und uneigennützige Solidarität. Die Bereicherung an der Not anderer Menschen war Sünde. Wucher war Sünde. Es war Sünde, mehr zurückzuverlangen, als man leihweise gegeben hatte. Zins war Sünde. Wohlhabendere Christen teilten mit den Ärmeren. Sie teilten das, was sie hatten und nicht nur das, was sie übrig hatten.</p>
<p>In den christlichen, jüdischen und islamischen Religionen und auch vielen anderen Religionen hat das Zinsverbot eine mehrere tausend Jahre alte Geschichte. Die Auswirkungen unserer auf Gier und Ausbeutung fußenden Wirtschaftsordnung sind seit Jahrtausenden bekannt. In allen Religionen finden Sie Regelungen zur Geld- und Bodenordnung, auch in der Bibel. Das Zinsverbot ist ein wesentlicher Bestandteil der Religionsgeschichte. Erst in den letzten 150 Jahren wurde das im Kirchengesetzbuch der katholischen Kirche enthaltene Zinsverbot nach und nach gelockert bis letztendlich 1983 der Zins-Kanon (Kanon 1543) gestrichen wurde.</p>
<p>Zusammen mit dem Zinsverbot gab es noch das &#8220;Erlassjahr&#8221; und das in Vergessenheit geratene &#8220;Halljahr&#8221;. Das heutige Restschuldbefreiungsverfahren ähnelt dem  &#8220;Erlassjahr&#8221; aus biblischen Zeiten.</p>
<p>Auch Martin Luther war für die Einhaltung des biblischen Zinsverbotes:<br />
&#8220;Darum ist ein Wucherer  und Geizhals wahrlich kein rechter Mensch; er sündigt auch nicht eigentlich menschlich! Er muss ein Werwolf sein, schlimmer noch als alle Tyrannen, Mörder und Räuber, schier so böse wie der Teufel selbst! Er sitzt nämlich nicht als ein Feind, sondern als ein Freund und Mitbürger im Schutz und Frieden der Gemeinde und raubt und mordet dennoch gräulicher als jeder Feind und Mordbrenner. Wenn man daher die Straßenräuber, Mörder und Befehder rädert und köpft, um wie viel mehr noch sollte man da erst alle Wucherer rädern und foltern, alle Geizhälse verjagen, verfluchen und köpfen.&#8221; (&#8220;An die Pfarrherrn wider den Wucher zu predigen&#8221; von 1540)</p>
<p>Die evangelische Kirche passte sich bereits um 1600 den Auffassungen der Geldwirtschaft an und wand sich damit von der prinzipellen Absage Martin Luthers gegen das Zinsnehmen ab.</p>
<p>Weltweit sammeln Wohlfahrtsorganisationen, insbesondere in der Vorweihnachtszeit, Spenden für die Länder der Dritten Welt. Mit den weltweit gesammelten Spenden in Höhe von rund 4 Mrd. Dollar pro Jahr kann die Dritte Welt gerade einmal für 14 Tage die Zinsforderungen der Ersten Welt bedienen. Die Zinsenzahlungen, die die Erste Welt eintreibt, sind rund dreimal höher als die &#8220;Entwicklungshilfe&#8221;-Zahlungen an die Dritte Welt.</p>
<p>Weltweit leiden rund 2 Mrd. Menschen von derzeit rund 7 Mrd. Menschen an Mangelernährung, obwohl weltweit Nahrungsmittel für über 14 Mrd. Menschen hergestellt werden. </p>
<p>Täglich verhungern über 36.000 Menschen, also über 13 Mio. Menschen pro Jahr. Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren, also über 17.000 Kinder pro Tag.</p>
<p>Diese Wirtschaft tötet!</p>
<p>Im Vaterunser bitten die Christen Gott &#8220;Vergib uns unsere Schuld, wie wir auch vergeben unsern Schuldigern&#8221;.</p>
<p>Können die Christen der Ersten Welt mit ihren Schuldensümpfen und Vermögensbergen auf diese Vergebung durch Gott noch hoffen? </p>
<p><iframe width="640" height="360" src="//www.youtube.com/embed/gZ6A6Y1K3Uw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Quellen:<br />
