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	<title>Fließendes Geld Diskussionskreis Torgau &#187; Wirtschaftswachstum</title>
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		<title>Prof. Dr. Bernd Senf Song</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2015 06:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zinseszins und Wachstumswahn MP3 Prof. Dr. Bernd Senf Song is a post from: Regionalgeld Initiative Torgau<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/prof-dr-bernd-senf-song/">Prof. Dr. Bernd Senf Song</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/nPqDnxzios0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a title="Zinseszins und Wachstumswahn MP3" href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/05/ZinseszinsundWachstumswahn.mp3">Zinseszins und Wachstumswahn MP3</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/prof-dr-bernd-senf-song/">Prof. Dr. Bernd Senf Song</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>McKinsey-Studie: 199 Billionen US-Dollar Schulden weltweit</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2015 19:37:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[McKinsey, 05.02.15: &#8220;Verschuldung gefährdet Finanzstabilität – Alle großen Volkswirtschaften heute höher verschuldet als zu Beginn der Krise 2007 – Gesamtverschuldung in Deutschland beträgt 188% des Bruttoinlandsprodukts Die weltweite Verschuldung erreicht aktuell neue Rekordstände. Die globalen Schulden liegen heute bei 199 &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/mckinsey-studie-199-billionen-us-dollar-schulden-weltweit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/mckinsey-studie-199-billionen-us-dollar-schulden-weltweit/">McKinsey-Studie: 199 Billionen US-Dollar Schulden weltweit</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>McKinsey, 05.02.15: &#8220;<strong>Verschuldung gefährdet Finanzstabilität – Alle großen Volkswirtschaften heute höher verschuldet als zu Beginn der Krise 2007 – Gesamtverschuldung in Deutschland beträgt 188% des Bruttoinlandsprodukts</p>
<p>Die weltweite Verschuldung erreicht aktuell neue Rekordstände. Die globalen Schulden liegen heute bei 199 Billionen Dollar und damit 57 Billionen Dollar höher als zu Beginn der Finanzkrise 2007.</strong>&#8221; (1)</p>
<p>Diese Meldung war am 05.02.15 in vielen alternativen und Mainstream-Medien zu lesen. Betrachtet man die Entwicklung ab dem Jahr 2000, stellt man fest, dass sich die Schulden um 112 Billionen US Dollar mehr als verdoppelt haben.</p>
<p>Nur die Schulden?</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/02/Guthaben-Schulden-BRD-Nichtfinanz-Sektor-1950-2012.jpg" rel="lightbox[3637]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2015/02/Guthaben-Schulden-BRD-Nichtfinanz-Sektor-1950-2012-300x194.jpg" alt="Guthaben und Schulden BRD Nichtfinanz-Sektor 1950-2012, © Klaus Reddmann" width="300" height="194" class="aligncenter size-medium wp-image-3640" /></a></p>
<p>Dies ist eine einseitige Betrachtung und ein wichtiger Aspekt wird übersehen. Ich kann nur Schulden aufnehmen, wenn entsprechende Guthaben vorhanden sind. Mit anderen Worten: seit 2000 haben sich auch die Guthaben mehr als verdoppelt.</p>
<p>Jetzt nicht nervös werden! Die Guthaben auf Ihrem Konto haben sich wahrscheinlich nicht verdoppelt.</p>
<p>Die Antwort auf die Frage, wer die Gewinner dieser Entwicklung sind, finden Sie in der aktuellen <a href="http://www.oxfam.de/sites/www.oxfam.de/files/ox_bessergleich_broschuere_rz_web.pdf" title="Oxfam-Studie" target="_blank">Oxfam-Studie &#8220;Die wachsende Lücke zwischen<br />
Arm und Reich – ein Kernproblem des 21. Jahrhunderts&#8221;</a>. (2) Auf SpOn lesen wir &#8220;Das reichste Prozent besitzt mehr als alle anderen zusammen&#8221; und &#8220;Die Tendenz ist bekannt, das Ausmaß erschreckend&#8221;. (3)</p>
<p>Wo ist die Frage nach dem WARUM?</p>
<p>Warum werden die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher?</p>
<p>Die Antwort ist einfach: Wir zahlen. ALLE!</p>
<p>Wir zahlen bei jedem Einkauf die Schuldzinsen des Staates, z.B. über die Mehrwertsteuer und die Schuldzinsen der Unternehmen, welche in den Preisen einkalkuliert sind. Und wir zahlen für selbst aufgenommene Darlehen. Die Schuldzinsen auf der einen Seite werden zum größten Teil als Guthabenzinsen auf der anderen Seite ausgezahlt. Wenn eine Gruppe von 85 Menschen bald mehr als 50 Prozent des weltweiten Wohlstands besitzen wird, dann ist auch einfach zu verstehen, wie diese Vermögensberge immer größer werden.<br />
Ein großer Teil dieser Zinseinnahmen wird wieder verzinslich angelegt. Immer neue Darlehensnehmer müssen gefunden werden. Zinseinnahmen werden verzinst, wieder und wieder.</p>
<p>Wir sind verwundert und erstellen komplexe Studien. Wegen einer einfachen mathematischen Funktion?</p>
<p>Wir sollten uns vielmehr die Frage stellen, warum sich der hohe Einsatz von Wissen und Kapital in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem nicht zum Wohle unseres Landes und seiner Menschen auswirkt, sondern zum Vorteil weniger Menschen.</p>
<p>Diesen von Menschen gemachten Fehler im Finanzsystem durch ständig neue Forderungen nach Wachstum ausgleichen zu wollen, ist ein hoffnungsloses Unterfangen.</p>
<p>&#8220;Die Nebenwirkungen des Wirtschaftswachstums stellen seinen gesamtwirtschaftlichen Nutzen zunehmend infrage. Seit Jahren muss es durch staatliche und private Schulden gestützt werden. Der Ressourcenverbrauch steigt und mit ihm die Belastung der Umwelt. Die Belastungen der Lebenschancen kommender Generationen nehmen Dimensionen an, die jene zurückliegender Kriege übersteigen. Sie sprechen schon heute allen Grundsätzen sozialer Gerechtigkeit zwischen den gegenwärtigen und zukünftigen Generationen Hohn und gefährden die Solidarität zwischen ihnen. Jede menschliche Ordnung, die immerwährendes materielles Wachstum zur Voraussetzung hat, muss früher oder später scheitern.&#8221; (4)</p>
<p>Das sich unser Geldsystem in seiner Endphase befindet ist keine Verschwörungstheorie, sondern einfache Mathematik. Eine Bereinigung ist unausweichlich. Weniger Schulden bedeutet auch weniger Guthaben. </p>
<p>Bei einem Neustart des Finanzsystems ohne Fehlerkorrektur vererben wir unseren Kindern und Enkelkindern das Dilemma einer destruktiven Umlaufsicherung mit Zins und Zinseszins. Das Wissen über Ursachen und Wirkungen und die Alternative &#8220;Fließendes Geld&#8221; muss sich noch mehr herumsprechen, damit wir unseren Nachfahren ein Erbe ohne dieses selbst geschaffene Dilemma hinterlassen können.</p>
<p>Quellen:<br />
(1) <a href="http://www.mckinsey.de/weltweite-verschuldung" title="McKinsey: Weltweite Verschuldung" target="_blank">McKinsey: Weltweite Verschuldung</a><br />
(2) <a href="http://www.oxfam.de/sites/www.oxfam.de/files/ox_bessergleich_broschuere_rz_web.pdf" title="Oxfam: Besser = gleich" target="_blank">Oxfam: Besser = gleich</a><br />
(3) <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/ungleichheit-superreiche-besitzen-mehr-als-die-anderen-99-prozent-a-1013655.html" title="SpOn: Armutsstudie von Oxfam" target="_blank">SpOn: Armutsstudie von Oxfam</a><br />
(4) <a href="http://www.zeit.de/2004/49/Union/komplettansicht" title="Kurt Biedenkopf: Wachstum schafft noch keine Arbeit" target="_blank">Kurt Biedenkopf: Wachstum schafft noch keine Arbeit</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/mckinsey-studie-199-billionen-us-dollar-schulden-weltweit/">McKinsey-Studie: 199 Billionen US-Dollar Schulden weltweit</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Die Auserwählten und die fehlende Voraussetzung für Frieden</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Sep 2014 07:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die herrschenden Eliten versteckten sich in der Vergangenheit in ummauerten Schlössern, Burgen und Klöstern. Der Prunk war sichtbar und bekannt. Mit dem zunehmenden Gefühl, dass man in einer Demokratie leben würden, verschwanden die Prunkbauten der Eliten aus unserem Blickfeld. Tatsächlich &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-auserwahlten-und-die-fehlende-voraussetzung-fur-frieden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-auserwahlten-und-die-fehlende-voraussetzung-fur-frieden/">Die Auserwählten und die fehlende Voraussetzung für Frieden</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Die herrschenden Eliten versteckten sich in der Vergangenheit in ummauerten Schlössern, Burgen und Klöstern. Der Prunk war sichtbar und bekannt. Mit dem zunehmenden Gefühl, dass man in einer Demokratie leben würden, verschwanden die Prunkbauten der Eliten aus unserem Blickfeld. Tatsächlich hat sich nichts geändert. Nur die ummauerten Schlössern, Burgen und Klöstern sind unsichtbar geworden.</p>
<p>Die herrschenden Eliten verstecken sich weiterhin in ihren ummauerten Schlössern, Burgen und Klöstern, denn &#8220;Es herrscht Klassenkrieg, richtig. Aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt. Und wir gewinnen.&#8221; so Warren Buffet, Multimilliardär, Hedgefonds-Manager und drittreichster Mensch der Welt.</p>
<p>In diesem Klassenkrieg ist den herrschenden Eliten jedes Mittel recht, um ihren Besitzstand zu wahren. Militärische Auseinandersetzungen sind für sie kein Tabu.</p>
<p><div id="attachment_3563" class="wp-caption aligncenter" style="width: 254px"><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/09/Gulf_War_Photobox.jpg" rel="lightbox[3559]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2014/09/Gulf_War_Photobox-244x300.jpg" alt="© SamuelFreli – Wikipedia, Lizenz CC-BY-SA" width="244" height="300" class="size-medium wp-image-3563" /></a><p class="wp-caption-text">© Acdx – Wikipedia, Lizenz CC-BY-SA</p></div>Die sozialen Brandherde explodieren &#8211; Arbeitlosigkeit, Armut trotz Arbeit, Altersarmut, Elend in der dritten Welt usw. &#8211;  vor unseren Augen. Immer häufiger werden die Spannungen in unserer Gesellschaft in der Presse thematisiert. Doch wir sind dabei, uns daran zu gewöhnen.</p>
<p>Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass die sozialen Spannungen einzig und allein durch das vorhandene Geldsystem beschleunigt zunehmen werden. Nur wenn das Wirtschaftswachstum größer ist als das Einkommen aus Kapital, fällt die Umverteilung hin zu denen, in unfassbarem Überfluss leben, nicht auf. Mit Einkommen aus Kapital meine ich nicht die Sparbücher der kleinen Leute.<br />
<strong>1% der Menschheit besitzt 50% des Weltvermögens.</strong></p>
<p>Wir sollten nicht übersehen, dass es dieses Wirtschaftswachstum, dass die Gier der &#8220;auserwählten&#8221; Superreichen verschleiert, nur nach dem zweiten Weltkrieg gab. Diese Illusion der Klassengleichheit und das sich Kapitalertrag und Wirtschaftswachstum in Waage halten, sind Geschichte. Längst haben wir wieder ein Vermögensungleichgewicht wie vor Beginn des 1. Weltkriegs.</p>
<p>Nur durch eine ungeheuere Kapitalzerstörung könnte es wieder einen Boom wie nach dem 2. Weltkrieg geben:<br />
<a href="http://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/heinrich-august-winkler-historiker-ohne-krieg-kein-aufschwung_id_4115380.html" title="Focus: Ohne Krieg wird es so einen Boom nicht mehr geben" target="_blank">Fokus Online, Sonntag, 07.09.2014<br />
Historiker Heinrich August Winkler<br />
Deutschland der Gründerjahre: &#8220;Ohne Krieg wird es so einen Boom nicht mehr geben&#8221;</a></p>
<p>Am 5. Juli 1891 (!) beklagte das volkswirtschaftliche Finanzblatt &#8220;Die Sparkasse&#8221; die sinkenden Zinsen und stellte dabei erstmals den Zusammenhang zwischen unserem Geldsystem und dem Zwang zur Kriegsführung her:<br />
&#8220;Die Ursache für das Sinken des Zinsfußes wird vorzüglich darin gefunden, daß die besonders rentablen Capitalanlagen großen Maßstabes heute erschöpft sind und nur Unternehmungen von geringer Ergiebigkeit übrig bleiben. &#8230; Nur ein allgemeiner europäischer Krieg könnte dieser Entwicklung Halt gebieten durch die ungeheure Capitalzerstörung, welche er bedeutet.&#8221;</p>
<p>Unser ehemaliger Bundespräsident Horst Köhler sprach von der Notwendigkeit, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands notfalls durch militärische Einsätze zu stützen. Köhler glaubte dabei, dass &#8220;auf einem nicht so schlechten Weg&#8221; befinden. </p>
<p>Dem möchte ich widersprechen.</p>
<p>Krieg und Frieden ist im Wesentlichen eine Frage des Geldsystems. Die Lösung für ein menschengerechtes Finanzsystem ist längst bekannt: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/" title="Fließendes Geld" target="_blank">Fließendes Geld</a>.</p>
<p>Quellen:<br />
Humane Wirtschaft <a href="http://www.humane-wirtschaft.de/fehlende-voraussetzungen-zur-ueberwindung-des-buergerkrieges-durch-einen-buergerfrieden-zusammenstellung-durch-wilhelm-schmuelling/" title="Fehlende Voraussetzungen zur Überwindung des Bürgerkrieges durch einen Bürgerfrieden" target="_blank">Fehlende Voraussetzungen zur Überwindung des Bürgerkrieges durch einen Bürgerfrieden</a><br />
Deutschlandradio <a href="http://www.deutschlandradio.de/sie-leisten-wirklich-grossartiges-unter-schwierigsten.331.de.html?dram:article_id=203276" title="Interview mit Horst Köhler" target="_blank">Interview mit Horst Köhler</a><br />
Wikipedia <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gulf_War_Photobox.jpg#mediaviewer/File:Gulf_War_Photobox.jpg" title="Gulf War Photobox von User:Acdx - Own work, based on File:WarGulf_photobox.jpg. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons" target="_blank" rel="lightbox[3559]">Gulf War Photobox von User:Acdx &#8211; Own work, based on File:WarGulf_photobox.jpg. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-auserwahlten-und-die-fehlende-voraussetzung-fur-frieden/">Die Auserwählten und die fehlende Voraussetzung für Frieden</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2014 19:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In dieser überarbeiteten Variante meiner vormaligen Darstellung habe ich insbesondere gegenläufige Theorien eingebaut (und entkräftet) sowie umfassende Quellenangaben gemacht. &#160; „Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser überarbeiteten Variante meiner vormaligen Darstellung habe ich insbesondere gegenläufige Theorien eingebaut (und entkräftet) sowie umfassende Quellenangaben gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. Natürlich kann ein Taler nicht wandern, aber der Rubel kann doch zumindest rollen. Was ist die Botschaft hinter diesen Metaphern?</p>
<p>Geld muss in erster Linie zirkulieren, genau das ist sein eigentlicher Zweck. Alle anderen Funktionen müssen dieser primären untergeordnet werden. ((attacmarburg.de, Jens Böhling, <a href="http://www.attacmarburg.de/privatisierung/privatisierungswahn/_387.html">Geld Wachstum und Umverteilung des Reichtums</a>, 18.03.2014)) Warum das so ist?</p>
<p>Geld ist das universellste Tauschmittel einer Wirtschaft und damit dessen Schmiermittel. Sozusagen der „Möglichmacher“ von moderner Ökonomie und modern heißt in diesem Falle alles Wirtschaften, was über die Größe einer Dorfgemeinschaft hinausgeht.<br />
Ohne Geld keine komplexe Arbeitsteilung.</p>
<p>Soll heißen: Alles was über eine solidarische Gemeinschaftsversorgung hinausgeht benötigt ein allgemein anerkanntes Tauschmittel: Geld. Darüber hinaus stand gemäß aktueller anthropologischer Forschung ((vgl. David Graeber: <em>Schulden: Die ersten 5000 Jahre</em>, Klett-Cotta, 2012)) nicht die Tauschwirtschaft wie sie in jedem Wirtschaftslehrbuch vorgestellt wird, vor der differenzierten Arbeitsteilung. Diese ist vielmehr ein Idealtypus, der real nie vorkam.</p>
<p>Zurück zum roten Faden:<br />
Geld ist <strong>einer der wichtigsten Mechanismen</strong> der bisherigen Menschheitsgeschichte und hat unheimlich komplexe Auswirkungen. Dennoch nehmen wir es bisher weitestgehend in Kauf mit einem zutiefst instabilen und schlichtweg nicht funktionalen Geldsystem zu arbeiten.</p>
<p>Wie komme ich zu dieser Aussage?<br />
Beginnen wir mit einer Definition der Bundesbank:</p>
<p>„Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraumes, das von der Zentralbank ausgegeben wird.“ ((vgl. bundesbank.de, <a href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile">Geld und Geldpolitik</a>, S.22, 18.03.2014))</p>
<p>Nun ist alles klar.<br />
<em>Natürlich nicht!</em><br />
Aber eigentlich ist es nicht so schwer.<br />
Betrachten wir diesen Satz im Einzelnen.</p>
<p>Geld ist ein „gesetzliches Zahlungsmittel“ unterliegt also bestimmten Gesetzen und wird zur Bezahlung verwendet. Es besitzt einen besonderen Status, da ein Staat für dessen klar definierte und geregelte Eigenschaften garantiert. Innerhalb eines Währungsraumes meint dann, dass dieses Geld offiziell nur in einem begrenzten Umfeld, dem jeweiligen Währungsgebiet, eingesetzt werden kann. Dies ist unter anderem der Fall, da nur hier der „gesetzliche Annahmezwang“ zur Akzeptanz von Geld als Zahlungsmittel verpflichtet. Der letzte Teil des Satzes ist zur genauen Abgrenzung entscheidend: Einzig und allein die Zentralbank, auch Notenbank genannt, kann dieses Geld in Umlauf bringen.<br />
Dieser Punkt führt oftmals zu erheblicher Uneinigkeit. ((derstandard.at, Lukas Sustala, <a href="http://derstandard.at/1358304001125/Die-Schoepfung-und-Erschoepfung-des-Geldes">Die Schöpfung und Erschöpfung des Geldes</a>, 18.01.2013)) ((faz.net, Christian Siedenbiedel, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/geldschoepfung-wie-kommt-geld-in-die-welt-11637825.html">Geldschöpfung: Wie kommt Geld in die Welt</a>, 5.02.2012)) ((vollgeld-initiative.ch, Bernd Senf, <a href="http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente/Bernd_Senf_-_Bankgeheimnis_Geldschoepfung_4.pdf">Bankgeheimnis Geldschöpfung</a>, April 2009))<br />
Ich werde im Folgenden noch auf die Begründung meiner Sichtweise eingehen.</p>
<p>Aus der obigen Definition lässt sich klar ableiten, was Geld überhaupt ist und was nicht.</p>
<p>Alles Bargeld sowie die Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank sind gesetzliches Zahlungsmittel. Punkt. Nicht mehr. ((vgl. bundesbank.de, <a href="http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile">Geld und Geldpolitik</a>, S.69f., 18.03.2014)) ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_009.pdf">Zentralbankgeld &#8211; Geldeinlagen &#8211; Geldvermögen</a>, 18.03.2014))<br />
(Genauer könnte man Geld übrigens noch als Zentralbankgeld bezeichnen und damit den gängigen Verwirrungen entgegensteuern. Den Begriff &#8220;Zentralbankgeld&#8221; verwendet auch die Bundesbank, nur eben nebenher gleich noch drei alternative Bezeichnungen!)</p>
<p>Jetzt mag sich der eine oder die andere denken: „Wozu diese komplizierte Abgrenzung?“<br />