Papst Franciskus <a href="http://www.vatican.va/holy_father/francesco/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.pdf" title="Evangelii Gaudium" target="_blank">Evangelii Gaudium</a><br />
Margrit Kennedy &#8220;Geld ohne Zinsen und Inflation&#8221;<br />
Roland Geitmann &#8220;Bibel, Kirchen und Zinswirtschaft&#8221;</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/papst-franziskus-diese-wirtschaft-totet/">Papst Franziskus: Diese Wirtschaft tötet.</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Essay: Was heißt Eigenverantwortlichkeit?</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/essay-was-heist-eigenverantwortlichkeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Nov 2013 21:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Regionalität]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein zentraler Begriff: Eigenverantwortlichkeit. Was heißt Eigenverantwortlichkeit? Warum sollte dieses Wort wieder verstärkt Eingang in unsere Gehirne finden? Eigenverantwortlichkeit ist der erste Baustein, wenn es darum geht eine intakte Gesellschaft mit glücklichen, sozialen und vorallem moralischen Menschen aufzubauen. Der Treibstoff &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/essay-was-heist-eigenverantwortlichkeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/politik/essay-was-heist-eigenverantwortlichkeit/">Essay: Was heißt Eigenverantwortlichkeit?</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein zentraler Begriff: Eigenverantwortlichkeit.</p>
<p>Was heißt Eigenverantwortlichkeit?</p>
<p>Warum sollte dieses Wort wieder verstärkt Eingang in unsere Gehirne finden?</p>
<p>Eigenverantwortlichkeit ist <span style="text-decoration: underline;">der</span> erste Baustein, wenn es darum geht eine intakte Gesellschaft mit glücklichen, sozialen und vorallem moralischen Menschen aufzubauen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Der</span> Treibstoff für Herrschaft ist Abhängigkeit. Herrschaft ist der große Feind einer freien Gesellschaft und freier Menschen.</p>
<p>Abhängigkeit entsteht auf vielfältigen Wegen, doch eine Hauptstraße, wenn man so will, liegt wiederum direkt in unseren Köpfen. Wir nisten uns ein in pseudo-bequemen Strukturen, werden bewegungsunfähig und unkritisch.</p>
<p>Eigenverantwortlichkeit heißt, sich überall einzumischen. Überall dort, wo das eigene Leben berührt oder Recht verletzt wird. Das betrifft so ziemlich jeden Bereich, außer vielleicht die Unterhose unseres Nachbars. Demnach gibt es natürliche Grenzen, doch die größte besteht darin, Eigenverantwortlichkeit zu praktizieren.</p>
<p>Es ist Pflicht, &#8220;unabhängig von eines anderen nötigender Willkür&#8221; (Kant), Entscheidungen zu treffen, Urteile aufgrund eigener Überlegungen und Recherchen zu fällen sowie permanente Reflexionen anzustellen. Diese Lebenseinstellung ist mit Sicherheit nicht die bequemste, doch sie ist objektiv richtig, da sie einem universell gültigen (d.h. vernünftigen) Gedankengang folgt.</p>
<p>Was heißt Eigenverantwortlichkeit konkret?</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Alles</span>, was das eigene Leben betrifft, hinterfragen, kritisch beleuchten und vorallem eigenhändig und eigenständig entscheiden.</p>
<p>Damit ist gelebte Eigenverantwortlichkeit realst-mögliche Politik. Sie sichert aktiv das Zusammenleben, die gesellschaftliche Ordnung.</p>
<p>Das beginnt bei allem was Konsum ist. Dabei ist wirklich alles betroffen, egal wie selbstverständlich oder wie selten es konsumiert wird. Absolute Eigenverantwortlichkeit kennt keine Ausnahmen. Mit sich selbst kann man keine Kompromisse machen, man lebt seinen Willen – konsequent.</p>