Einzig und allein dieses Bargeld kann zur ursächlichen Entstehung der Geldguthaben auf den Konten führen. Diese Geldguthaben werden heutzutage zur unbaren Zahlungsabwicklung verwendet. Sie sind aber kein <strong>gesetzliches</strong> Zahlungsmittel.</p>
<p>Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, da es an dieser Stelle sehr oft zu Uneinigkeit zwischen den Kritikern des Geldsystems (wie oben angedeutet) kommt. Bargeld kann unendlich oft für verschiedene Zahlungsvorgänge verwendet werden. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_162.pdf">Der Geldkreislauf und seine Möglichkeiten</a>, 18.03.2014)) Geldguthaben genau nur einmal. Geldguthaben stellen lediglich einen Anspruch auf Geld und Geldschulden eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Geld dar. Wird der Anspruch eingelöst oder die Verpflichtung erfüllt, dann verschwindet das entsprechende Guthaben oder die Schuld bei der betreffenden Person. Die Geschäftsbank dient an dieser Stelle als Mittler. Das ist ihre Dienstleistung.</p>
<p>Schnell wird klar, dass die Geschäftsbank im ungefähr gleichen Maß wie sie Geld zur Aufbewahrung von Sparern entgegen nimmt, dieses über Kredite an Schuldner zurück in den Wirtschaftskreislauf bringen muss. Das ist ihr Geschäftsmodell.</p>
<p>Exkurs zur Kritik:<br />
Auch an dieser Stelle gibt es gegenläufige Theorien, etwa von der „kreditären Geldschöpfung“ (s. oben), welche sowohl empirisch ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_130.pdf">Bankeinlagen und Bankkredite</a>, 18.03.2014)) als auch theoretisch ((humane-wirtschaft.de, <a href="http://www.humane-wirtschaft.de/dauerbrenner-geldschoepfung-helmut-creutz/">Dauerbrenner Geldschöpfung</a>, 18.03.2014)) falsifiziert werden kann.</p>
<p>Der Schuldner muss dann immer entweder seine Ausgaben reduzieren oder seine Einnahmen  erhöhen, damit er den Kredit zurückzahlen kann.<br />
Wir hatten eingangs festgestellt, dass die primäre Aufgabe des Geldes die Zirkulation, das „wandern, von der einen Hand zur andern“ ist.</p>
<p>Geld muss also im Gleichgewicht zu den Waren und Dienstleistungen eines Wirtschaftssystems vorhanden sein. Wird es übermäßig stark hinzu gegeben, dann steigen die Preise und man spricht von Geldentwertung. Der Fachbegriff lautet Inflation.<br />
Wird dem Kreislauf hingegen Geld entzogen, sinken die Preise, da die Unternehmen ihre Produkte loswerden wollen, aber schlichtweg nicht alles gekauft werden kann. Der Wert des Geldes steigt. Man spricht von Deflation.</p>
<p>Dieses letztgenannte Szenario tritt jedoch immer dann auf, wenn jemand sein Geld unter das Kopfkissen bzw. ins Sparschwein steckt oder im Garten vergräbt. Diesen Vorgang nennt man Geldhortung. Historische Beispiele dafür sind unter anderem die riesigen Goldschätze in entsprechenden Truhen, die immer wieder in der Geschichte angelegt wurden („Verschatzung“).</p>
<p>Heutzutage werden zwei „Lockmittel“ angewandt, um das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzubringen. Zum einen ist das die eben erläuterte Inflation. Wenn das Geld tendenziell an Wert verliert, dann bin ich natürlich bemüht es schnell auszugeben. Doch es gibt auch einen anderen Weg: Ich bringe mein Geld zur Bank und erhalte dafür im derzeitigen Geldsystem Zinsen. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/a/creutz_016.pdf">Kredit- und Zinskreislauf</a>, 18.03.2014)) ((spiegel.de, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/sparen-in-der-krise-wie-anleger-trotz-inflation-rendite-machen-a-804731.html"> Sparen in der Krise: Wie Anleger trotz Inflation Rendite machen</a>, 28.12.2011))</p>
<p>Trotz all dieser Bemühungen stellt die Geldhortung auch heute noch ein gewaltiges Problem dar, sodass laut Bundesbankberichten nur noch circa 10% des Geldes in Deutschland ihrem eigentlichen Zweck nachkommen: dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. ((fu-berlin.de, <a href="http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/creutz/geldsyndrom/kap9.htm">Das Problem der Geldhortung</a>, 18.03.2014)) Der Rest verschwindet unter anderem zur Wertaufbewahrung im Ausland, also dort, wo die jeweilige Währung nicht gesetzliches Zahlungsmittel ist oder illegale Geschäfte (z.B. Drogenhandel) werden damit getätigt. ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/artikel/creutz_geldhortung.pdf">Wer hortet denn heute noch Geld?</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Soweit zur Vorrede, bzw. Grundlegung des Themas. Das hat zwar bereits einiges an Anstrengung gekostet, ist aber absolut notwendig, um sich auf einem soliden Fundament dem Geldthema zu nähern.<br />
Du kennst jetzt die Ursachen warum es Geld gibt, wie es entsteht und warum es zirkulieren muss. Außerdem habe ich den Ist-Zustand der unzureichenden Geldzirkulation beschrieben.</p>
<p>Die Inflation wurde bereits ausreichend erklärt und ihr problematischer Charakter sollte deutlich geworden sein. Sie ist keine gute Lösung um das Geld in Umlauf zu halten, da sie es zugleich schleichend, aber stetig entwertet. Wenden wir uns nun dem Kern meiner Darstellung zu: dem Zins.<br />
Der Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes beschrieb den Zins unter anderem als „Belohnung für die Nichthortung von Geld“. ((vgl. John Maynard Keynes, <em>Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes</em>, Verlag Duncker &amp; Humblot, 2006)) Das entspricht meiner vorhin genannten Funktion des Zinses als „Lockmittel“. Warum ergeben sich aus dem Zins dramatische Konsequenzen?</p>
<p>Sobald man Geld bei einer Bank anlegt und darauf Zinsen erhält, müssen andere Menschen für dieses leistungslose Einkommen arbeiten. Dieser Umstand verschlimmert sich umso mehr, wenn wir unser Geldvermögen nicht mehr sukzessive (Schritt für Schritt) vom Konto abheben und ausgeben, sondern bei der Bank lassen und damit der Zinseszinseffekt einsetzt. Es kommt zu einem sich selbst beschleunigendem Wachstum, einer <strong>Selbstvermehrung</strong>.</p>
<p>Diese findet in der Natur einen passenden Vergleich: die Vermehrung von <strong>Krebs</strong>zellen.</p>
<p>Dieses sogenannte „exponentielle Wachstum der Geldvermögen“ führt automatisch dazu, dass auch die Verschuldung im gleichen Maß ansteigen muss, da jedem Anrecht auf Geld ein entsprechendes Versprechen zur Rückzahlung von Geld gegenüber stehen muss. Dieser Umstand ist der ureigentliche Grund warum es zwangsläufig zum Anstieg der Schulden, z.B. unseres Landes, kommen muss. Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag und sie nehmen immer stärker beschleunigt mit jedem weiteren Tag zu. Das System wächst wie Krebs, bis es sich schließlich selbst zerstört.</p>
<p>Wenden wir uns nun den konkreten Auswirkungen zu, die unser derzeitiges Geldsystem auf unser aller Leben hat:<br />
Stell dir bitte folgende Situation vor:<br />
Du möchtest eine Bäckerei eröffnen, um Brötchen zu backen.<br />
Was musst du dabei alles bedenken?<br />
Gehen wir davon aus, du besitzt bereits ein Gebäude. Ein Backofen muss hingegen erst noch angeschafft werden. Leider hast du dafür nicht ausreichend Geld zur Hand und musst bei der örtlichen Geschäftsbank einen Kredit aufnehmen.<br />
Weitere Kostenpunkte sind natürlich Materialkosten, z.B. für Mehl, Wasser und Energie, sowie Personalkosten.<br />
Wie zahlst du nun den Kredit zurück?<br />
Es gibt genau nur einen Weg.<br />
Du musst die Kosten in den Brötchenpreis einrechnen.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt exemplarisch, dass sich letztlich in allen Waren und Dienstleistungen ein bestimmter Zinsanteil befindet, da im Verlauf der Herstellung immer wieder Kredite aufgenommen werden mussten, um trotz fehlendem Eigenkapital eine Produktion zu ermöglichen.</p>
<p>Das Gleiche gilt für die Steuern, die der Staat erhebt, da auch er Schulden zurückzahlen muss.</p>
<p>Berechnet man den durchschnittlichen Zinsanteil aller Waren und Dienstleistungen, inklusive Steuern, so beträgt dieser je nach Berechnung 30-40%. ((fu-berlin.de, Ralf Becker, <a href="http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/becker/nebg.pdf">Nachhaltigkeit braucht Geldmarktreform</a>, S.3, 14.06.2003)) ((kennedy-bibliothek.info, Margrit Kennedy, <a href="http://kennedy-bibliothek.info/data/bibo/media/GeldbuchDeutsch2006.pdf">Nachhaltigkeit braucht Geldmarktreform</a>, S.30ff., 18.03.2014)) ((Helmut Creutz, <em>Das Geldsyndrom 2012: Wege zu einer krisenfreieren Wirtschaftsordnung</em>, Hochschulverlag, 2012, S.283))</p>
<p>Man könnte nun erwidern, dass dieser Zinsanteil doch eine faire Sache ist, da ihn jeder, gemessen an seinen Ausgaben, zahlen muss. Das ist natürlich richtig, nur haben wir bisher ja lediglich die Zinszahlerseite betrachtet. Irgendjemand muss diese Zinsen selbstverständlich auch erhalten.</p>
<p>In dieser Hinsicht ist die Vermögensverteilung in Deutschland sehr interessant. Gemeint ist also all jenes angelegte Geldvermögen bei Banken, auf das es Zinsen gibt. Natürlich ist das Beispiel der Bank stark vereinfacht, da mittlerweile die meisten Anlagen über Versicherungsfonds, Sachwerte, wie z.B. Aktien und Böden, oder über Spekulation an der Börse erfolgen.</p>
<p><a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/e/creutz_059.pdf"><img alt="Zinssalden nach Haushaltsgruppen" src="http://deinepolitik.de/wp-content/uploads/2014/03/creutz_059_ohneEinkommen.jpg" width="600" height="627" /></a></p>