<p>Jedes Produkt wird unter bestimmten Arbeitsverhältnissen aus bestimmten Bestandteilen in einem bestimmten Land oder in verschiedenen Arbeitsschritten in verschiedenen Ländern hergestellt. Dies alles gilt es konsequenterweise nachzuvollziehen. Das macht enorme Arbeit. Jedes Produkt muss jedoch nur einmal flächendeckend untersucht werden. Nachfolgend sind nur noch Veränderungen zu recherchieren.</p>
<p>Das ist wahrhaft ein Berg an Arbeit. Doch es lohnt sich zu 100 Prozent. Für den einzelnen Menschen und mit ihm für den Planeten Erde und alles was sich um, auf und in ihm befindet.</p>
<p>Eigenverantwortlichkeit gilt auch für die Interaktion mit anderen Menschen, natürlich auch für den Umgang mit sich selbst. Deswegen sind eine humane Kommunikation, Solidarität, körperliche Fitness sowie eine respektvolle, leidfreie und gesunde Ernährung essenziell.</p>
<p>Ein angemessener Einstieg in die Rückgewinnung der Autonomie des eigenen Willens kann es sein, wieder beim lokalen (Bio-)Bauern zu kaufen, statt den Discountern die Basis für strukturelle Ausbeutung, also Gewalt, bereitzustellen.<br />
Nahrungssouveränität ist <span style="text-decoration: underline;">die</span> Grundkomponente eines autonomen Lebens.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Oct 2013 17:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftswachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Zinseszins]]></category>

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		<description><![CDATA[„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. Natürlich kann ein Taler nicht wandern, aber der Rubel kann doch zumindest rollen. Was ist die Message hinter diesen Metaphern?</p>
<p>Geld muss in erster Linie zirkulieren, genau das ist sein eigentlicher Zweck. Alle anderen Funktionen müssen dieser primären untergeordnet werden. Warum das so ist?</p>
<p>Geld ist das universelle Tauschmittel einer Wirtschaft und damit dessen Schmiermittel. Sozusagen der Möglichmacher von moderner Ökonomie und modern heißt in diesem Falle alles Wirtschaften, was über die Größe einer Dorfgemeinschaft hinausgeht.</p>
<p>Ohne Geld keine komplexe Arbeitsteilung.<br />
Soll heißen: Tauschwirtschaft funktioniert nur innerhalb eines kleinen Gebietes und sollte dort dann aber auch definitiv in unsere heutige globalisierte Wirtschaft reintegriert werden, weil es die Solidarität stärkt und ressourcenschonend funktioniert.</p>
<p><a name="_GoBack"></a>Doch darüber hinaus brauchen wir diese menschliche Erfindung namens Geld.<br />
Geld ist eine <span style="text-decoration: underline;">der wichtigsten Erfindungen</span> der bisherigen Menschheitsgeschichte und hat unheimlich komplexe Auswirkungen. Dennoch nehmen wir es bisher weitestgehend in Kauf mit einem zutiefst instabilen und schlichtweg nicht funktionalen Geldsystem zu arbeiten.</p>
<p>Eine Sache sollte euch jetzt auf der Zunge brennen: „Wenn dieser Typ aus dem Internet es schon wagt unser schönes Geld in Frage zu stellen, dann sollte er doch an erster Stelle erklären können, was Geld überhaupt ist!“</p>
<p>Alles klar, überredet, ihr habt ja Recht. Wenn ich mich gepflegt über einen allgemein akzeptierten Umstand aufregen will, dann sollte ich zunächst einmal klären, wovon ich überhaupt spreche. Danach kann man ja immer noch angewidert beanstanden, verteufeln oder einfach nur kritisieren.</p>
<p>„Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraumes, das von der Zentralbank ausgegeben wird.“</p>
<p>Wow, jetzt ist alles klar, oder?<br />
Natürlich nicht!<br />
Aber eigentlich ist es nicht so schwer.<br />
Nehmen wir diesen Satz doch ganz einfach Stück für Stück auseinander.</p>
<p>Geld ist ein „gesetzliches Zahlungsmittel“, unterliegt also bestimmten Gesetzen und wird zur Bezahlung verwendet. „Innerhalb eines Währungsraumes“ meint dann, dass dieses Geld nur in einem begrenzten Umfeld, dem jeweiligen Währungsgebiet eingesetzt werden kann. Der letzte Teil ist zur genauen Abgrenzung entscheidend. Einzig und allein die Zentralbank, auch Notenbank genannt, kann dieses Geld in Umlauf bringen.</p>
<p>Aus dieser Definition lässt sich klar ableiten, was Geld überhaupt ist und was nicht.<br />
Alles Bargeld sowie die Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank sind gesetzliches Zahlungsmittel. Punkt. Nicht mehr. Genauer könnte man Geld übrigens noch als Zentralbankgeld bezeichnen.</p>
<p>Jetzt mag sich der eine oder die andere denken: „Wozu diese komplizierte Abgrenzung?“<br />
Einzig und allein dieses Bargeld kann zur Entstehung der Geldguthaben auf den Konten führen. Diese Geldguthaben werden heutzutage zur unbaren Zahlungsabwicklung verwendet. Sie sind aber kein <span style="text-decoration: underline;">gesetzliches</span> Zahlungsmittel.</p>
<p>Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, da es an dieser Stelle sehr oft zu Verwirrungen kommt. Nur Bargeld kann verwendet werden, um Guthaben aufzubauen oder Schulden abzubauen. Demnach stellen Guthaben einen Anspruch auf Geld und Schulden eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Geld dar. Die Geschäftsbank dient an dieser Stelle als Mittler. Das ist ihre Dienstleistung.</p>
<p>Schnell wird klar, dass die Geschäftsbank im gleichen Maß wie sie Geld zur Aufbewahrung von Sparern entgegen nimmt, dieses über Kredite an Schuldner zurück in den Wirtschaftskreislauf bringen muss. Das ist ihr Geschäftsmodell.</p>
<p>Der Schuldner muss dann immer entweder seine Ausgaben reduzieren oder seine Einnahmen durch Arbeit erhöhen, damit er den Kredit zurückzahlen kann.</p>
<p>Wir hatten eingangs festgestellt, dass die primäre Aufgabe des Geldes die Zirkulation, das „wandern, von der einen Hand zur andern“, ist.</p>
<p>Geld muss also im Gleichgewicht zu den Waren und Dienstleistungen eines Wirtschaftssystems vorhanden sein. Wird es übermäßig stark hinzugegeben, dann steigen die Preise und man spricht von Geldentwertung. Der Fachbegriff lautet Inflation.<br />
Wird dem Kreislauf hingegen Geld entzogen, sinken die Preise, da die Unternehmen ihre Produkte loswerden wollen, aber schlichtweg nicht alles gekauft werden kann. Der Wert des Geldes steigt. Man spricht von Deflation.</p>
<p>Dieses letztgenannte Szenario tritt jedoch immer dann auf, wenn jemand sein Geld unter das Kopfkissen bzw. ins Sparschwein steckt oder im Garten vergräbt. Diesen Vorgang nennt man Geldhortung. Historische Beispiele dafür sind unter anderem die riesigen Goldschätze in entsprechenden Truhen, die immer wieder angelegt wurden.</p>
<p>Heutzutage werden zwei „Lockmittel“ angewandt, um das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzubringen. Zum einen ist das die eben erklärte Inflation. Wenn das Geld tendenziell an Wert verliert, dann bin ich natürlich bemüht es schnell auszugeben. Doch es gibt auch einen anderen Weg: Ich bringe mein Geld zur Bank und erhalte dafür im derzeitigen Geldsystem Zinsen.</p>