<p>Aus dieser Vermögensverteilung ergibt sich ein bestimmtes Zinseinkommen, dem selbstverständlich die 30-40% Zinsausgaben gemessen am Konsum gegenüberstehen.<br />
Wenn man diese beiden Größen gegenüberstellt ergibt sich, dass circa die Hälfte der deutschen Haushalte auf Zinseinkommen verzichten müssen, da sie (nahezu) vermögensfrei oder sogar verschuldet sind.</p>
<p>Bei weiteren 30% reicht das Zinseinkommen nicht aus, um den Zinsanteil in den Ausgaben zu decken. Die 9. Haushaltsgruppe kann in etwa beide Größen ausgleichen.<br />
In der 10. und letzten Haushaltsgruppe geschieht etwas Unerwartetes. Hier übersteigen die Zinseinnahmen die Zinsausgaben um ein Vielfaches.<br />
Dabei sind die Superreichen („das oberste eine Prozent“; wenn man ins Detail geht, sogar nur die obersten 0,1%) ((vgl. Hans-Jürgen Krysmanski, <em>0,1 % Das Imperium der Milliardäre</em>, Westend, 2012)) noch nicht einmal erfasst, da sie ihren Reichtum lieber nicht den Behörden mitteilen wollen.</p>
<p>Was zeigt uns diese Statistik((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_59.pdf">Ausgaben, Zinslasten und Zinserträge</a>, 24.03.2014))?<br />
Wir haben einen Gewinner!<br />
Genau genommen nicht nur einen, sondern immerhin (noch) circa 10% der deutschen Haushalte.<br />
Wo es einen Gewinner gibt, da gibt es auch immer Verlierer.<br />
Das sind leider die restlichen circa 90% der Bevölkerung.<br />
Interessant ist ebenfalls die Aufteilung innerhalb der Gewinnergruppe. Auch dort gibt es nochmal gewaltige Unterscheide zwischen dem reichsten und dem (vermeintlich) „ärmsten“ Zehntel.<br />
Das reichste Hundertstel der Haushalte in Deutschland besitzt über ein Drittel des Gesamtvermögens. ((umfairteilen.de, <a href="http://umfairteilen.de/index.php?id=18&amp;type=98">Wer soll das zahlen? Ich von meinem Sparbuch?</a>, 18.03.2014)) ((diw.de, <a href="http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.378113.de">A Wealth Tax on the Rich to Bring down Public Debt?: Revenue and Distributional Effects of a Capital Levy </a>, 18.03.2014))</p>
<p>Was für Schlüsse lassen sich ziehen?<br />
Das „Lockmittel“ Zins hat einige &#8220;unschöne&#8221; Nebeneffekte:</p>
<ul>
<li>es verteilt den Wohlstand eines Landes von „vergeblich arbeitend“ nach „vermögend“,</li>
<li>es zwingt die Wirtschaft zu unendlichem Wachstum, um die immer größer werdenden Schuldenberge zurückzahlen zu können, wobei dies angesichts einer begrenzten (da endlichen) Welt nicht möglich, nicht wünschenswert und erst recht nicht auf exponentiellem Niveau dauerhaft zu realisieren ist,</li>
<li>es führt angesichts dieses Wachstumszwangs zu unglaublichen und unumkehrbaren Umweltzerstörungen,</li>
<li>und nicht zuletzt führt es uns durch seinen Umverteilungscharakter direkt auf soziale Krisen zu. Dies kann sich z.B. in Kriegen, gewaltsamen Aufständen, Hungersnöten oder Generationskonflikten äußern.</li>
</ul>
<p>Letztlich zerstört sich dieses System rein mathematisch bedingt selbst, da exponentielle und selbst noch lineare Funktionen ((wachstumsstudien.de, Kay Bourcarde und Torben Anschau, <a href="http://wachstumsstudien.de/Inhalt/Zeitschrift/Heft4/Unvereinbarkeit_Zinssystem_lineares_Wirtschaftswachstum.pdf">Zur Unvereinbarkeit<br />
des Zinssystems mit linearem Wirtschaftswachstum</a>, 18.03.2014)) ins Unendliche führen &#8211; auf einer endlichen Erde ein Ding der <strong>Unmöglichkeit</strong>.<br />
Am Ende stehen dann eine Währungsreform ((wikipedia.org, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise">Argentinien-Krise</a>, 18.03.2014)), ein Schuldenschnitt ((faz.net, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland-der-schuldenschnitt-11659846.html">Der Schuldenschnitt</a>, 18.03.2014)) oder eine Hyperinflation ((planet-wissen.de, <a href="http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/deutsche_politik/weimarer_republik/hyperinflation.jsp">Die Hyperinflation von 1923</a>, 18.03.2014)), wie schon etliche Male erlebt, an. Vorher sträubt sich jedoch der betroffene Währungsraum mit allen Mitteln: Man ruft mit trauriger aber entschlossener Miene zum humanitären Einsatz auf. ((sueddeutsche.de, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/luegen-im-irakkrieg-die-langen-nasen-von-powell-amp-co-1.264076">Lügen im Irakkrieg</a>, 18.03.2014)) ((zdf.de, <a href="http://www.zdf.de/Dokumentation/Es-begann-mit-einer-L%C3%BCge-27016478.html">Es begann mit einer Lüge</a>, 18.03.2014)) Die aktuelle Forschung beweist eindrücklich, dass es sich um Ressourcenkriege ((vgl. Daniele Ganser, <em>Europa im Erdölrausch</em>, Orell Füssli, 2012)) zur verzweifelten Erhaltung eines gescheiterten Geldsystems ((helmut-creutz.de, <a href="http://www.helmut-creutz.de/pdf/grafiken/f/creutz_088.pdf">Warum kommen wir unter die Räder?</a>, 18.03.2014))handelt.</p>
<p>Welcher Mensch mit gesunder geistiger Verfassung kann das schon wollen, egal zu welcher Zinseinkommenskategorie er gehört? Es gibt nur eine Erde und wenn diese unser (Über-)Leben nicht mehr ermöglicht, dann nutzt auch das größte Vermögen nichts mehr.</p>
<p>Deshalb sollten wir uns gemeinsam eine konstruktive Lösung überlegen, wie Geld ohne Zins und Inflation in der Wirtschaft fließt, statt gehortet zu werden.</p>
<p>Eine <strong>funktionierende Alternative</strong> ist fast schon trivial und zugleich Jahrhunderte alt.</p>
<p>Würde die Zentralbank eine geringe Nutzungsgebühr auf das Bargeld erheben, dann wären alle Menschen bemüht ihr Geld entweder auszugeben oder zur Bank zu schaffen. Das Geld würde innerhalb der Wirtschaft wieder ungehemmt fließen, weswegen man dieses Konzept „Fließendes Geld“ nennt. ((neuesgeld-torgau.de, Klaus Reddmann und Michael Grunow, <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/">Fließendes Geld</a>, 18.03.2014)) ((wissensmanufaktur.net, Wolfgang Berger, <a href="http://www.wissensmanufaktur.net/fliessendes-geld">Durch fließendes Geld raus aus der Zinsknechtschaft</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Was würde mit den Zinsen geschehen?<br />
Es würde sie zunächst einmal immer noch geben, nur würden sie drastisch absinken.<br />
Es ist gerechtfertigt, dass eine Geschäftsbank einen geringen Zinssatz von circa 3% vom Kreditnehmer verlangt. Erstens wird sie dadurch für ihre Dienstleistung entlohnt, kann ihre Mitarbeiter bezahlen sowie Rücklagen für den Ausfall von Krediten anlegen („Risikoprämie“) und zweitens besteht für den Kreditnehmer ein Anreiz, seinen Kredit zurückzuzahlen.</p>
<p>Ein leistungsloses Einkommen aus der Arbeit anderer hingegen ist nicht gerechtfertigt.</p>
<p>Deshalb würden die Zinsen auf Guthaben durch die sogenannte „Umlaufgebühr,“ die Gebühr auf das Bargeld, in den negativen Bereich absinken. Je längerfristiger man sein Geld jedoch bei der Bank anlegt umso geringer würde diese Gebühr ausfallen, bis sie schließlich bei langfristiger Anlage um 0% schwankt, je nach Marktlage. Dadurch wäre sparen, z.B. für die Rente oder eine größere Investition, wie bisher möglich, nur nicht mehr zu Lasten von anderen.</p>
<p>Diese Lösung ist so unheimlich clever und praktikabel, dass wir sie ganz einfach austesten sollten. Das kann am besten national, aber auch über Regionalgeldinitiativen funktionieren. ((chiemgauer.info, <a href="http://www.chiemgauer.info/">Chiemgauer</a>, 18.03.2014)) ((elbtaler.de, <a href="http://www.elbtaler.de/">Elbtaler</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Hoffentlich konnte ich die Grundlagen, Probleme und Zukunft unseres Geldsystems ansprechend, umfassend und korrekt erklären. ((tauschnetz.de, <a href="http://www.tauschnetz.ch/Bibliothek/geldohnezinsen.pdf">Geld ohne Zinsen und Inflation Zusammenfassung</a>, 18.03.2014)) ((neuesgeld.net, <a href="http://neuesgeld.net/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=119&amp;Itemid=356&amp;lang=de">Das Geld soll dem Menschen dienen &#8211; nicht der Mensch dem Geld!</a>, 18.03.2014))</p>
<p>Zur vertiefenden Recherche:<br />
Das Geldsyndrom 2012: Wege zu einer krisenfreieren Wirtschaftsordnung<br />
Geld ohne Zinsen und Inflation<br />
Schulden: Die ersten 5000 Jahre<br />
Humane Wirtschaft (Zeitschrift)<br />
neuesgeld-torgau.de<br />
neuesgeld.net<br />
helmut-creutz.de</p>
<p>Viel Spaß und gutes Gelingen beim Weitererzählen sowie Umsetzen!</p>
<p>Aktivist ist, wer aktiv ist!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung-2-0/">Das Geldsystem &#8211; Eine geschlossene Erklärung 2.0</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>5 Punkte, die zum Allgemeinwissen werden sollten, die Zeit ist reif &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 09:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Henke</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Guthabenszinsen]]></category>
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		<description><![CDATA[1. Nichts auf der Welt kann zeitlich unbegrenzt exponentiell wachsen. Jedes System, welches mit einem exponentiellen Wachstumsmechanismus ausgestattet ist, muss zusammenbrechen. Zins und Zinseszins als Geldumlaufsicherung in unserem Geldsystem führen zu einem solchen krankhaften Wachstumsprozess. Der Versuch, diesen Fehler im &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/5-punkte-die-zum-allgemeinwissen-werden-sollten-die-zeit-ist-reif/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/5-punkte-die-zum-allgemeinwissen-werden-sollten-die-zeit-ist-reif/">5 Punkte, die zum Allgemeinwissen werden sollten, die Zeit ist reif &#8230;</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>1. Nichts auf der Welt kann zeitlich unbegrenzt exponentiell wachsen. Jedes System, welches mit einem exponentiellen Wachstumsmechanismus ausgestattet ist, muss zusammenbrechen. Zins und Zinseszins als Geldumlaufsicherung in unserem Geldsystem führen zu einem solchen krankhaften Wachstumsprozess. Der Versuch, diesen Fehler im Finanzsystem mit Wirtschaftswachstum zu kompensieren, ist ein Irrweg. Dieser zerstört unsere Lebensgrundlage, unseren Planeten.</p>
<p>2. Die Guthabenszinsen, die der Eine bekommt, sind in den Schuldzinsen, die Andere bezahlen, enthalten. Bei ungleicher Vermögensverteilung findet auf diese Weise eine extreme Umverteilung von der absoluten Mehrheit zu einer geringen Minderheit statt. Dies führt zu Demokratieabbau, da perfide Kapitalkonzentrationen unerwünschte Machtverschiebungen bringen.</p>
<p>3. Alle Menschen zahlen Schuldzinsen über 3 mögliche Wege: a) über Konsum die Schuldzinsen der Industrie, b) über Steuern die Schuldzinsen des Staates, c) über Darlehensverträge für selbst eingegangene Verpflichtungen.</p>
<p>4. Über 8 von 10 Menschen zahlen immer mehr Schuldzinsen (über die betreffenden 3 Wege, siehe Punkt 3), als sie je in der Lage sind, Guthabenszinsen zu vereinnahmen. Deshalb ist ein Geldsystem, mit einem positiven Zins als Umlaufsicherung, zutiefst unsozial, ungerecht und nur zeitlich begrenzt funktional.</p>
<p>5. Geld kann nicht arbeiten, nur Menschen, Maschinen und die Natur können das.<br />
<div id="attachment_2362" class="wp-caption aligncenter" style="width: 217px"><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/12/SteffenHenkeHWSommer2013.jpg" rel="lightbox[2359]"><img src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/12/SteffenHenkeHWSommer2013-207x300.jpg" alt="Steffen Henke" width="207" height="300" class="size-medium wp-image-2362" /></a><p class="wp-caption-text">Steffen Henke bei einem Vortrag in Wuppertal</p></div><br />
Quelle: <a href="https://www.facebook.com/neuesgeld.net" title="Facebook Neues Geld" target="_blank">Facebook Neues Geld</a></p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/5-punkte-die-zum-allgemeinwissen-werden-sollten-die-zeit-ist-reif/">5 Punkte, die zum Allgemeinwissen werden sollten, die Zeit ist reif &#8230;</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Oct 2013 17:33:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Taler, Taler, du sollst wandern, von der einen Hand zur andern!“ oder „Der Rubel muss rollen!“ sind Sprichwörter, die vielleicht der eine oder die andere von euch schon mal gehört hat. Wie so oft sind diese Volksweisheiten wortwörtlich zu nehmen. Natürlich kann ein Taler nicht wandern, aber der Rubel kann doch zumindest rollen. Was ist die Message hinter diesen Metaphern?</p>
<p>Geld muss in erster Linie zirkulieren, genau das ist sein eigentlicher Zweck. Alle anderen Funktionen müssen dieser primären untergeordnet werden. Warum das so ist?</p>
<p>Geld ist das universelle Tauschmittel einer Wirtschaft und damit dessen Schmiermittel. Sozusagen der Möglichmacher von moderner Ökonomie und modern heißt in diesem Falle alles Wirtschaften, was über die Größe einer Dorfgemeinschaft hinausgeht.</p>
<p>Ohne Geld keine komplexe Arbeitsteilung.<br />
Soll heißen: Tauschwirtschaft funktioniert nur innerhalb eines kleinen Gebietes und sollte dort dann aber auch definitiv in unsere heutige globalisierte Wirtschaft reintegriert werden, weil es die Solidarität stärkt und ressourcenschonend funktioniert.</p>
<p><a name="_GoBack"></a>Doch darüber hinaus brauchen wir diese menschliche Erfindung namens Geld.<br />
Geld ist eine <span style="text-decoration: underline;">der wichtigsten Erfindungen</span> der bisherigen Menschheitsgeschichte und hat unheimlich komplexe Auswirkungen. Dennoch nehmen wir es bisher weitestgehend in Kauf mit einem zutiefst instabilen und schlichtweg nicht funktionalen Geldsystem zu arbeiten.</p>
<p>Eine Sache sollte euch jetzt auf der Zunge brennen: „Wenn dieser Typ aus dem Internet es schon wagt unser schönes Geld in Frage zu stellen, dann sollte er doch an erster Stelle erklären können, was Geld überhaupt ist!“</p>
<p>Alles klar, überredet, ihr habt ja Recht. Wenn ich mich gepflegt über einen allgemein akzeptierten Umstand aufregen will, dann sollte ich zunächst einmal klären, wovon ich überhaupt spreche. Danach kann man ja immer noch angewidert beanstanden, verteufeln oder einfach nur kritisieren.</p>
<p>„Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraumes, das von der Zentralbank ausgegeben wird.“</p>
<p>Wow, jetzt ist alles klar, oder?<br />
Natürlich nicht!<br />
Aber eigentlich ist es nicht so schwer.<br />
Nehmen wir diesen Satz doch ganz einfach Stück für Stück auseinander.</p>
<p>Geld ist ein „gesetzliches Zahlungsmittel“, unterliegt also bestimmten Gesetzen und wird zur Bezahlung verwendet. „Innerhalb eines Währungsraumes“ meint dann, dass dieses Geld nur in einem begrenzten Umfeld, dem jeweiligen Währungsgebiet eingesetzt werden kann. Der letzte Teil ist zur genauen Abgrenzung entscheidend. Einzig und allein die Zentralbank, auch Notenbank genannt, kann dieses Geld in Umlauf bringen.</p>
<p>Aus dieser Definition lässt sich klar ableiten, was Geld überhaupt ist und was nicht.<br />
Alles Bargeld sowie die Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank sind gesetzliches Zahlungsmittel. Punkt. Nicht mehr. Genauer könnte man Geld übrigens noch als Zentralbankgeld bezeichnen.</p>
<p>Jetzt mag sich der eine oder die andere denken: „Wozu diese komplizierte Abgrenzung?“<br />
Einzig und allein dieses Bargeld kann zur Entstehung der Geldguthaben auf den Konten führen. Diese Geldguthaben werden heutzutage zur unbaren Zahlungsabwicklung verwendet. Sie sind aber kein <span style="text-decoration: underline;">gesetzliches</span> Zahlungsmittel.</p>
<p>Diese Unterscheidung ist sehr wichtig, da es an dieser Stelle sehr oft zu Verwirrungen kommt. Nur Bargeld kann verwendet werden, um Guthaben aufzubauen oder Schulden abzubauen. Demnach stellen Guthaben einen Anspruch auf Geld und Schulden eine Verpflichtung zur Rückzahlung von Geld dar. Die Geschäftsbank dient an dieser Stelle als Mittler. Das ist ihre Dienstleistung.</p>
<p>Schnell wird klar, dass die Geschäftsbank im gleichen Maß wie sie Geld zur Aufbewahrung von Sparern entgegen nimmt, dieses über Kredite an Schuldner zurück in den Wirtschaftskreislauf bringen muss. Das ist ihr Geschäftsmodell.</p>
<p>Der Schuldner muss dann immer entweder seine Ausgaben reduzieren oder seine Einnahmen durch Arbeit erhöhen, damit er den Kredit zurückzahlen kann.</p>
<p>Wir hatten eingangs festgestellt, dass die primäre Aufgabe des Geldes die Zirkulation, das „wandern, von der einen Hand zur andern“, ist.</p>
<p>Geld muss also im Gleichgewicht zu den Waren und Dienstleistungen eines Wirtschaftssystems vorhanden sein. Wird es übermäßig stark hinzugegeben, dann steigen die Preise und man spricht von Geldentwertung. Der Fachbegriff lautet Inflation.<br />
Wird dem Kreislauf hingegen Geld entzogen, sinken die Preise, da die Unternehmen ihre Produkte loswerden wollen, aber schlichtweg nicht alles gekauft werden kann. Der Wert des Geldes steigt. Man spricht von Deflation.</p>
<p>Dieses letztgenannte Szenario tritt jedoch immer dann auf, wenn jemand sein Geld unter das Kopfkissen bzw. ins Sparschwein steckt oder im Garten vergräbt. Diesen Vorgang nennt man Geldhortung. Historische Beispiele dafür sind unter anderem die riesigen Goldschätze in entsprechenden Truhen, die immer wieder angelegt wurden.</p>
<p>Heutzutage werden zwei „Lockmittel“ angewandt, um das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückzubringen. Zum einen ist das die eben erklärte Inflation. Wenn das Geld tendenziell an Wert verliert, dann bin ich natürlich bemüht es schnell auszugeben. Doch es gibt auch einen anderen Weg: Ich bringe mein Geld zur Bank und erhalte dafür im derzeitigen Geldsystem Zinsen.</p>
<p>Trotz all dieser Bemühungen stellt die Geldhortung auch heute noch ein gewaltiges Problem dar, sodass laut Bundesbankberichten nur noch circa 10% des Geldes in Deutschland ihrem eigentlichen Zweck nachkommen: dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. Der Rest verschwindet unter anderem zur Wertaufbewahrung im Ausland, also dort, wo die jeweilige Währung nicht akzeptiertes Zahlungsmittel ist oder illegale Geschäfte werden damit getätigt.</p>
<p>Soweit zur Vorrede. Das hat zwar bereits einiges an Anstrengung gekostet, ist aber absolut notwendig, um sich auf einem soliden Fundament dem Geldthema zu nähern.<br />
Du kennst jetzt die Ursachen warum es Geld gibt, wie es entsteht und warum es zirkulieren muss. Außerdem habe ich den Ist-Zustand der unzureichenden Geldzirkulation beschrieben.<br />
Die Inflation wurde bereits ausreichend erklärt und ihr problematischer Charakter sollte deutlich geworden sein. Sie ist keine gute Lösung um das Geld in Umlauf zu halten, da sie es zugleich schleichend, aber stetig entwertet. Wenden wir uns nun dem Kern meiner Überlegungen zu: dem Zins.</p>
<p>Der Wirtschaftswissenschafter John Maynard Keynes beschrieb den Zins unter anderem als „Belohnung für die Nichthortung von Geld“. Das entspricht meiner vorhin genannten Funktion des Zinses als „Lockmittel“. Warum ergeben sich aus dem Zins dramatische Konsequenzen?</p>