<p>Trotz all dieser Bemühungen stellt die Geldhortung auch heute noch ein gewaltiges Problem dar, sodass laut Bundesbankberichten nur noch circa 10% des Geldes in Deutschland ihrem eigentlichen Zweck nachkommen: dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. Der Rest verschwindet unter anderem zur Wertaufbewahrung im Ausland, also dort, wo die jeweilige Währung nicht akzeptiertes Zahlungsmittel ist oder illegale Geschäfte werden damit getätigt.</p>
<p>Soweit zur Vorrede. Das hat zwar bereits einiges an Anstrengung gekostet, ist aber absolut notwendig, um sich auf einem soliden Fundament dem Geldthema zu nähern.<br />
Du kennst jetzt die Ursachen warum es Geld gibt, wie es entsteht und warum es zirkulieren muss. Außerdem habe ich den Ist-Zustand der unzureichenden Geldzirkulation beschrieben.<br />
Die Inflation wurde bereits ausreichend erklärt und ihr problematischer Charakter sollte deutlich geworden sein. Sie ist keine gute Lösung um das Geld in Umlauf zu halten, da sie es zugleich schleichend, aber stetig entwertet. Wenden wir uns nun dem Kern meiner Überlegungen zu: dem Zins.</p>
<p>Der Wirtschaftswissenschafter John Maynard Keynes beschrieb den Zins unter anderem als „Belohnung für die Nichthortung von Geld“. Das entspricht meiner vorhin genannten Funktion des Zinses als „Lockmittel“. Warum ergeben sich aus dem Zins dramatische Konsequenzen?</p>
<p>Sobald man Geld bei einer Bank anlegt und darauf Zinsen erhält, müssen andere Menschen für dieses leistungslose Einkommen arbeiten. Dieser Umstand verschlimmert sich umso sehr, wenn wir unser Geldvermögen nicht mehr ausgeben, sondern bei der Bank lassen und damit der Zinseszinseffekt einsetzt. Es kommt zu einem sich selbst beschleunigendem Wachstum, einer Selbstvermehrung.<br />
Diese findet in der Natur einen passenden Vergleich: die Vermehrung von Krebszellen.</p>
<p>Dieses sogenannte „exponentielle Wachstum“ der Geldvermögen führt automatisch dazu, dass auch die Verschuldung im gleichen Maße ansteigen muss, da jedem Anrecht auf Geld ein entsprechendes Versprechen zur Rückzahlung von Geld gegenüber stehen muss. Dieser Umstand ist der ureigentliche Grund warum es zwangsläufig zum Anstieg der Schulden, z.B. unseres Landes, kommen muss. Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag und sie nehmen immer stärker beschleunigt mit jedem weiteren Tag zu. Das System wächst wie Krebs, bis es sich schließlich selbst zerstört.</p>
<p>Wenden wir uns nun den konkreten Auswirkungen zu, die unser derzeitiges Geldsystem auf unser aller Leben hat.</p>
<p>Stell dir bitte folgende Situation vor:<br />
Du möchtest eine Bäckerei aufmachen, um Brötchen zu backen.<br />
Was musst du dabei alles bedenken?<br />
Gehen wir davon aus, du besitzt bereits ein Gebäude. Ein Backofen muss hingegen erst noch angeschafft werden. Leider hast du dafür nicht ausreichend Geld zur Hand und musst bei der örtlichen Bank einen Kredit aufnehmen.<br />
Weitere Kostenpunkte sind natürlich Materialkosten, z.B. für Mehl, Wasser und Energie, sowie Personalkosten.<br />
Wie zahlst du nun den Kredit zurück?<br />
Es gibt nur einen Weg.<br />
Du musst die Kosten mit in den Brötchenpreis einrechnen.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt exemplarisch, dass sich letztlich in allen Waren und Dienstleistungen ein bestimmter Zinsanteil befindet, da im Verlauf der Herstellung immer wieder Kredite aufgenommen werden mussten, um trotz fehlendem Eigenkapital eine Produktion zu ermöglichen.<br />