<p>Sobald man Geld bei einer Bank anlegt und darauf Zinsen erhält, müssen andere Menschen für dieses leistungslose Einkommen arbeiten. Dieser Umstand verschlimmert sich umso sehr, wenn wir unser Geldvermögen nicht mehr ausgeben, sondern bei der Bank lassen und damit der Zinseszinseffekt einsetzt. Es kommt zu einem sich selbst beschleunigendem Wachstum, einer Selbstvermehrung.<br />
Diese findet in der Natur einen passenden Vergleich: die Vermehrung von Krebszellen.</p>
<p>Dieses sogenannte „exponentielle Wachstum“ der Geldvermögen führt automatisch dazu, dass auch die Verschuldung im gleichen Maße ansteigen muss, da jedem Anrecht auf Geld ein entsprechendes Versprechen zur Rückzahlung von Geld gegenüber stehen muss. Dieser Umstand ist der ureigentliche Grund warum es zwangsläufig zum Anstieg der Schulden, z.B. unseres Landes, kommen muss. Die Konsequenzen erleben wir jeden Tag und sie nehmen immer stärker beschleunigt mit jedem weiteren Tag zu. Das System wächst wie Krebs, bis es sich schließlich selbst zerstört.</p>
<p>Wenden wir uns nun den konkreten Auswirkungen zu, die unser derzeitiges Geldsystem auf unser aller Leben hat.</p>
<p>Stell dir bitte folgende Situation vor:<br />
Du möchtest eine Bäckerei aufmachen, um Brötchen zu backen.<br />
Was musst du dabei alles bedenken?<br />
Gehen wir davon aus, du besitzt bereits ein Gebäude. Ein Backofen muss hingegen erst noch angeschafft werden. Leider hast du dafür nicht ausreichend Geld zur Hand und musst bei der örtlichen Bank einen Kredit aufnehmen.<br />
Weitere Kostenpunkte sind natürlich Materialkosten, z.B. für Mehl, Wasser und Energie, sowie Personalkosten.<br />
Wie zahlst du nun den Kredit zurück?<br />
Es gibt nur einen Weg.<br />
Du musst die Kosten mit in den Brötchenpreis einrechnen.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt exemplarisch, dass sich letztlich in allen Waren und Dienstleistungen ein bestimmter Zinsanteil befindet, da im Verlauf der Herstellung immer wieder Kredite aufgenommen werden mussten, um trotz fehlendem Eigenkapital eine Produktion zu ermöglichen.<br />
Das Gleiche gilt für die Steuern, die der Staat erhebt, da auch er Schulden zurückzahlen muss.</p>
<p>Berechnet man den durchschnittlichen Zinsanteil aller Waren und Dienstleistungen, inklusive Steuern, so beträgt dieser 30-40%.</p>
<p>Du könntest nun erwidern, dass dieser Zinsanteil doch eine faire Sache ist, da ihn jeder, gemessen an seinen Ausgaben, zahlen muss. Das ist natürlich richtig, nur haben wir bisher ja lediglich die Zinszahlerseite betrachtet. Irgendjemand muss diese Zinsen natürlich auch erhalten.</p>
<p>In dieser Hinsicht ist die Vermögensverteilung in Deutschland sehr interessant. Gemeint ist also all jenes angelegte Geldvermögen bei Banken, auf das es Zinsen gibt. Natürlich ist das Beispiel der Bank stark vereinfacht, da mittlerweile die meisten Anlagen über Versicherungsfonds, Sachwerte, wie z.B. Aktien und Böden, oder über Spekulation an der Börse erfolgen.</p>
<p>Aus dieser Vermögensverteilung ergibt sich ein bestimmtes Zinseinkommen, dem selbstverständlich die 30-40% Zinsausgaben gemessen am Konsum gegenüberstehen.<br />
Wenn man diese beiden Größen gegenüberstellt ergibt sich, dass schon einmal circa die Hälfte der deutschen Haushalte auf Zinseinkommen verzichten müssen, da sie vermögensfrei oder sogar verschuldet sind.</p>
<p>Bei weiteren 30% reicht das Zinseinkommen nicht aus, um den Zinsanteil in den Ausgaben zu decken. Die 9. Haushaltsgruppe kann in etwa beide Größen ausgleichen.<br />
In der 10. und letzten Haushaltsgruppe geschieht fast schon ein Wunder. Hier übersteigen die Zinseinnahmen die –ausgaben um ein Vielfaches und dabei sind die Superreichen noch nicht einmal erfasst, da sie ihren Reichtum lieber nicht den Behörden mitteilen wollen.<br />
Nähere Informationen entnimmst du bitte der beigefügten Quelle.</p>
<p>Was zeigt uns diese Statistik?<br />
Wir haben einen Gewinner!<br />
Genau genommen nicht nur einen, sondern immerhin circa 10% der deutschen Haushalte.<br />
Wo es einen Gewinner gibt, da gibt es auch immer Verlierer.<br />
Das sind leider die restlichen circa 90% der Bevölkerung.<br />
Interessant ist auch die Aufteilung innerhalb der Gewinnergruppe. Auch dort gibt es nochmal gewaltige Unterscheide zwischen dem reichsten und dem vermeintlich ärmsten Zehntel.</p>
<p>Was für Schlüsse lassen sich ziehen?<br />
Das Lockmittel Zins hat einige unschöne Nebeneffekte:<br />
es verteilt den Wohlstand eines Landes von vergeblich arbeitend nach vermögend,<br />
es zwingt die Wirtschaft zu unendlichem Wachstum, um die immer größer werdenden Schuldenberge zurückzahlen zu können, wobei dies angesichts einer begrenzten Welt nicht möglich, nicht wünschenswert und erst recht nicht auf exponentiellem Niveau dauerhaft zu halten ist,<br />
es führt angesichts dieses Wachstumszwangs zu unglaublichen und unumkehrbaren Umweltzerstörungen,<br />
und nicht zuletzt führt es uns durch den Umverteilungscharakter direkt auf soziale Krisen zu. Das kann sich z.B. in Kriegen, gewaltsamen Aufständen, Hungersnöten oder Generationskonflikten äußern.</p>
<p>Letztlich zerstört sich das System aber auch mathematisch selbst, da exponentielle Funktionen ins Unendliche führen.<br />
Am Ende gibt es dann immer eine Währungsreform, einen Schuldenschnitt oder eine Hyperinflation, wie schon etliche Male erlebt.</p>
<p>Wer kann das schon wollen, egal zu welcher Zinseinkommenskategorie er gehört? Es gibt nur eine Erde und wenn diese unser Leben nicht mehr ermöglicht, dann nutzt auch das größte Vermögen rein gar nichts mehr.</p>
<p>Deshalb sollten wir uns gemeinsam eine konstruktive Lösung überlegen, wie Geld ohne Zins und Inflation in der Wirtschaft fließt, statt gehortet zu werden.</p>
<p>Eine funktionierende Alternative ist fast schon lächerlich einfach und zugleich jahrhundertealt.<br />
Würde die Zentralbank eine geringe Gebühr auf das Bargeld erheben, dann wären alle Menschen bemüht ihr Geld entweder auszugeben oder zur Bank zu schaffen. Das Geld würde innerhalb der Wirtschaft wieder ungehemmt fließen, weswegen dieses Konzept „Fließendes Geld“ heißt.</p>
<p>Was würde mit den Zinsen geschehen?<br />
Es würde sie natürlich zunächst einmal immer noch geben, nur würden sie drastisch absinken.<br />
So ist es selbstverständlich gerechtfertigt, dass eine Geschäftsbank einen geringen Zinssatz von circa 3% vom Kreditnehmer verlangt. Erstens wird sie dadurch für ihre Dienstleistung entlohnt und zweitens besteht für den Kreditnehmer ein Anreiz, seinen Kredit zurückzuzahlen.</p>
<p>Ein leistungsloses Einkommen aus der Arbeit anderer hingegen ist nicht gerechtfertigt.<br />
Deshalb würden die Zinsen auf Guthaben durch die sogenannte Umlaufgebühr, die Gebühr auf das Bargeld, in den negativen Bereich absinken. Je längerfristiger man sein Geld jedoch bei der Bank anlegt umso geringer würde diese Gebühr ausfallen, bis sie schließlich bei langfristen Anlage um 0% schwankt, je nach Marktlage. Dadurch wäre sparen, z.B. für die Rente oder ein Haus, wie bisher möglich, nur nicht mehr zu Lasten von anderen.</p>
<p>Diese Lösung ist so unheimlich clever und praktikabel, dass wir sie ganz einfach austesten sollten. Das kann am besten national, aber auch über Regionalgeldinitiativen funktionieren.</p>
<p>Hoffentlich konnte ich dir die Grundlagen, Probleme und Zukunft unseres Geldsystems gut erklären.</p>
<p>Falls dich das Thema näher interessiert, dann empfehle ich dir das Buch „Geldsyndrom“ von Helmut Creutz oder seine Website.</p>
<p>Viel Spaß beim Weitererzählen und Umsetzen!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/das-geldsystem-eine-geschlossene-erklarung/">Das Geldsystem &#8211; eine geschlossene Erklärung</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Die Wachstumsparty ist vorbei</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Aug 2013 11:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Postwachstumsökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Vortrag von Prof. Dr. Niko Paech von der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg beim 2. Zukunftstag der Evangelischen Jugend Edewecht im November 2012. Prof. Dr. Niko Paech beantwortet die Frage, warum es in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem nicht gelingt, eine moderne Ökonomie auf &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-wachstumsparty-ist-vorbei/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/die-wachstumsparty-ist-vorbei/">Die Wachstumsparty ist vorbei</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag von Prof. Dr. Niko Paech von der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg beim 2. Zukunftstag der Evangelischen Jugend Edewecht im November 2012. </p>
<p>Prof. Dr. Niko Paech beantwortet die Frage, warum es in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem nicht gelingt, eine moderne Ökonomie auf einem erreichten Niveau ohne ständiges Wachstum zu stabilisieren und zu konsolidieren.</p>
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		<title>Essay: &#8220;Eine Kurzbeschreibung unseres Geldsystems&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 21:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fließendes Geld]]></category>
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		<description><![CDATA[Jedem Guthaben steht eine identische Schuld gegenüber, da das Geld zurück in den Kreislauf der Wirtschaft muss, andernfalls kommt dieser zum erliegen. Wichtig: Guthaben und Schulden sind lediglich Leihvorgänge die mithilfe von Geld durchgeführt werden; sie sind nicht identisch mit &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/essay-eine-kurzbeschreibung-unseres-geldsystems/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/essay-eine-kurzbeschreibung-unseres-geldsystems/">Essay: &#8220;Eine Kurzbeschreibung unseres Geldsystems&#8221;</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Jedem Guthaben steht eine identische Schuld gegenüber, da das Geld zurück in den Kreislauf der Wirtschaft muss, andernfalls kommt dieser zum erliegen.</p>
<p>Wichtig: Guthaben und Schulden sind lediglich Leihvorgänge die mithilfe von Geld durchgeführt werden; sie sind nicht identisch mit Geld (&#8220;gesetzliches Zahlungsmittel&#8221;), wobei Guthaben natürlich als &#8220;Zahlungsmittel&#8221; (in diesem Fall allerdings dann nicht mehr &#8220;gesetzlich&#8221;, also durch die Zentralbank legitimiert) verwendet werden. Wir kennen dies aus dem Alltag z.B. von &#8220;Überweisungen&#8221; und anderen Dienstleistungen durch Geschäftsbanken.</p>
<p>Das heißt konkret: Wenn du auf deinem Konto 2000 Euro Guthaben hast, muss es an andere Stelle eine Person oder Institution geben, die 2000 Euro Schulden hat.</p>
<p>Das heißt auch: Will man die Schulden reduzieren, müssen im gleichen Maße Guthaben verringert werden, man spricht in der Regel von einem &#8220;Schuldenschnitt&#8221;, der einvernehmlich Schuld und Guthaben verkleinert.</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/05/creutz_034-43-1_600.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-681" alt="Geldvermögen und Schulden in Deutschland 1950-2010" src="http://www.neuesgeld-torgau.de/wp-content/uploads/2013/05/creutz_034-43-1_600-214x300.jpg" width="214" height="300" /></a></p>
<p>Per 1.1.2013 besitzen die deutschen Privathaushalte ein Vermögen von 11,8 Billionen Euro in Bankguthaben, Immobilien, &#8220;Wertpapieren&#8221;, Rohstoffen und Bargeld. Diesem Vermögen (ausgenommen das Bargeld) muss eine identische Schuld gegenüberstehen. Selbstverständlich befindet diese sich nicht ausschließlich in Deutschland, denn wir beuten ja fleißig die Rest-Welt aus.</p>
<p>Wer sind eigentlich &#8220;wir&#8221;? Sprich, wer besitzt den ganzen &#8220;Schotter&#8221; eigentlich?</p>
<p>Nun, ein weiterer Mechanismus innerhalb unseres Geldsystems ist der Zins, einschließlich des Zinseszins.</p>
<p>Wenn wir Guthaben auf dem Konto haben und dafür Zinsen erhalten, dann freut uns das ungemein. Wir freuen uns gewaltig über vielleicht 50 Euro Zinsen im Jahr. Wo kommen die eigentlich her? Wie können sich unsere Zahlungsmittel vermehren?</p>
<p>Geld kann nicht arbeiten!</p>
<p>Aber die Bank, in Form ihrer Angestellten muss arbeiten, um uns diese Guthabenszinsen zu erwirtschaften. Dafür gibt es nur einen Weg. Jemand anderes muss Schulden machen und dafür Schuldzinsen zahlen. Es kann gar nicht anders gehen, denn Geld entsteht nicht aus dem Nichts (wie viele annehmen, durch die sogenannte &#8220;Geldschöpfung der Geschäftsbanken, genauer: durch Kreditvergabe), sondern wird durch die Zentralbank in Umlauf gebracht. Diese sollte wiederum nur dann zusätzliches Geld &#8220;drucken&#8221;, wenn die Wirtschaft &#8220;wächst&#8221;. Druckt sie zu viel, spricht man von Inflation, da die Geldmenge relativ zum Wirtschaftswachstum überproportional steigt – das Geld verliert an Wert. Das geschieht permanent! Wir haben jährliche Inflationszahlen von circa 10 Prozent, aber das soll nicht weiter interessieren, da sich dieser Prozentsatz nicht vollständig in der &#8220;Teuerungsrate&#8221;, also den konkreten Preisen, niederschlägt.</p>
<p>Viel wichtiger: Woher kommen die Zinsen?</p>
<p>Wenn ein Unternehmer eine Firma gründet oder expandiert, dann hat er heutzutage selten &#8220;100% Eigenkapitalanteil&#8221;. Stattdessen leiht er sich Geld. Wir haben einen Schuldner aufgespürt! Wie tilgt dieser Unternehmer seine Schuld? Über &#8220;Synergieeffekte&#8221; erhofft er sich ausreichend Profit durch sein durch die Bank vorfinanziertes Unternehmen. Wie entsteht dieser Profit? Durch die Preise die der Konsument für die jeweiligen Produkte zahlt.</p>
<p>Wir haben unsere traurige Antwort gefunden: WIR alle bezahlen die Guthabenszinsen.</p>
<p>Der durchschnittliche Zinsanteil bei Waren und Dienstleistungen beträgt rund 40%. Wer sich mit seinen 50 Euro bisher immer als Sieger wähnte, merkt nun, dass er in Wahrheit ein großer Verlierer ist. Er zählt zu den anderen 90% Verlierern, aus denen das deutsche Volk besteht. Einzig die oberen 10% der Vermögenden haben mehr Zinseinnahmen als -ausgaben.</p>
<p>Das Zinssystem ist in Wahrheit ein gigantisches Vermögenstransfersystem!</p>
<p>Was ich eingangs anmerken wollte: Wenn es in Deutschland ein Privatvermögen von 11,8 Billionen gibt, dann muss diesem ständig wachsenden Vermögen eine entsprechende Schuld gegenüberstehen. Sobald Unternehmen und Privatpersonen sich nicht weiter verschulden können, da ein Maximum erreicht ist, muss der Staat ran!</p>
<p>Wen wundert es angesichts dieser Tatsachen, dass unsere politische Klasse absolut korrupt und erpressbar ist? Wen wundert es, dass sie das blaue vom Himmel lügen, um das Volk ruhig zu stellen?</p>
<p>Sie haben keine andere Wahl innerhalb dieses Systems mit diesen &#8220;Marktgesetzen&#8221;!</p>
<p>Nicht nur der Markt verlangt nach Profitmaximierung, nein, der Zinseszins drückt es mit eiserner Faust mathematisch berechenbar durch, sodass der Staat und damit ein Großteil der Bürger systematisch ausgeplündert wird!</p>
<p>Wir sollten uns nicht wundern, wenn sich wieder und wieder Parteien als reine Lobbyorganisationen herausstellen. Wer das nicht macht, bleibt nicht an der Macht, da man mit dieser Haltung endlich das längst überfällige Thema &#8220;Geldsystem&#8221; angehen müsste!</p>
<p>Wenn Großkonzerne ihre Produktion &#8220;outsourcen&#8221;, dann liegt es einzig an der Verpflichtung zur Vergrößerung des &#8220;shareholder values&#8221;, der Profitmaximierung. Der Vorstandsvorsitzende, der dieser Vorgabe nicht folgt, kann seit geraumer Zeit dank amerikanischer Rechtssprechung international dafür belangt werden (vgl. Aussage von Wolfgang Berger in der &#8220;Humanen Wirtschaft&#8221;)!</p>
<p>Die ständig wiederholte Farce von der &#8220;Sozialen Verantwortung&#8221; ist eine Illusion. Innerhalb dieses Systems hat Friedman völlig Recht: &#8220;Die soziale Verantwortung eines Unternehmers ist die Profitmaximierung&#8221; – sozial für eine kleine Minderheit, tödlich für den Rest.</p>
<p>Wer sich über all das noch wundert ist entweder ein Heuchler oder falsch informiert!</p>
<p>Selbstverständlich vertilgt der zinsbetriebene Kapitalismus die Souveränität der Nationalstaaten!</p>
<p>Mit Hilfe der Zinssklaverei verschaffen sich &#8220;ausländische Investoren&#8221; über die &#8220;Kapitalverkehrsfreiheit&#8221; Zutritt zu <span style="text-decoration: underline;">jedem</span> Land dieser Erde!</p>
<p>Dieses System kann nicht kontrolliert werden! Es ist innersystemisch so konzipiert, dass es krankhaft bis zur Implosion wächst – 1929 <span style="text-decoration: underline;">muss</span> wiederkommen, nur diesmal in verstärkter Form!</p>
<p>2010 gab es eine Abstimmung vor der UNO, ob Wasser, das Elixier des Lebens auf diesem Planeten, als Menschenrecht anerkannt werden soll. Unglaublicherweise stimmten 41 Staaten dagegen, rund 30 waren erst gar nicht bei der Abstimmung vertreten.<br />
Wie sieht es heute in Europa aus? Man will die Wasserversorgung privatisieren, das ist &#8220;effizienter&#8221; und der übliche &#8220;verlogene Bullshit&#8221;. Was würde die Konsequenz sein? Preissteigerung, Qualitätsminderung (immer diese herrlichen Ambivalenzen). Wen kümmert das überhaupt? Wer hat es auf dem Schirm? Wer engagiert sich aktiv dagegen?</p>
<p>Deutsche Waffenexporte – kompromisslos – in alle Terror-Schurkenstaat-Moslem-Kopftuch-Länder dieser Erde, völlig egal. Dank der obigen Gedanken kann jeder für sich selbst schlussfolgern, warum dies immer wieder gestattet wird.</p>
<p>Letzte kurze Bemerkung zum Thema &#8220;Euro-Rettung&#8221;:<br />
Was ist das ganze in Wirklichkeit?<br />
Abermals ein Transfer: Bankenschulden wurden und werden zu Staatsschulden, dem letzten Gläubiger vor dem globalen Zusammenbruch.<br />
Wen retten wir da eigentlich? Haben all die seriösen, glaubwürdigen Medien Recht, wenn sie davon titeln, wie wir tapferen Deutschen den faulen Südeuropäern helfen?<br />
1. wurde Griechenland über Goldman Sachs in den Euro &#8220;gewuchtet&#8221; (außerdem werden da etliche Schmiergelder neben den Provisionen geflossen sein)<br />
und 2. retten wir lediglich unsere deutschen und zum Teil noch amerikanischen und andere Banken, die &#8220;Rettungsschirmgelder&#8221; fließen noch am Zahltag aus dem Empfängerland zurück in die Geberländer. Bankmanager freuen sich über dicke Bonis.<br />
Abermals ein gigantischer Vermögenstransfer, diesmal noch schneller als über den Zinseszins-Effekt, wobei letztlich nichts anderes die kommenden Bankenprofite sichert.<br />
WEN wundert das alles noch?<br />
Nun, scheinbar die große Mehrheit.<br />