Das Gleiche gilt für die Steuern, die der Staat erhebt, da auch er Schulden zurückzahlen muss.</p>
<p>Berechnet man den durchschnittlichen Zinsanteil aller Waren und Dienstleistungen, inklusive Steuern, so beträgt dieser 30-40%.</p>
<p>Du könntest nun erwidern, dass dieser Zinsanteil doch eine faire Sache ist, da ihn jeder, gemessen an seinen Ausgaben, zahlen muss. Das ist natürlich richtig, nur haben wir bisher ja lediglich die Zinszahlerseite betrachtet. Irgendjemand muss diese Zinsen natürlich auch erhalten.</p>
<p>In dieser Hinsicht ist die Vermögensverteilung in Deutschland sehr interessant. Gemeint ist also all jenes angelegte Geldvermögen bei Banken, auf das es Zinsen gibt. Natürlich ist das Beispiel der Bank stark vereinfacht, da mittlerweile die meisten Anlagen über Versicherungsfonds, Sachwerte, wie z.B. Aktien und Böden, oder über Spekulation an der Börse erfolgen.</p>
<p>Aus dieser Vermögensverteilung ergibt sich ein bestimmtes Zinseinkommen, dem selbstverständlich die 30-40% Zinsausgaben gemessen am Konsum gegenüberstehen.<br />
Wenn man diese beiden Größen gegenüberstellt ergibt sich, dass schon einmal circa die Hälfte der deutschen Haushalte auf Zinseinkommen verzichten müssen, da sie vermögensfrei oder sogar verschuldet sind.</p>
<p>Bei weiteren 30% reicht das Zinseinkommen nicht aus, um den Zinsanteil in den Ausgaben zu decken. Die 9. Haushaltsgruppe kann in etwa beide Größen ausgleichen.<br />
In der 10. und letzten Haushaltsgruppe geschieht fast schon ein Wunder. Hier übersteigen die Zinseinnahmen die –ausgaben um ein Vielfaches und dabei sind die Superreichen noch nicht einmal erfasst, da sie ihren Reichtum lieber nicht den Behörden mitteilen wollen.<br />
Nähere Informationen entnimmst du bitte der beigefügten Quelle.</p>
<p>Was zeigt uns diese Statistik?<br />
Wir haben einen Gewinner!<br />
Genau genommen nicht nur einen, sondern immerhin circa 10% der deutschen Haushalte.<br />
Wo es einen Gewinner gibt, da gibt es auch immer Verlierer.<br />
Das sind leider die restlichen circa 90% der Bevölkerung.<br />
Interessant ist auch die Aufteilung innerhalb der Gewinnergruppe. Auch dort gibt es nochmal gewaltige Unterscheide zwischen dem reichsten und dem vermeintlich ärmsten Zehntel.</p>
<p>Was für Schlüsse lassen sich ziehen?<br />
Das Lockmittel Zins hat einige unschöne Nebeneffekte:<br />
es verteilt den Wohlstand eines Landes von vergeblich arbeitend nach vermögend,<br />
es zwingt die Wirtschaft zu unendlichem Wachstum, um die immer größer werdenden Schuldenberge zurückzahlen zu können, wobei dies angesichts einer begrenzten Welt nicht möglich, nicht wünschenswert und erst recht nicht auf exponentiellem Niveau dauerhaft zu halten ist,<br />
es führt angesichts dieses Wachstumszwangs zu unglaublichen und unumkehrbaren Umweltzerstörungen,<br />
und nicht zuletzt führt es uns durch den Umverteilungscharakter direkt auf soziale Krisen zu. Das kann sich z.B. in Kriegen, gewaltsamen Aufständen, Hungersnöten oder Generationskonflikten äußern.</p>
<p>Letztlich zerstört sich das System aber auch mathematisch selbst, da exponentielle Funktionen ins Unendliche führen.<br />
Am Ende gibt es dann immer eine Währungsreform, einen Schuldenschnitt oder eine Hyperinflation, wie schon etliche Male erlebt.</p>
<p>Wer kann das schon wollen, egal zu welcher Zinseinkommenskategorie er gehört? Es gibt nur eine Erde und wenn diese unser Leben nicht mehr ermöglicht, dann nutzt auch das größte Vermögen rein gar nichts mehr.</p>