Was will man erwarten, wenn man das Fernsehen, das Radio und die Zeitungen zum Informieren nutzt?<br />
Mein Tipp für eine erstaunlich vorbereitete Zukunft dank Informiertheit:<br />
Wieder Bücher lesen, mal das Internet nutzen.<br />
Auch die Abhängigkeit der konventionellen Medien ist absolut gesetzmäßig und ergibt sich aus der Abhängigkeit von Anzeigenkunden und Pyramidenstrukturen innerhalb von Redaktionen.<br />
WEN WUNDERT DAS ALLES NOCH?</p>
<p>Dieses System fingiert Krisen, um zu noch umfassenderer Zentralisierung und damit Monopolisierung zu führen. Der Untergang ist im Programm inklusive.<br />
Wann bemerken wir das endlich und ist es dann schon zu spät? Zu spät für die Spezies &#8220;Mensch&#8221; oder gleich für den gesamten Planeten &#8220;Erde&#8221;?</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/essay-eine-kurzbeschreibung-unseres-geldsystems/">Essay: &#8220;Eine Kurzbeschreibung unseres Geldsystems&#8221;</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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		<title>Viele gute Gründe (2)</title>
		<link>http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/viele-gute-grunde-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 04:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M+K</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Ansprüche des Kapitals an das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind mathematisch exakt vorhersagbar. Zins und Zinseszins auf Guthaben können nur durch eine ständige Leistungssteigerung gedeckt werden. Selbst bei einem gleichbleibenden Wachstum beschleunigt sich die Zunahme des BIP. Die Sprünge werden Jahr &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/viele-gute-grunde-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/allgemein/viele-gute-grunde-2/">Viele gute Gründe (2)</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ansprüche des Kapitals an das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind mathematisch exakt vorhersagbar. Zins und Zinseszins auf Guthaben können nur durch eine ständige Leistungssteigerung gedeckt werden. Selbst bei einem gleichbleibenden Wachstum beschleunigt sich die Zunahme des BIP. Die Sprünge werden Jahr für Jahr immer größer. Es ist eine Frage der Logik, dass in unserer endlichen Welt mit ihren begrenzten Ressourcen derartige Wachstumsprozesse nur zeitlich begrenzt möglich sind. Das Ziel muss ein freies, von den Zwängen der Finanzwirtschaft befreites Gemeinwesen sein. Mit der Ausrichtung der Wirtschaft auf ständige Expansion, gestützt durch staatliche und private Schulden, steigt der Verbrauch der Ressourcen und mit ihm die Belastung der Umwelt. Vielmehr sollte ein ständiger, natürlicher Austausch von Altem und Neuem stattfinden.</p>
<p>Unter dem Vorwand der Alternativlosigkeit setzt die Bundesregierung unter Frau Merkel und Herrn Schäuble Unsummen für die Rettung dieses Systems ohne Rücksicht auf die Belastungen gegenwärtiger und zukünftiger Generationen ein. Unsere Politeliten glauben, man könne den Fehler im Geldsystem mit stetigem Wirtschaftswachstum in einer begrenzten Welt kompensieren. Guthaben und Schulden wachsen weiter exponentiell.</p>
<p>Aus Angst veröffentlichte Nikolaus Kopernikus 1543 erst kurz vor seinem Tod sein Hauptwerk „Über die Umschwünge der himmlischen Kreise“. Die kopernikanische Wende war der Paradigmenwechsel des 16. Jahrhunderts.</p>
<p>Wir stehen heute wieder vor einem Paradigmenwechsel, vor der großem Aufgabe des 21. Jahrhunderts, der Einführung von fließendem Geld.</p>
<p>Fließendes Geld ist eine wirklich gute Idee, denn &#8220;Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, das ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien.&#8221; Albert Einstein</p>
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		<title>Buchempfehlung: &#8220;Das Geldsyndrom&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 22:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt wohl kein zweites Buch, welches es so unglaublich umfassend und verständlich vermag, die Fehler des derzeitigen Geldsystems und die Mechanismen des Fließenden Geldes zu vermitteln. Die Rede ist natürlich von &#8220;Das Geldsyndrom&#8221;. Auf circa 480 Seiten informiert der &#8230; <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/buchempfehlung-das-geldsyndrom/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/buchempfehlung-das-geldsyndrom/">Buchempfehlung: &#8220;Das Geldsyndrom&#8221;</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt wohl kein zweites Buch, welches es so unglaublich umfassend und verständlich vermag, die Fehler des derzeitigen Geldsystems und die Mechanismen des Fließenden Geldes zu vermitteln.</p>
<p>Die Rede ist natürlich von &#8220;Das Geldsyndrom&#8221;.</p>
<p>Auf circa 480 Seiten informiert der Autor Helmut Creutz auf einfache und anschauliche Art und Weise über alle wichtigen Bereiche Geldsystems. Dies umfasst die wichtigsten Begriffe, die erst einmal erklärt werden. Schon an dieser Stelle wurde mir klar, wie häufig die zahlreichen Diskussionsbeiträge, von denen man durch diverse Medien erfährt, am Thema vorbeigehen. Gleichzeitig sind die Erklärungen so wertvoll, dass es sich mit Recht lohnt, das Buch mehrfach zu lesen. Man muss scheinbar nicht Wirtschaft studieren, um zu verstehen, wie wichtig die Unterscheidung von &#8220;Geld&#8221; und &#8220;Guthaben&#8221; ist und was es mit Begriffen wie &#8220;Geldumlauf&#8221;, &#8220;Nichtbanken&#8221; oder &#8220;Mindestreserve&#8221; auf sich hat.</p>
<p>Der zweite Teil stellt nun deutlich problematisierend den Titel des Werkes heraus:<br />
&#8220;Der Zins und andere Fehlstrukturen&#8221;.<br />
Dem Leser wird umfassend die Wirkungsweise des &#8220;Zinses&#8221; erklärt, einhergehend mit einer Begriffsklärung von &#8220;Inflation&#8221; und &#8220;Deflation&#8221;.<br />
Zudem veranschaulicht Creutz die Rolle der Zentralbank bei der &#8220;Geldschöpfung&#8221; sowie &#8220;Geldmengensteuerung&#8221; und inwiefern letztere durch die &#8220;Geldhortung&#8221; erschwert bis unmöglich gemacht wird.<br />
Auch wird die von vielen propagierte &#8220;Geldschöpfung der Geschäftsbanken&#8221; detailliert erörtert, weshalb das Buch auch für all jene vermeintlichen &#8220;Experten des Geldsystems&#8221; äußerst aufschlussreich sein dürfte.</p>
<p>Nunmehr folgend wird das sich aus dem &#8220;Zins&#8221; ergebende Problem der diversen &#8220;Überentwicklungen&#8221; im monetären Bereich geschildert.</p>
<p>Begriffe, die sonst plakativ und inflationär in den Medien auftauchen, aber nie deutlich geklärt werden, macht der Autor für den Leser transparent und verständlich:<br />
Wie entwickeln sich &#8220;Geldvermögen&#8221;, &#8220;(Staats-)Schulden&#8221; und &#8220;Spekulationen&#8221;?</p>
<p>Der vorletzte Part problematisiert die zahlreichen negativen Folgen unseres derzeitigen Geldsystems. Welche Verwerfungen treten in den &#8220;sozialen&#8221;, &#8220;ökologischen&#8221; und  &#8220;ökonomischen&#8221; Bereichen auf? Wieso besteht in diesem System ein &#8220;Wachstumszwang&#8221; der Wirtschaft? Gibt es unterschiedliche Auswirkungen in &#8220;Markt-  und Planwirtschaften&#8221;? Was ist mit der Arbeitslosigkeit, über die ständig geredet wird, doch selten konstruktiv?<br />
Schließlich die fatalen Ausuferungen: eine destruktive Globalisierung, weltweiter Krieg und die schlussendliche Vernichtung der ausgebeuteten Länder dieser Erde und schließlich (für viele Leser erschreckenderweise) die vorprogrammierte Zerstörung unserer eigenen Existenz, die der &#8220;westlichen Staaten&#8221;</p>
<p>Im fünften und letzten Teil des Buches wird die vorhergehende pessimistische Stimmung komplett umgewandelt in Tatendrang und Optimismus: Wie überwinden wir die &#8220;Fehlstrukturen&#8221; und schaffen eine tatsächlich &#8220;stabile Wirtschaft&#8221;?<br />
Hierbei geht es nun wirklich um die Grundanliegen des &#8220;Fließenden Geldes&#8221;, die Creutz skizziert: eine &#8220;konstruktive Umlaufsicherung&#8221;, ein Ende der &#8220;leistungslosen Selbstvermehrung&#8221; des &#8220;Geldes&#8221; und dessen Bevorteiligung gegenüber den &#8220;Waren&#8221; sowie eine &#8220;Wirtschaft&#8221;, die nicht mehr zwanghaft wachsen muss und demzufolge den Bedürfnissen von Natur, Tieren und Menschen gerecht werden kann.<br />
Außerdem bespricht Creutz sogleich diverse Einwände zu seinen vorgestellten Änderungsvorschlägen und nennt bereits bestehende Alternativmodelle, wie &#8220;Tauschringe&#8221; und &#8220;Regionalwährungen&#8221;.<br />
Das Buch wird durch eine abrundende Zusammenfassung vollendet.<br />
Zudem finden sich im Anhang diverse Namen, Initiativen und Bücher zum fortführenden Studium.</p>
<p>Mir hat &#8220;Das Geldsyndrom&#8221; zu einem Ausweg aus meiner Unbedarftheit in monetären und wirtschaftlichen Fragen geholfen. Ich konnte mir eine deutlich klarere Sicht auf zentrale Fragen von elementarer Bedeutung unserer Zeit verschaffen und damit konstruktiv für eine humanere Zukunft eintreten.</p>
<p>Ein absolutes Muss für jeden &#8220;Freund der Erkenntnis&#8221;, also Menschen!</p>
<p><a href="http://www.neuesgeld-torgau.de/fliesendes-geld/buchempfehlung-das-geldsyndrom/">Buchempfehlung: &#8220;Das Geldsyndrom&#8221;</a> is a post from: <a href="http://www.neuesgeld-torgau.de">Regionalgeld Initiative Torgau</a></p>
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