<p>Deshalb sollten wir uns gemeinsam eine konstruktive Lösung überlegen, wie Geld ohne Zins und Inflation in der Wirtschaft fließt, statt gehortet zu werden.</p>
<p>Eine funktionierende Alternative ist fast schon lächerlich einfach und zugleich jahrhundertealt.<br />
Würde die Zentralbank eine geringe Gebühr auf das Bargeld erheben, dann wären alle Menschen bemüht ihr Geld entweder auszugeben oder zur Bank zu schaffen. Das Geld würde innerhalb der Wirtschaft wieder ungehemmt fließen, weswegen dieses Konzept „Fließendes Geld“ heißt.</p>
<p>Was würde mit den Zinsen geschehen?<br />
Es würde sie natürlich zunächst einmal immer noch geben, nur würden sie drastisch absinken.<br />
So ist es selbstverständlich gerechtfertigt, dass eine Geschäftsbank einen geringen Zinssatz von circa 3% vom Kreditnehmer verlangt. Erstens wird sie dadurch für ihre Dienstleistung entlohnt und zweitens besteht für den Kreditnehmer ein Anreiz, seinen Kredit zurückzuzahlen.</p>
<p>Ein leistungsloses Einkommen aus der Arbeit anderer hingegen ist nicht gerechtfertigt.<br />
Deshalb würden die Zinsen auf Guthaben durch die sogenannte Umlaufgebühr, die Gebühr auf das Bargeld, in den negativen Bereich absinken. Je längerfristiger man sein Geld jedoch bei der Bank anlegt umso geringer würde diese Gebühr ausfallen, bis sie schließlich bei langfristen Anlage um 0% schwankt, je nach Marktlage. Dadurch wäre sparen, z.B. für die Rente oder ein Haus, wie bisher möglich, nur nicht mehr zu Lasten von anderen.</p>
<p>Diese Lösung ist so unheimlich clever und praktikabel, dass wir sie ganz einfach austesten sollten. Das kann am besten national, aber auch über Regionalgeldinitiativen funktionieren.</p>
<p>Hoffentlich konnte ich dir die Grundlagen, Probleme und Zukunft unseres Geldsystems gut erklären.</p>
<p>Falls dich das Thema näher interessiert, dann empfehle ich dir das Buch „Geldsyndrom“ von Helmut Creutz oder seine Website.</p>
<p>Viel Spaß beim Weitererzählen und Umsetzen!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Die Wachstumsparty ist vorbei</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Aug 2013 11:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geldsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Postwachstumsökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftswachstum]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag von Prof. Dr. Niko Paech von der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg beim 2. Zukunftstag der Evangelischen Jugend Edewecht im November 2012. Prof. Dr. Niko Paech beantwortet die Frage, warum es in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem nicht gelingt, eine moderne Ökonomie auf &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-wachstumsparty-ist-vorbei/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-wachstumsparty-ist-vorbei/">Die Wachstumsparty ist vorbei</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag von Prof. Dr. Niko Paech von der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg beim 2. Zukunftstag der Evangelischen Jugend Edewecht im November 2012. </p>
<p>Prof. Dr. Niko Paech beantwortet die Frage, warum es in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem nicht gelingt, eine moderne Ökonomie auf einem erreichten Niveau ohne ständiges Wachstum zu stabilisieren und zu konsolidieren.</p>
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		<title>Geld-Irrtümer (2)</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Aug 2013 19:23:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geldsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Creutz]]></category>
		<category><![CDATA[Lust auf neues Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Spekulation]]></category>
		<category><![CDATA[Umlaufgebühr]]></category>

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		<description><![CDATA[2. Heute hortet doch niemand mehr Geld! Geldhortung gehört mit zu den größten Problemen, denen wir geldtechnisch heutzutage gegenüberstehen! Zins und Inflation, die beiden Geldrückführungsinstrumente im derzeitigen Geldsystem, sind überhaupt nur notwendig, da man sich bisher noch nicht für eine &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-2/">Geld-Irrtümer (2)</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>2. Heute hortet doch niemand mehr Geld!</p>
<p>Geldhortung gehört mit zu den größten Problemen, denen wir geldtechnisch heutzutage gegenüberstehen!<br />
Zins und Inflation, die beiden Geldrückführungsinstrumente im derzeitigen Geldsystem, sind überhaupt nur notwendig, da man sich bisher noch nicht für eine ausgeklügeltere Umlaufsicherung entscheiden konnte: den Umlaufimpuls.<br />
Gleichzeitig führen sie zu massiven Verwerfungen und letztlich zum mathematisch vorprogrammiertem Zusammenbruch unseres Geldsystems &#8211; und das alle paar Jahrzehnte!</p>
<p>Dennoch steht fest, dass eine Umlaufsicherung, wie auch immer sie geartet ist (funktional oder destruktiv), absolut notwendig ist, gerade weil es sonst mehr oder weniger stark zur Geldhortung kommt.</p>
<p>Bei Edelmetallwährungen, so unter anderem im Mittelalter, kam es bekanntermaßen recht häufig zur Verschatzung, wenn die Leute ihren Reichtum in Sicherheit wissen wollten, im derzeitigen Geldsystem horten Menschen ihr Geld, wenn das Vertrauen in die Banken schwindet.</p>
<p>In einem Geldsystem mit Fließendem Geld hingegen, könnte man wirkungsvoll das Problem der Geldhortung beseitigen und damit die Wirtschaft befreit aufatmen lassen, da auf gehortetes Geld (und nur auf gehortetes Geld!) eine Umlaufgebühr erhoben werden würde.</p>
<p>Dass Geldhortung eine reale Gefahr ist, belegen die Berichte der Bundesbank: So sind heutzutage nur noch circa 10% des gesamten Bargeldes &#8220;nachfragewirksam&#8221;, d.h. als Tauschmittel im Wirtschaftskreislauf unterwegs.</p>
<p>Da tendenziell immer mehr Geld gehortet wird, z.B. als Sicherheit, für illegale Geschäfte (z.B. Drogen- und Waffenhandel) oder als Bargeldreserven für Spekulation (was nicht minder illegal sein sollte!), ist es von Seiten der Zentralbank offenkundig notwendig, immer mehr Bargeld in Umlauf zu bringen. Dabei entsteht ein enormes Inflationspotenzial.</p>
<p>Man sollte sich demzufolge Gedanken machen, wie man eines <em>der</em> Kernprobleme unserer heutigen Wirtschaft nachhaltig in den Griff bekommt.</p>
<p>Auch für diese Problemstellung bietet das Fließende Geld eine wunderbare Lösung an!<br />
Gehortetes Geld wird durch die Umlaufsicherung in den Wirtschafskreislauf zurückgelockt oder durch die selbige langsam abgebaut und damit der Allgemeinheit wieder zugänglich gemacht.</p>
<p>Das Geld &#8220;fließt&#8221; wieder und erfüllt somit seinen eigentlichen Zweck.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/geld-irrtumer-2/">Geld-Irrtümer (2)</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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